Unser Autor hat bei seinem PC einen AMD Ryzen 7 5700X durch einen Ryzen 7 9700X ersetzt und mit Benchmark-Tests vor allem die Spieleleistung verglichen.
Ergebnisse bei den minimalen FPS-Werten
Die Vorteile durch das CPU-Upgrade sind also für die durchschnittlichen FPS, wie man es erwarten konnte, bei höheren Detailstufen und/oder Auflösungen größer.
Wir hatten aber auch erwähnt, dass die minimalen FPS-Werte von einer stärkeren CPU profitieren sollten. Gemeint ist nicht der alleinige, allerniedrigste FPS-Wert, der während des Tests auftrat. Es geht vielmehr um die 1 % geringsten FPS-Werte - diese kann man mit Benchmarktools feststellen.
Ein Beispiel: Bei 10.000 einzelnen Messwerten werden die geringsten 1 % dieser Werte betrachtet, also 100 Werte. Der Mittelwert aus diesen 100 Werten sind dann die 1 % minimalen FPS. Steigen diese an, wird das Spielerlebnis flüssiger, da die unteren Werte auf einem höheren Level sind. Ein Absacken auf sehr niedrige Werte wird weniger wahrscheinlich, was zudem noch die Stabilität erhöht.
Dass dieser Effekt auch auftreten kann, obwohl die Durchschnitts-FPS-Werte kaum steigen, zeigt bei unserem Test Dragon Age: Veilguard. Beim Schnitt beträgt das Plus durch den Ryzen 7 9700X nur vier %, bei den ein % minimalen FPS-Werten sind es aber satte 30 %.
Wie das prozentuale Plus der ein % minimalen FPS bei allen unseren Test-Spielen für den Ryzen 7 9700X im Vergleich zum Ryzen 7 5700X aussieht, zeigen die folgenden zwei Grafiken:
Quelle: Antonio Funes
Minimale FPS Gewinne bei FHD
Quelle: Antonio Funes
Minimale FPS Gewinne bei WQHD
Unknown 9: Awakening und Total War: Pharao Dynasties entfallen hier, da deren spielinternen Benchmarks keinen minimale Ein-%-FPS-Wert anzeigen. Wir sehen insgesamt eindeutig, dass die minimalen FPS-Werte deutlich vom Ryzen 7 9700X profitieren - das Plus fällt dabei auch immer klar aus: Die kleinsten Zugewinne gab es bei Anno 1800 und The Last of Us Part 1 (23 bis 28 % bei WQHD) sowie Dragon Age: Veilguard (30 %).
Im Schnitt waren es je nach Grafikmodus 53 bis 72 %, und zwar genau wie auch bei den Durchschnitts-FPS-Werten, mit absinkenden Vorteilen bei steigenden Grafikanforderungen. Das Zugewinn-Niveau bei den ein % minimalen FPS liegt im Durchschnitt aber über dem der durchschnittlichen FPS-Werte. Die folgende Grafik verdeutlicht dies:
Quelle: Antonio Funes
FPS-Gewinn Schnitt und Min
Das Fazit ist eindeutig, zumindest was unsere Auswahl mit 11 Games betrifft. Der Ryzen 7 9700X bringt in vielen Spielen merkbar mehr Durchschnitts-FPS, und vor allem bei den minimalen FPS-Werten bringt er deutlich mehr Leistung und damit einhergehend mehr Stabilität und ein angenehmeres Spielgefühl.
Bei acht der elf Spiele lagen die durchschnittlichen FPS-Werte mit dem Ryzen 7 5700X bei maximalen Details in WQHD bei etwa 45 bis 65, bei drei Titeln (Assassin's Creed: Valhalla, Unkown 9: Awakening und Dragon Age: Veilguard) waren es 92 bis 133 FPS. Man kann grob sagen: Je geringer die Ausgangs-FPS, desto höher war der relative Leistungszugewinn durch den Ryzen 7 9700X.
Kurzer Blick auf Spielstand-Ladezeiten
Ein weiterer Vorteil sind mögliche schnellere Ladezeiten von Spielständen. Wir haben zwar nur bei drei Spielen (Anno 1800, Frostpunk 2 sowie Sid Meier's Civilization V) die Unterschiede gemessen, wobei wir die gleiche SSD, aber eine frische Windows-Installation verwendeten. Bei allen drei Games maßen wir aber ziemlich genau eine Zeitersparnis von 33 %.
Auch in anderen Spielen haben wir zumindest das Gefühl gehabt, dem Ladebildschirm schneller Adieu sagen zu können. Wir weisen hier trotzdem darauf hin, dass wir nur drei zufällig ausgewählte Spiele verwendet haben - die Zeitersparnis kann bei anderen Titeln anders ausfallen. Die nächste Seite behandelt noch die Anwendungsleistung und zieht ein Preis-Leistungs-Fazit.
