PC-Stromkosten: Netzteil-Wahl und Effizienz-Fragen
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Die Energiepreise steigen und steigen - ein guter Grund, sich genauer anzusehen, was der heimische PC an Strom verbraucht. Wir klären, wie viel sich beim Strombedarf durch die Wahl der Grafikkarte ändert, aber auch, wie man die Stromkosten des PCs selbst berechnen kann. Neben Beispielrechnungen gehen wir noch auf Netzteile ein und bieten eine Marktübersicht zu Netzteilen.
Welches Netzteil für einen PC?
Der Strombedarf eines PCs hängt vor allem vom Prozessor und der Grafikkarte ab. Ohne besondere Last wie zum Beispiel beim Internetsurfen oder Videoschauen sind sich PCs allerdings recht ähnlich beim Verbrauch. Bei Last zeigt sich dann, was dem Netzteil abverlangt werden kann. Was manch einer befürchtet ist, dass ein PC, der ein 600 Watt-Netzteil hat, sich wirklich und auch dauerhaft 600 Watt genehmigt. Das ist aber nicht der Fall. Nur in wenigen Szenarien sind sowohl die CPU als auch die Grafikkarte, wie schon geschildert, unter voller Last - diesen Wert, der bei voller Last anfällt, nimmt man dann als Anhaltspunkt und wählt ein Netzteil, das abermals ein wenig mehr Watt liefern könnte. Hierbei gilt wiederum: Bei guten Markennetzteilen reicht es sogar oftmals aus, wenn der Nennwert etwas niedriger als das ist, was der PC maximal verbrauchen kann. Denn gute Markennetzteile mit beispielsweise 600 Watt können für kurze Zeit - und eine volle Last bei CPU und Grafikkarte findet in der Praxis so gut wie nie über längere Zeit an - problemlos auch 50 bis 100 Watt mehr liefern. Die 600 Watt, die ein Hersteller angibt, beziehen sich dann auf einen Dauerbetrieb des Netzteils. Trotzdem geht man mit 50 Watt mehr Nennleistung als das, was der PC theoretisch bei aboluster Volllast verbrauchen kann, auf Nummer Sicher.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Stromkosten: Steigende Strompreise und Grafikkarten-Strombedarf
- Seite 2 PC-Stromkosten: CPU-Strombedarf und Berechnung der PC-Stromkosten
- Seite 3 PC-Stromkosten: Stromkosten genau berechnen und Beispielrechnungen
- Seite 4 PC-Stromkosten: Netzteil-Wahl und Effizienz-Fragen
- Seite 5 PC-Stromkosten: Kosten sparen mit gutem Netzteil und Marktübersicht Netzteile
- Seite 6 Bildergalerie
Bei preiswerten Netzteilen kann es wiederum umgekehrt sein: Ein billiges 500 Watt-Netzteil liefert die 500 Watt manchmal nur in der Theorie, wenn man alle Werte addiert, die die einzelnen Leitungen (3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt) zur Verfügung stellen können. Werden aber wirklich 500 Watt verlangt, kommt so ein Netzteil vielleicht nur auf 450 Watt - im schlimmsten Falle geht dann der PC ohne Vorwarnung aus. Wenn ihr bei den zuvor von uns genannten Verbrauchswerten für CPU- und Grafikkarten-Kombinationen einfach etwa 50 Watt addiert und dann zu einem Markenmodell greift, das als Faustregel pro 100 Watt Nennleistung ab etwa 10 Euro kostet, seid ihr auf der sicheren Seite. Euer PC benötigt mutmaßlich bis zu 450 Watt? Ein Markennetzteil ab 50 Euro und ab 500 Watt wird dann ausreichen.
Mit Effizienz Geld sparen?
Für Netzteile gibt es Effizienz-Werte, die von den Herstellern angegeben werden, sowie auch Label, um die Effizienz zu bestätigen. Die Effizienz sagt vereinfacht gesagt aus, wie viel des vom Netzteil aus der Steckdose gezogenen Stroms auch wirklich im PC ankommt. Denn ein Netzteil nimmt sich beispielsweise 500 Watt aus der Steckdose, von denen aber ein Teil beim Umwandeln des Stroms in die für den PC nötigen Werte 3,3 Volt, 5 Volt und 12 Volt verloren geht. Die Umwandlung benötigt schließlich auch Energie. Wenn man weiß, was das aktuelle Netzteil aus der Steckdose zieht, kann man umrechnen, wie sich dies durch ein neues Netzteil verändert. Sind es zum Beispiel 460 Watt mit dem aktuellen Netzteil, das wiederum eine Effizienz von 85 Prozent hat, rechnet man 460 Watt mal 85 Prozent beziehungsweise mal 0,85. Dies ergibt 391 Watt - dies ist das, was der PC wirklich an Strom benötigt.
Sucht man nun ein neues Netzteil und hat die Wahl zwischen erneut 85 Prozent Effizienz oder für einen Aufpreis beispielsweise 90 Prozent, stellt sich die Frage, ob sich das bessere Netzteil rentiert. Hierfür teilt man die zuvor berechneten 391 Watt durch die bessere Effizienz von 90 Prozent, also durch 0,9. Es ergibt sich ein Wert von gut 434 Watt - mit 85 Prozent wie beim alten Netzteil waren es ja 460 Watt. Das bessere Netzteil sorgt also für einen Strombedarfsvorteil von 16 Watt. Ob sich der Kauf dann lohnt, hängt am Ende davon ab, wie lange man im Schnitt pro Tag eine solche Last am PC hat, wie teuer das neue Netzteil ist und wie lange man es nutzen will. Würde man jeden Tag zwei Stunden den Vorteil von 16 Watt genießen, dies über 6 Jahre und bei einem Strompreis von 33 Cent pro KWh, dann sind es am Ende der 6 Jahre etwas mehr als 23 Euro Ersparnis. Sollte das bessere Netzteil also nicht viel mehr Aufpreis als 25 Euro kosten, ist es durchaus zu empfehlen. Auf der nächsten Seite haben wir noch eine Marktübersicht mit Netzteilen vorbereitet - dort findet ihr auch eine Grafik, die euch an vier Beispiel-Szenarien zeigt, wie sich die Ersparnis pro Jahr mit der Effizienz eines Netzteils verändern kann.
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