Core i-10000: Leistungsbewertung
SpecialDer Strombedarf hält sich trotz der Anmerkungen zur TDP auf der vorherigen Seite in Grenzen, sofern man nicht Anwendungen verwendet, die alle Kerne stark belasten. Der Strombedarf hält sich trotz der Anmerkungen zur TDP auf der vorherigen Seite in Grenzen, sofern man nicht Anwendungen verwendet, die alle Kerne stark belasten.
Core i-10000: Leistung und Preis-Leistung
Kommen wir nun zur Leistungseinschätzung, für die wir mehrere bereits veröffentlichte Fach-Tests statistisch zusammengefasst haben. Die Einschätzung ist also ein Durchschnitt aus mehreren Tests. Ähnlich wie bei Grafikkarten kann es auch bei CPUs vorkommen, dass das ein oder andere Spiel einer bestimmten Modell-Familie besser liegt. Wer also ein bestimmtes Game besonders intensiv spielt und sehr viel Wert darauf legt, ob eine CPU nun in dem Spiel 10 Prozent mehr oder weniger FPS liefert, sollte sich speziell rund um dieses Game informieren.
In diesem Artikel
Da AMD vor Release der neuen Sockel 1200-Prozessoren der klare Sieger war - siehe hierzu auch unsere kürzlich veröffentlichte CPU-Kaufberatung, in der wir die neuen Core 10000er-CPUs auch noch als Nachtrag mit in die Beratung hereinnehmen werden - wäre ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis für Intel wichtig in Sachen Konkurrenzkampf.
Quelle: MSI
MSI MAG Z490 Tomahawk
Intel hatte zwar schon im Vorfeld mit Modellen wie dem Core i7-9700K in Spielen ein wenig die Nase vorn hatte - allerdings eben nur ein klein wenig, und das trotz eines deutlich höheren Preises als die für Spiele empfehlenswerten AMD Ryzen-3000er-CPUs. Vor allem die AMD-CPUs Ryzen 5 3600 und 3600X für unter 200 Euro stechen dabei hervor, da ein Core i7-9700K für über 370 Euro und selbst der Core i9-9900K für über 500 Euro nur im Bereich von etwa 10 bis 15 Prozent schneller in Spielen agieren, was die durchschnittliche Leistung angeht. Wer besonders viele Threads benötigt, hatte von uns den Ryzen 7 3700X für 285 Euro als Kauftipp erhalten. Doch wie schlägt sich nun Comet Lake-S? Folgendes können wir stichpunktartig sagen:
- Der Core i5-10600K (KF-Version ab 280 Euro) liegt quasi auf dem gleichen Niveau wie ein Core i7-9700K (380 Euro). Auf einen Ryzen 7 3700X (285 Euro) hat er etwas mehr als fünf Prozent Vorsprung, auf einen Ryzen 5 3600 (170 Euro) sind es um die 10 bis 12 Prozent.
- Der Core i9-10900K (KF-Version ab 550 Euro) legt knapp 10 Prozent oben drauf, so dass der Abstand zum Ryzen 7 3700X auf 15 Prozent wächst, zum Ryzen 5 3600 sind es 20 Prozent.
- Zu den Core i7-Modellen gibt es noch zu wenig Tests für eine gute Einschätzung - die Leistung eines Core i7-10700K oder 10700KF (ab 415 Euro) dürfte aber angesichts von Kernen und Taktwerten zwischen den beiden gerade genannten CPUs liegen.
- Der Strombedarf hält sich trotz der Anmerkungen zur TDP auf der vorherigen Seite in Grenzen, sofern man nicht Anwendungen verwendet, die alle Kerne stark belasten. In Spielen ist vor allem der Core i5-10600K, dessen Angebot an Kernen und Threads für die nächsten Jahre ausreichen wird, kein Stromfresser.
Unser Fazit
In jedem Falle hat Intel es geschafft, gegenüber dem Sockel 1151 v2 eine Steigerung zu präsentieren, und das zu einem im Vergleich zu den 8000er- und 9000er-Modellen geringeren Preis.
Quelle: ASRock
ASRock Z490 PG Velocita
Der Core i5-10600K beziehungsweise 10600KF ist dabei durchaus ein Kauftipp, da er für unter 300 Euro die Leistung eines Core i7-9700K bietet und den nur wenig günstigeren Ryzen 7 3700X zumindest bei Spielen schlägt. Auch der Core i5-10600 ist einen Blick wert, zumal er im Gegensatz zu den beiden K-Brüdern derzeit schon im Handel zu haben ist (ab 245 Euro) und beim Boosttakt identisch ist, also im Schnitt ähnlich schnell sein dürfte. Trotzdem ist der Leistungsvorsprung auf einen Ryzen 5 3600 nicht groß, so dass AMD für preisbewusste Gamer immer noch eine gute Wahl ist beziehungsweise mit einem Blick auf die Mainboards in Sachen Preis-Leistung sogar noch klar die Nase vorne hat. Denn für den Sockel 1200 gibt es - dazu auch auf der nächsten Seite noch mehr - aktuell nur Mainboards mit dem Übertakter-Chipsatz Z490, bei denen es ab 140 Euro losgeht. Passende Ryzen-Mainboards kann man aber schon unter 100 Euro finden. Ebenso gilt für Nutzer, die Anwendungen betreiben, bei denen viele Kerne und Threads einen Vorteil darstellen, dass die AMD Ryzen 7 3000er-Modelle weiterhin eher zu empfehlen sind. Denn der im Vergleich zu einem Core i5-10600KF, ähnlich teure Ryzen 7 3700X kann gut 30 Prozent Leistung bei Anwendungen drauflegen, die mit dem üppigen Kern- und Thread-Angebot des Ryzen 7 etwas anfangen können (bei Spielen ist dies ja nicht der Fall). Mit einem Core i9-10900K kann man wiederum den Ryzen 7 3700X um mehr als 25 Prozent schlagen, bezahlt aber dafür auch fast das Doppelte.