PC-Konfigurationen: CPUs (AMD oder Intel) und Grafikkarten

Special Antonio Funes
PC-Konfigurationen: CPUs (AMD oder Intel) und Grafikkarten
Quelle: MSI

Neben sechs Beispiel-Gamer-PCs von 600 bis 1700 Euro haben wir auch viele Tipps für Euch parat, was ihr beim PC-Zusammenstellen beachten solltet.

CPU: AMD oder Intel?

Eine der interessantesten Fragen ist, welche CPU man seinem PC spendiert. Wir empfehlen einen Prozessor mit sechs oder acht Kernen. Noch besser wäre, wenn der Prozessor dank Hyperthreading mindestens 12 Threads gleichzeitig verwalten kann.

Zwar macht die pure Threadanzahl bei Spielen nur selten einen Unterschied, aber ein Plus an Threads sorgt für mehr Zukunftssicherheit sowie auch dann für stabile FPS-Werte, wenn man neben dem Spiel noch andere Anwendungen betreibt. Bei den Prozessoren für einen Gaming-PC setzt ihr aktuell am besten auf die Mainstream-Sockel von AMD (Sockel AM4) und Intel (Sockel 1151) - doch welchen Hersteller sollte man bevorzugen?

Die Frage ist nicht eindeutig zu beantworten, denn zum einen AMD-CPUs sind deutlich günstiger als eine technisch vergleichbare CPU von Intel, beziehungsweise ihr bekommt bei AMD fürs gleiche Geld mehr Kerne und Threads - dafür sind die CPUs von Intel in Spielen etwas schneller als die von AMD. In Sachen Preis-Leistung steht AMD etwas besser da, dafür bietet Intel mit einem Prozessor wie dem Core i7-8700K die derzeit beste Mainstream-Leistung für Spiele - auf der anderen Seite hat AMD wiederum mit den Ryzen 7-CPUs bereits Prozessoren mit 16 Threads auf dem Markt, die unter 250 Euro kosten. Intels Core i7-8700K für 350 Euro bietet nur 12 Threads.

Powercolor Radeon RX 580 Red Dragon 8GB Quelle: Powercolor Powercolor Radeon RX 580 Red Dragon 8GB Erst in einigen Wochen wird mit dem Core i9-9900K eine CPUs für den Sockel 1151 im Handel erwartet, die acht Kerne und 16 Threads bietet, aber auch über 400 Euro kosten soll. Die Wahl der CPU liegt also bei Euch - eines ist aber klar: es gibt genügend CPUs ab etwa 150 Euro, die für eine ganze Weile stark genug sind, was Gaming angeht. Wer ein eingeschränktes Budget hat, der sollte lieber zu einer nicht allzu teuren CPU greifen, dafür bei der Grafikkarte eine Klasse höher zugreifen, da die Grafikkarte für Gaming der deutlich wichtigere Faktor ist. Die Enthusiasten-CPUs von AMD (Sockel TR4) und Intel (Sockel 2066) sind übrigens für Spieler nicht zu empfehlen. Für extreme Aufpreise (auch die Mainboards sind teurer) gibt es keinen oder nur einen geringen Leistungszuwachs in Spielen - nur wer sicher ist, dass er beispielsweise bei ganz bestimmter Software von einer teureren CPU profitiert, sollte sich beim Sockel TR4 oder 2066 umsehen.

Grafikkarten

Die neuen Nvidia RTX-Grafikkarten kommen in unseren PC-Zusammenstellungen noch nicht zum Einsatz, da sie erst im Laufe der nächsten Wochen erwartet werde. Natürlich steht es euch frei, das Release der Turing-Grafikkarten abzuwarten und eine RTX 2070, 2080 oder gar 2080 Ti zu wählen.

Zotac GeForce GTX 1060 AMP 6GB Quelle: Zotac Zotac GeForce GTX 1060 AMP 6GB Unseren stärksten PC bestücken wir mit einer Nvidia GTX 1080, wer will nimmt auch eine GTX 1080 Ti, die derzeit ab 680 Euro zu haben ist, teilweise gibt es sogar Angebote ab 600 Euro. Zum Vergleich: für die Founders Edition einer RTX 2070, die im Oktober erwartet wird, verlangt Nvidia als Vorbesteller-Preis 639 Euro. Was die aktuellen Grafikkarten betrifft, sinken die Preise derzeit. Lange Zeit hatten Miner der Gaminggemeinde die Freude am Grafikkartenkauf vermiest. Denn da die Kurse für Kryptowährungen stark angestiegen waren und viele Grafikkarten für das so genannte Schürfen der Währung (daher auch der Begriff "Mining") gut geeignet waren, schnellten die Nachfrage und somit auch die Preise in die Höhe. Der Markt hat sich nun aber dank sinkender Kurse in den letzten Monaten extrem beruhigt, so dass Nvidia-Grafikkarten der 1000er-Generation inzwischen teilweise sogar auf einem absoluten Tiefststand seit ihrem Release angelangt sind. Wir werden uns für unsere PCs auf Nvidia-Grafikkarten konzentrieren, werden aber bei den PCs, bei denen AMD eine Option in Sachen Preis-Leistung darstellt, natürlich darauf hinweisen.

  1. Seite 1 PC-Konfigurationen: Selber zusammenstellen und Mainboardwahl
  2. Seite 2 PC-Konfigurationen: Formfaktoren und Gehäuseauswahl
  3. Seite 3 PC-Konfigurationen: CPUs (AMD oder Intel) und Grafikkarten
  4. Seite 4 PC-Konfigurationen: Letzte Hinweise und zwei Einsteiger-PCs für 600 Euro
  5. Seite 5 PC-Konfigurationen: Vier PCs der Mittel- und Oberklasse sowie High-End
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