Alternativen zu Grafikkarten: Aufrüstkits mit CPU, Mainboard und RAM
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Grafikkarten sind aktuell praktisch nicht zu bekommen. Manch einer wird aber auf eine neue Grafikkarte gespart oder zu Weihnachten Geld für eine Grafikkarte geschenkt bekommen haben. Wir haben daher viele Produkte für Gaming-PCs herausgesucht, für ihr das Geld ebenfalls gut anlegen könntet - es geht um Aufrüstkits (CPU, Mainboard und RAM), SSDs, Monitore und mehr.
Aufrüstkits: CPU, Mainboard und RAM
Unser abschließendes Thema sind Aufrüst-Kits bestehend aus CPU, Mainboard und RAM. Denn eine neue CPU kann durchaus einen Schub in Games bringen. Natürlich bremst eine ältere Grafikkarte diesen Effekt aus, aber in vielen Spielen sind 20 Prozent und mehr Leistungszuwachs drin, wenn man eine CPU, die älter als fünf Jahre ist, durch eine neue CPU ersetzt, die mindestens genauso viele Kerne beziehungsweise Threads bietet - vorausgesetzt die vorhandene Grafikkarte ist noch gut genug, um auch mit der alten CPU zusammen ein modernes Spiel noch ordentlich darstellen zu können.
In diesem Artikel
- Seite 1 Alternativen zu Grafikkarten: Grafikkarten ausverkauft; Mäuse und Tastaturen
- Seite 2 Alternativen zu Grafikkarten: SSDs und Kopfhörer
- Seite 3 Alternativen zu Grafikkarten:Lautsprecher und Monitore
- Seite 4 Alternativen zu Grafikkarten: Aufrüstkits mit CPU, Mainboard und RAM
- Seite 5 Bildergalerie
Doch welche CPU soll man kaufen? Welches Mainboard? Bei Prozessoren und Mainboards gibt es unzählige Kombinationsmöglichkeiten. Empfehlenswert ist aktuell der Intel Sockel 1200 - für einen guten Spiele-PC kommen vier Modelle in Frage: der Core i5-10400F, i5-10600KF, i7-10700F und i7-10700KF. Die F-Versionen sind CPUs ohne eigene Grafikeinheit und oftmals etwas günstiger als die Non-F-Versionen. Dazu noch mehrere passende Chipsätze wie den Z490, B460 und H470. Nehmen wir bei den in Frage kommenden Mainboards einen Preisbereich von 60 bis 200 Euro an und unterteilen dies in vier Preisklassen. Dann gibt es schon 16 Kombinationen aus CPU und Mainboards, die wir hier einzeln nennen könnten. Da dies zu viel für eine detaillierte Aufführung wäre, selbst wenn wir pro Preisklasse nur ein Mainboard heraussuchen, haben wir eine Tabelle erstellt. In der Tabelle seht ihr, wie viel die jeweilige Kombination aus einem Beispiel-Mainboard und einer der vier Sockel 1200-CPUs kostet:
| CPU/Mainboard | Gigabyte B460M DS3H (80€) | MSI MAG B460 Torpedo (100€) | Asus TUF Gaming H470-Pro (130€) | Gigabyte Z490 Gaming X (160€) |
|---|---|---|---|---|
| Core i5-10400F (6x 2,9-4,3 GHz, 145€) | 225 Euro | 245 Euro | 275 Euro | 305 Euro |
| Core i5-10600KF (6x 4,1-4,8 GHz, 220€) | 300 Euro | 320 Euro | 350 Euro | 380 Euro |
| Core i7-10700F (8x 2,9-4,8 GHz, 300€) | 380 Euro | 400 Euro | 430 Euro | 460 Euro |
| Core i7-10700KF (8x 3,8-5,1 GHz, 350€) | 430 Euro | 450 Euro | 480 Euro | 510 Euro |
Die vier Mainboardmodelle sind nur Stellvertreter für eine der vier Preisklassen, in denen es noch viele gute Alternativen gibt. Mehr als 140 bis 150 Euro sollte man nur dann ausgeben, wenn man übertakten will.
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Z490 Gaming X
Erfolgreich übertakten kann man wiederum auch dann nur mit einer der beiden K-CPUs - dies solltet ihr beachten. Das teuerste herausgesuchte Mainboard kostet 160 Euro - Ambitionierte Übertakter können aber auch weit mehr ausgeben.
RAM und AMD
Doch was ist mit dem Arbeitsspeicher? Die Sockel 1200-CPUs bieten intern eine Anbindung von 2666 oder 2933 MHz. Beim RAM gibt es wiederum nur sehr geringe Preisunterschiede zwischen DDR4-3000 oder DDR4-3200-RAM im Vergleich zu den langsameren Varianten. Insofern könnt ihr auch direkt auf DDR4-3000 oder DDR4-3200 setzen, Übertakter auch auf höhere Taktwerte - die Auswahl ist groß, aber ein Set aus je zwei Riegeln mit 8GB, also insgesamt 16GB, gibt es ab 60 Euro, zum Beispiel das G.Skill Aegis DDR4-3000-Kit (CL16) für 65 Euro. Bei 32GB bestehend aus zwei 16GB-Riegel sind es ab 115 Euro wie beispielsweise das Kingston HyperX Fury DDR4-3000 (CL16) für 120 Euro. Rechnet den Preis für 16GB oder 32GB zu einem der Kits aus der Tabelle einfach dazu, um den Gesamtpreis eures Aufrüst-Kits zu ermitteln.
Auch für AMD haben wir eine Tabelle erstellt - für das RAM gilt, dass ihr am besten direkt DDR4-3200 nehmen solltet. Die AMD-CPUs sind eigentlich in Sachen Preis-Leistung aktuell den Intel 1200er-Modellen unterlegen, aber dafür lassen sie sich prinzipiell mit jedem Mainboard übertakten, weswegen wir trotzdem dem Ryzen 5 3600 und Ryzen 7 3700X als Tipps verwende - bei Intel muss man ja zwangsweise die teureren K-Versionen von CPUs und ein Z490-Mainboard nehmen. Ein teureres Mainboard bietet auch bei AMD beim Übertakten freilich in der Regel mehr Optionen. Die neuen Ryzen 5000er-CPUs sind übrigens lange Zeit ebenfalls kaum zu haben gewesen - langsam entspannt sich die Situation, aber aktuell sind die Modelle wie der Ryzen 5 5600X noch etwas zu teuer - er ist zwar in Spielen sogar teils einem Intel Core i7-10700K überlegen, kostet aber aktuell mehr als die Intel-CPU.
| CPU/Mainboard | ASRock B450M Pro4 (75€) | Asus TUF B450-Plus Gaming (105€) | MSI MPG B550 Gaming Plus (145€) | Gigabyte B550 Aorus Pro (175€) |
|---|---|---|---|---|
| AMD Ryzen 5 3600 (6x 3,6-4,2 GHz, 190€) | 265 Euro | 295 Euro | 335 Euro | 365 Euro |
| AMD Ryzen 7 3800X (8x 3,9-4,5 GHz, 310€) | 385 Euro | 415 Euro | 455 Euro | 485 Euro |
