Grafikkarten-Kaufberatung: Preis-Leistungs-Analyse, Tipps zum Kauf mit Netzteilen
Special
In unserem Special gibt es einige Wissenstipps rund um Grafikkarten sowie zwecks Kaufberatung eine aktuelle Leistungs- und Preis-Leistungs-Übersicht.
Grafikkarten: Preis-Leistung Stand 12. Juli 2024
Unsere Preis-Leistungs-Analyse basiert auf den aktuellen Preisen der zwei bis vier jeweils günstigsten Modelle pro Grafikkartenbaureihe. Diesen Preis teilen wir durch den Leistungswert der vorigen Seite, sodass pro Grafikkartenreihe ein PL-Wert (Preis-Leistungs-Wert) entsteht.
Wir wollen den PL-Wert als Balken zusammen mit dem Balken für den Leistungswert in unsere Preis-Leistungs-Grafik einbauen. Da die PL-Werte in einem Wertebereich zwischen sechs und zwölf liegen, multiplizieren wir die Werte mit zehn. An den Relationen und somit dem Preis-Leistungs-Verhältnis zwischen den Grafikkarten ändert dies nichts - es gilt, dass ein kleinerer Preis-Leistungs-Wert besser ist.
Durch Preisänderungen und Angebote in den Shops können sich die PL-Werte natürlich auch verändern, und falls ihr euch ein vergleichsweise teures Modell aus einer Baureihe heraussucht oder auch falls euer Händler einfach nur teurere Preise hat, entsteht für dieses Modell natürlich ein schlechterer PL-Wert. Aktuell sieht das Preis-Leistungs-Gefüge bei Grafikkarten wie folgt aus:
Quelle: Antonio Funes
Grafikkarten Preis-Leistung
Ihr könnt an unserer Grafik sehr einfach ablesen, welche Grafikkartenreihen für euer Budget besonders gut abschneiden und zum Kauf infrage kommen. Wir ordnen aber trotzdem an dieser Stelle alles ein wenig für euch ein: AMD steht im Schnitt besser als Nvidia da. Trotzdem sind einige Nvidia-Grafikkarten sehr nah an den AMD-Konkurrenten dran.
Einen Bogen machen solltet ihr aber um die 16GB-Version der Nvidia GeForce RTX 4060 Ti. Ebenso sind alle Reihen ab der RTX 4070 Ti aufwärts nur für eingefleischte Nvidia-Fans oder Gamer, die extrem viel Wert auf Raytracing legen, eine Option. Die RTX 4090 ist allenfalls für Profi-Nutzer interessant, oder für Spieler mit einem Goldesel im Garten.
Die RTX 4070 scheint ebenfalls abgeschlagen zu sein, aber es kann durchaus passieren, dass ihr ein Modell für nur 500 Euro erspäht - in dem Fall wäre sie dann beim PL-Wert mit der AMD Radeon RX 7800 XT fast gleichauf, sodass sie in unserer gleich folgenden Top 11-Liste bleiben wird.
Auf Seiten von AMD wollen wir die RX 7600 XT als Verlierer brandmarken: Sie bietet für 60 Euro Aufpreis kaum mehr Leistung als die normale RX 7600, und die nur 40 Euro teurere RTX 4060 Ti (8 GB) ist direkt 12 Prozent schneller. Klammern wir die Verlierer aus, kommen wir zu folgenden 11 Empfehlungen:
Quelle: Antonio Funes
11 Grafikkartenempfehlungen
Ganz knapp mit drin in unserer Grafikkarten-Elf bleiben die GeForce RTX 4060 Ti 8 GB (die 24 Prozent schnellere RX 7700 XT kostet nur 40 Euro mehr) und die AMD Radeon RX 7900 XTX. Letztere hat zwar eigentlich einen schwachen PL-Wert, ist aber die einzige noch vertretbare Option für High-End-Gaming oberhalb der RX 7900 XT.
Kauftipps zusammengefasst inklusive Netzteil-Hinweis
Um ein für euch passendes Modell zu finden, empfehlen wir euch auch unsere Grafikkartenangebote, die wir als News mit dem Titel "Grafikkarten kaufen" immer dienstags und freitags zwischen 13 und 17 Uhr veröffentlichen. Darin findet ihr jeweils mehrere Dutzend gute Grafikkartenangebote mit Links zu unseren Partner-Shops, derzeit mit Grafikkarten zwischen etwa 200 und 1050 Euro.
Neben eurem Budget spielen dabei, wie schon erklärt, die Länge sowie das Kühler-Design eine Rolle. Beim Netzteil reicht übrigens so gut wie immer ein Modell mit einem deutlich kleineren Leistungswert als dem, den der Grafikkartenhersteller empfiehlt - sofern ihr ein Markennetzteil verwendet und keine extrem stromfressende CPU habt.
Denn die Grafikkartenhersteller übertreiben beim nötigen Netzteil-Nennwert bewusst. Dies liegt daran, dass einige günstige Netzteile ihre Nennleistung nicht stabil erreichen. Da, wo ein Markennetzteil mit 500 Watt völlig ausreicht, kann ein No-name-Modell mit 550 Watt scheitern - also empfiehlt der Grafikkartenhersteller lieber direkt 650 Watt.
