PC-Konfigurationen: Formfaktoren und Gehäuseauswahl
Special
Neben sechs Beispiel-Gamer-PCs von 600 bis 1700 Euro haben wir auch viele Tipps für Euch parat, was ihr beim PC-Zusammenstellen beachten solltet.
Formfaktor: ATX, µATX und mehr
Glücklicherweise gibt es Normen für Gehäuse, Mainboards und Netzteile, so dass man nur wenige Dinge beachten muss, wenn es um die Größe des PCs geht. Die beiden wichtigsten Größennormen sind ATX und das kleinere µATX (micro-ATX), hinzu kommen einige andere Normen, wobei lediglich E-ATX und (Mini-)ITX noch eine Rolle im Mainstreamsektor spielen.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Konfigurationen: Selber zusammenstellen und Mainboardwahl
- Seite 2 PC-Konfigurationen: Formfaktoren und Gehäuseauswahl
- Seite 3 PC-Konfigurationen: CPUs (AMD oder Intel) und Grafikkarten
- Seite 4 PC-Konfigurationen: Letzte Hinweise und zwei Einsteiger-PCs für 600 Euro
- Seite 5 PC-Konfigurationen: Vier PCs der Mittel- und Oberklasse sowie High-End
- Seite 6 Bildergalerie
ITX ist besonders kleines Bauformat, E-ATX wiederum ist größer als ATX und bei einigen Mainboards für Server anzutreffen, so dass das Gehäuse ebenfalls E-ATX als Baugröße haben muss. Generell gilt: das Bauformat des Gehäuses muss immer mindestens so groß sein wie das des Mainboards.
Ein ITX-Mainboard passt also in µATX- oder ATX-Gehäuse, aber ein ATX- oder µATX-Mainboard wäre für ein ITX-Gehäuse zu groß. Als Netzteil nimmt man so gut wie immer ATX-Netzteile - nur für einige ITX-Gehäuse sind kleinere Formate nötig, viele ITX-Gehäuse sind aber auch auf ATX-Netzteile ausgelegt. Unser Tipp für einen Gaming-PC ist ein ATX-Midi-Tower in Verbindung mit einem ATX- oder µATX-Mainboard, das bei gleicher Ausstattung manchmal billiger als ein ATX-Modell ist. Doch warum empfehlen wir diese Kombination? Nun, zum einen sind ATX-Gehäuse trotz kompakter Größe schon ab etwa 40 Euro mit einer guten Luftzirkulation ausgestattet und bieten mehr als genug Raum - mit einem µATX-Gehäuse für Gaming-Hardware spart man aber kaum Platz.
Quelle: PC Games Hardware
Corsair Carbide 275R Midi-Tower
Zum anderen hat ein Big-Tower wiederum keine Vorteile im Vergleich zu einem Midi-Tower, außer man will ungewöhnlich viele Festplatten oder eine sehr üppige Wasserkühlung in den PC einbauen. ITX sollte man ohnehin nur nehmen, wenn der PC wirklich sehr klein werden soll, denn bei ITX-Gehäusen ist die Kühlung schwerer, und ITX-Mainboards sind wiederum teurer als vergleichbare ATX- oder µATX-Modelle.
Gehäusewahl
Das Wichtigste haben wir bereits rund um das Thema Bauformate geschildert. Allgemein gilt: schon ab etwa 40 Euro gibt es Gehäuse mit genügend Platz und ein bis zwei mitgelieferten Lüftern, die die Hardware kühl halten. Je mehr ihr ausgebt, desto ausgefeilter sind Detaillösungen zum Beispiel was das Verlegen der Kabel oder mitgelieferte Staubfilter betrifft. Auch Materialien und Optik profitieren, hinzu kommen Dinge wie ein ausgeklügeltes Innendesign für den Fall, dass man eine Wasserkühlung einbauen möchte. Um einen Gaming-PC mit extrem starker Hardware aber einfach nur bei einer angenehmen Geräuschkulisse ausreichend kühl zu halten müsst ihr keinesfalls mehr als 50 oder 60 Euro ausgeben - trotzdem werden wir natürlich für unsere später noch folgenden PC-Konfigurationen auch hochwertigere Gehäuse für die PCs vorschlagen, die eher zur Oberklasse oder in den High-End-Bereich gehören. Achtet allgemein, neben dem Bauformat, auf folgende drei Dinge: mindestens zwei USB3.0-Ports an der Front, genug Platz für lange Grafikkarten und hohe CPU-Kühler (mindestens 30 respektive 16 Zentimeter) sowie auf einen Schacht für ein DVD-Laufwerk, falls ihr eines benötigt - denn viele Gehäuse verzichten auf einen solchen Schacht, da immer mehr Nutzer nur noch auf Downloads setzen.
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