Grafikkarten: AMD Radeon RX 5600 XT
Special
In unserem Special zu Grafikkarten geben wir Grundlagen-Tipps für den Kauf, schauen aber auch auf die neue AMD Radeon RX 5600 XT, bei der sich seit ihrem Release eine neue Situation ergeben hat. Außerdem ordnen wie die aktuellen Grafikkarten-Serien für eine Kaufberatung ein und haben 52 Custom-Grafikkarten von 130 bis 800 Euro als Kauftipps für euch herausgesucht.
AMD Radeon RX 5600 XT: Neue Testergebnisse
Vor etwa 10 Tagen kam mit der AMD Radeon RX 5600 XT eine neue Grafikkarte auf den Markt, die mit Preisen ab knapp 300 Euro sehr nah an der ab 320 Euro erhältlichen Radeon RX 5700 XT liegt. Da letztere Grafikkarte in ersten Tests der RX 5600 XT aber bei der Leistung gute 15 bis teilweise auch 20 Prozent höher liegt (und das bei einem Preis-Aufschlag von unter 10 Prozent), fielen die Meinungen von Hardware-Magazinen und -Websites zur neuen RX 5600 XT eher mäßig aus.
In diesem Artikel
- Seite 1 Grafikkarten: Custom-Modelle und Taktwerte
- Seite 2 Grafikkarten: Kühlergröße und RGB-Beleuchtung
- Seite 3 Grafikkarten: AMD Radeon RX 5600 XT
- Seite 4 Grafikkarten: Kaufberatung mit Preisbereich bis 300 Euro
- Seite 5 Grafikkarten: Kaufberatung mit Preisbereich von 300 bis 800 Euro
- Seite 6 Bildergalerie
Im Vergleich zu Nvidia stand AMDs 300-Euro-Grafikkarte auch nicht so gut schlecht da: sie kam in einigen Tests zwar bis auf etwa zwei Prozent an die Nvidia GeForce RTX 2060 (ab 300 Euro im Handel) heran, im Leistungsindex der PC Games Hardware beträgt der Abstand aber acht Prozent. Sie verbraucht dabei allerdings etwas weniger Strom als Nvidias Grafikkarte. Die AMD Radeon RX 5600 XT benötigt zudem auch etwa 20 Prozent weniger Strom als ihre große Schwester.
Quelle: AMD
PowerColor Radeon RX 5600 XT Red Dragon
In den letzten 10 Tagen hat sich aber einiges geändert, was unsere Kollegen der PC Games Hardware auch in ihrem erst am 29. Januar aktualisierten Artikel detailliert beschreiben und als "Chaos" bezeichnen. Denn die AMD Radeon RX 5600 XT hat je nach dem, welche BIOS-Version verwendet wird, Leistungsvorteile im Vergleich zur Release-Version. Wer also ein Modell mit einem aktuellen BIOS sichtet, muss sich im Klaren sein, dass er wohl doch eine Grafikkarte mit einem mehr als ordentlichen Preis-Leistungs-Verhältnis vor sich hat. Das verwirrende bei der Sache ist, dass im Gegensatz zu anderen Grafikkartenserien nicht nur der GPU-Takt das Rädchen ist, an dem die Partnerhersteller drehen, um ihre Modelle schneller als die Referenz-Grafikkarte von AMD zu machen, sondern dass AMD die Rahmenbedingungen für den Strombedarf nach oben hin gelockert hat. Dies ermöglicht zum einen höhere Taktwerte als zum Release, zum anderen kann das RAM mit 14 GT/s statt 12 GT/s betrieben werden. Zwar benötigt man dazu auch passende RAM-Module, aber offenbar liefert AMD ohnehin die 14 GT/s-Versionen an seine Partnerhersteller aus, da es sich kostenseitig gar nicht lohnt, 12 GT/s-Module separat zu besorgen und die Verteilung an die Hersteller zu verwalten. Allerdings weiß man beim Kauf leider in der Regel nicht, ob die Grafikkarte bereits eine BIOS-Version mit einem Leistungsschub besitzt oder nicht. In letzterem Fall kann man zum Teil auch selbst eine neuere Version der Firmware aufspielen.
Doch wie sieht die Leistung der AMD Radeon RX 5600 XT genau aus? In der Release-Version leistet sie wie gesagt fast so viel eine Nvidia GeForce RTX 2060, aber 15 Prozent weniger als eine AMD Radeon RX 5700. Mit einem schnelleren BIOS verkürzt sich der Abstand natürlich. Eine Einordnung in unsere auf der nächsten Seite folgenden Grafikkarten-Kaufberatung ist also schwer - wir werden aber trotzdem einige Modelle der Radeon RX 5600 XT in unsere Übersicht aufnehmen.
