Mini-PCs: Maße, Lüfter und weitere Tipps
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Die neuen Spielekonsolen PS5 und Xbox Series X sind zu Weihnachten kaum zu bekommen. Also bietet sich ein Mini-PC als eine Art Konsolen-Ersatz an. Doch auch bei den dafür wichtigen Grafikkarten gibt es Engpässe - wir liefern trotzdem Tipps zum Zusammenstellen eines Mini-PCs und vier Konfigurations-Vorschläge, bei denen euch die Grafikkartenwahl freisteht.
Maße, Lüfter und weitere Tipps
Bevor ihr die Bauteile für einen Mini-PC kauft, solltet ihr auf die Maße der Komponenten achten. Bei den Gehäusen gibt es Angaben seitens der Hersteller, wie lang eine Grafikkarte und wie hoch ein CPU-Kühler sein darf, damit es keine Probleme beim Einbau gibt. Reizt die Grenzen aber nicht aus - wen beispielsweise eine 28 Zentimeter lange Grafikkarte hineinpasst, kann es selbst mit einem 27,5 Zentimeter langen Modell schwer werden, die Karte einzubauen. Und beim CPU-Kühler ist es möglich, dass ein auf dem Papier um wenige Millimeter unterhalb der Grenze liegender Kühler am Ende doch das Seitenteil berührt und dann für unschöne Geräusche durch Vibrationen sorgen kann.
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Bei den technischen Daten von Gehäusen erfahrt ihr auch, wie viele Lüfterplätze es gibt und ob vielleicht sogar ein Radiator hineinpasst, also ein Kühlkörper für eine Wasserkühlung, auf dem wiederum dann noch ein oder mehrere Lüfter sitzen.
Quelle: ASRock
Das ASRock H410M ITX/ac für den Sockel Intel 1200
Hier muss man aber sehr aufpassen: Ein Radiator plus Lüfter ist natürlich deutlich dicker als ein Lüfter ohne Radiator. Ja nach Gehäusemodell kann es also sein, dass man zwar einen Radiator einbauen kann, dieser sich dann aber mit der Grafikkarte oder einem anderen Bauteil in die Quere kommt, weil er inklusive Lüfter zu sehr ins Innere des Gehäuses hineinragt. Wer also seinem Mini-PC einen CPU-Kühler in Form eines All-In-One-Wasserkühlers mit Radiator spendieren will, sollte dies im Vorfeld klären. Ganz allgemein empfehlen wir, Hardware zu wählen, die relativ wenig Wärme abgibt. Das heißt: habt ihr euch prinzipiell für eine Grafikkarte oder eine CPU-Klasse entschieden, dann wählt nicht unbedingt die am stärksten übertaktete Variante der Grafikkarte und bei der CPU eher das Modell, dass ein bisschen weniger Takt hat. Denn je enger es im Gehäuse zugeht, desto schwerer ist die Kühlung. Bei kleinen Gehäusen könnt ihr zudem auch keine Armada an 140mm-Lüftern verwenden, sondern teilweise nur einen 120mm- sowie einen 80mm-Lüfter, bei sehr kompakten Gehäusen vielleicht sogar noch weniger.
Standort und Peripherie
Wer sich ein Mini-PC als Gaming-PC oder auch als Konsolenersatz kauft, dürfte ihn am ehesten im Wohnzimmer aufstellen, meistens nahe am Fernsehgerät. Selbst wer die Tipps zur Kühlung gut beachtet hat, sollte aber trotzdem den PC nicht einkerkern. Lasst dem PC genug Luft an den Seiten und auch hinten, wobei sich letzteres wegen des von den Anschlusskabeln benötigten Raumes vermutlich von selbst erledigt. Damit die warme Luft nach oben entweichen kann, sollte direkt über dem PC kein Regal oder etwas Ahnliches angebracht sein. Den PC in einer Art Fach eines Schrankes zu platzieren ist keine gute Idee.
Quelle: Microsoft
Der Xbox Contoller ist auch für PCs bestens geeignet
Was die Steuerung des PCs angeht: Die meisten Spiele lassen sich heutzutage sehr gut per Controller spielen, da sie mit der Konsolenversion rein vom Gameplay her identisch sind. Hier empfehlen wir einen kabellosen Xbox Controller, den es inklusive USB-Empfänger gibt. Bei vielen günstig erhältlichen Bluetooth-Sticks lässt sich der Controller aber ebenfalls anmelden. Für alle anderen Dinge abseits des Controllers gibt es kabellose Mäuse und Tastaturen. Es sollte dabei nicht zu sehr gespart werden, aber es muss auch keine teure Wireless-Gamer-Maus sein, um sehr gut kabellos spielen zu können, selbst bei Multiplayertiteln. Schon ein Maus-Tastatur-Set für 40 bis 50 Euro reicht völlig aus - der einzige wirklich Nachteil kann aber sein, dass einige Wireless-Mäuse einen relativ kleinen dpi-Wert haben. Die Maus sollte daher besser einen dpi-Wert ab etwa 4000 bieten und nach Möglichkeit auch drei oder mehr leicht umschaltbare dpi-Modi haben, damit man je nach Bedarf einen hohen dpi-Wert nutzen kann, mit dem sich der Mauszeiger sehr schnell bewegt, oder einen niedrigen Wert, wenn man den Cursor präzise bewegen will und es nicht auf die Geschwindigkeit ankommt.
