In unserem Special gibt es einige Wissenstipps rund um Grafikkarten sowie zwecks Kaufberatung eine aktuelle Leistungs- und Preis-Leistungs-Übersicht.
Eine neue Grafikkarte kann euch in Spielen deutlich mehr FPS, also Bilder pro Sekunde bringen oder es euch auch ermöglichen, bei höheren Detailstufen oder Auflösungen zu spielen. Im besten Falle genießt ihr alle drei möglichen Vorteile, falls eure aktuelle Grafikkarte in die Jahre gekommen ist und ihr einen halbwegs aktuellen Prozessor als Basis besitzt.
Wir geben euch in unserem Special einige allgemeine Wissenstipps rund um Grafikkarten, schauen uns aber auch die Leistung und das Preis-Leistungs-Verhältnis von aktuellen Grafikkarten von 200 bis 1750 Euro genauer an. Wer sich mit Grafikkarten auskennt, kann direkt zu unserer Leistungs- und Preis-Leistungs-Übersicht wechseln.
Für unsere anderen Leser geben wir noch einige allgemeine Tipps und starten mit dem Unterschied zwischen Grafikkartenreihe und Grafikkartenmodell.
Reihe versus Modell
Mit einer Grafikkartenreihe meinen wir eine ganze Baureihe - aktuell verwendet AMD 7000er-Namen, Nvidia hingegen 4000er-Namen. Beispiele sind die AMD Radeon RX 7800 XT oder die Nvidia GeForce RTX 4070 Super. Pro Baureihe gibt es wiederum zahlreiche verschiedene Modellvarianten, die von den Partnerherstellern von AMD und Nvidia produziert und vermarktet werden.
Dabei halten sich die Partner sehr eng an einen Referenzbauplan für die jeweilige Baureihe und verwenden vorgegebene Chips, allen voran eine genau spezifizierte GPU (Grafik-Hauptprozessor). Auch bei RAM-Art und -Menge halten sich die Partner an den Referenzbauplan.
Den Namen Referenzbaureihe findet ihr immer im Modellnamen - Beispiele für die beiden anfangs schon genannten Reihen sind die PowerColor Hellhound Radeon RX 7800 XT und die Zotac GeForce RTX 4070 Super Twin Edge.
Je nach Modellvariante kann es bezüglich der Positionierung der Bauteile und Chips designseitig kleine Anpassungen geben - auf die Leistung hat dies aber keinen Einfluss. Jedes Modell aus derselben Baureihe ist also prinzipiell gleich schnell, egal von welchem Partnerhersteller das Modell stammt.
Quelle: ASRock
Eine AMD Radeon RX 7600 von ASRock im weißen Steel Legend-Design
Custom-Modelle mit Kühler-Variationen
Das Wörtchen "prinzipiell" deutet schon an: Es gibt Abweichungen. Denn die Partnerhersteller bieten meistens pro Baureihe gleich mehrere Modelle an, die sich zwar an alle wichtigen Baureihen-Vorgaben halten. Einzelne Modelle können aber ab Werk einen GPU-Takt haben, der höher als der Takt ist, den AMD oder Nvidia für den Referenzbauplan vorgeben.
Diese übertakteten Modelle (kurz auch OC) sind dann also ein wenig schneller als die Modelle mit Standardtakt, wobei wir hier in aller Regel von deutlich weniger als 5 Prozent Zusatztakt sprechen. Unter anderem damit solche OC-Grafikkarten trotz der Übertaktung kühl bleiben, entwickeln die Partner eigene Kühllösungen.
Hierbei spricht man dann von Custom-Modellen, um diese von Modellen zu unterscheiden, die sich zu 100 Prozent an die Referenz halten (inklusive einer meist eher nur zweckmäßigen Kühlung von AMD oder Nvidia). Modelle mit Referenz-Kühlungen sind allerdings sehr selten geworden.
Neben übertakteten GPUs ist für die Partnerhersteller ein weiterer Grund für das Entwickeln eigener Kühllösungen, dass auch Modelle mit Standardtakt leise gekühlt werden können, oder eine relativ starke Grafikkarte als besonders kleines Modell angeboten werden kann, um auch in Mini-PCs Platz zu finden.
Hersteller wie MSI oder Gigabyte haben zum Beispiel von vielen Nvidia-Grafikkartenreihen jeweils 6 bis 10 Modelle im Portfolio, die auf meist mindestens zwei oder drei verschiedenen Kühlerkonzepten basieren. Auch die Optik der Grafikkarte kann beim Kauf natürlich eine Rolle spielen - es gibt beispielsweise auch in weiß gestaltete Custom-Modelle mit RGB-Beleuchtung wie die oben als Bild eingebettet ASRock-Grafikkarte.
