PC-Stromkosten: CPU-Strombedarf und Berechnung der PC-Stromkosten
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Die Energiepreise steigen und steigen - ein guter Grund, sich genauer anzusehen, was der heimische PC an Strom verbraucht. Wir klären, wie viel sich beim Strombedarf durch die Wahl der Grafikkarte ändert, aber auch, wie man die Stromkosten des PCs selbst berechnen kann. Neben Beispielrechnungen gehen wir noch auf Netzteile ein und bieten eine Marktübersicht zu Netzteilen.
Prozessoren und der Strombedarf eines PCs
Bei CPUs wird es ein wenig komplizierter als bei Grafikkarten. In vielen Tests wird entweder lediglich eine Office-Last simuliert oder aber gleich eine volle Last bei allen Kernen gemessen. Selbst modernste Games nutzen aber an sich nie die volle Power einer aktuellen CPU. Daher kann es sein, dass eine CPU mit beispielsweise acht Kernen bei Volllast-Tests merkbar mehr Strom benötigt als eine Sechs-Kern-CPU derselben Prozessor-Familie. In Games aber liegen die Werte am Ende möglicherweise sehr nah beieinander. Bei absoluter Volllast kann die Top-CPU Core i9-12900K von Intel beziehungsweise genauer gesagt ein mit dieser CPU bestückter CPU beispielsweise 350 Watt ziehen - dies kann auch bei Dingen wie etwa dem Entpacken von Dateiarchiven oder Video-Berechnungen vorkommen. Wäre dann noch eine stromhungrige Grafikkarte gleichzeitig ebenfalls bei Volllast, sind also bis zu 800 Watt möglich. In Spielen wird ein PC mit dem Core i9-12900K aber (wenn man die Grafikkarte herausrechnet) keine 350 Watt, sondern im Schnitt eher nur 120 Watt, bei den Maximalwerten vielleicht auch mal 150 Watt benötigen.
In diesem Artikel
- Seite 1 PC-Stromkosten: Steigende Strompreise und Grafikkarten-Strombedarf
- Seite 2 PC-Stromkosten: CPU-Strombedarf und Berechnung der PC-Stromkosten
- Seite 3 PC-Stromkosten: Stromkosten genau berechnen und Beispielrechnungen
- Seite 4 PC-Stromkosten: Netzteil-Wahl und Effizienz-Fragen
- Seite 5 PC-Stromkosten: Kosten sparen mit gutem Netzteil und Marktübersicht Netzteile
- Seite 6 Bildergalerie
Inklusive einer sehr stromhungrigen Grafikkarte sind es dann also doch "nur" noch 650 Watt - mit einer soliden Mittelklasse-Grafikkarte eher nur 400 Watt. Da die Prozessoren untereinander zu unterschiedlich sind und es auch zu wenig statistisch wirklich gut verwertbare Daten mit Strommessungen über viele verschiedene CPU-Modelle hinweg gibt, verzichten wir auf eine grafische Übersicht. Für Gaming kann man aber beim Verbrauch eines PCs, der einen modernen Intel Core i5, i7 oder i7 oder auch AMD Ryzen der 5000er-Serie nutzt, mit etwa 100 bis 200 Watt rechnen - plus natürlich noch die Grafikkarte. Für normale Tätigkeiten abseits von Gaming sind es im Schnitt um die 90 bis 100 Watt, wenn man es vorsichtigerweise eher etwas höher als zu niedrig ansetzt.
Stromkosten des PCs schätzen
Um die Kosten pro Jahr abzuschätzen, solltet ihr zuerst überlegen, wie viele Stunden ihr im Durchschnitt pro Tag den PC nutzt und wie hoch dabei der Anteil an Gaming ist. Bedenkt dabei, dass ihr vielleicht am Wochenende mehr spielt als unter der Woche und im Winter vielleicht mehr als im Sommer - rechnet dies dann mit ein, um auf einen realistischen Wert für die Spiel-Stunden pro Tag und Office-Stunden pro Tag zu kommen. Es sollte wirklich ein Wert dabei herauskommen, der zeigt, wie viele Stunden es jeden Tag im Jahr im Durchschnitt sind. Wenn ihr zum Beispiel typische Wochenend-Zocker seid und Samstag sowie Sonntag auf 7 Stunden Gaming kommt, unter der Woche aber nie spielt, sind es trotzdem im Schnitt pro Tag 2 Stunden, da ihr ja pro Woche 14 Stunden spielt und die Woche 7 Tage hat.
Nun benötigt ihr den Strombedarf des PCs bei Gaming-Last sowie einen weiten Wert für den Verbrauch bei anderen Tätigkeiten mit wenig Last, was wir ab hier "Office" oder "Office-Last" nennen. Den Wert könnt ihr euch herleiten, indem ihr euch an unseren vorigen Angaben orientiert. Wir hatten ja typische Verbrauchswerte für Grafikkarten genannt und auch angegeben, was ein PC ohne Grafikkarte bei Gaminglast und Office-Last verbraucht - nehmt am besten für Office einen Wert von 100 Watt und beim Gaming als Anhaltspunkt 150 Watt plus den Bedarf der Grafikkarte. Die Basisformel für die Jahreskosten lautet:
Jahres-Stromkosten = 365 * 0,001 * SP * (GS * GW + OS * OW) oder auch 0,365 * SP * (GS * GW + OS * OW)
SP steht für den Strompreis pro KWh in Euro, GS und OS steht für eure durchschnittliche Stundenanzahl für Gaming und Office pro Tag, GW und OS für den Watt-Bedarf des PCs bei Gaming beziehungsweise Office. Auf der nächsten Seite haben wir einige Beispielrechnungen grafisch umgesetzt und erklären euch auch, wie ihr den Strombedarf eures vorhandenen PC sehr genauer als über einige von uns genannte Watt-Werte ermitteln könnt.
- Seite 1 PC-Stromkosten: Steigende Strompreise und Grafikkarten-Strombedarf
- Seite 2 PC-Stromkosten: CPU-Strombedarf und Berechnung der PC-Stromkosten
- Seite 3 PC-Stromkosten: Stromkosten genau berechnen und Beispielrechnungen
- Seite 4 PC-Stromkosten: Netzteil-Wahl und Effizienz-Fragen
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