Core i-10000: Technische Betrachtung

Special Antonio Funes
Core i-10000: Technische Betrachtung
Quelle: Intel

Der Strombedarf hält sich trotz der Anmerkungen zur TDP auf der vorherigen Seite in Grenzen, sofern man nicht Anwendungen verwendet, die alle Kerne stark belasten. Der Strombedarf hält sich trotz der Anmerkungen zur TDP auf der vorherigen Seite in Grenzen, sofern man nicht Anwendungen verwendet, die alle Kerne stark belasten.

Core i-10000: Technische Betrachtung

Im Vergleich zu den letzten CPUs der 8000er und 9000er-Serien für den Sockel 1151 v2 hat sich technisch gesehen nichts Weltbewegendes getan. Bemerkenswert und bereits aus unserer Modellübersicht zu erkennen ist aber, dass alle Core i-CPUs der 10000er-Serie SMT (Simultaneous Multithreading) bieten, egal ob Core i3, i5, i7 oder i9. Das heißt, dass jeder CPU-Kern zwei Threads verwalten kann. Aus einem Sechs-Kern-Prozessor wird praktisch eine 12-Kern-CPU. Zudem steigt das Kern-Maximum des Portfolios auf 10 (beim Sockel 1151 v2 waren es acht Kerne).

Bislang gab es SMT erst ab den Core i7-Modellen, und selbst dort fehlte es zum Teil wie zum Beispiel beim Core i7-9700(K). Da bereits die Core i3-Modelle der 10. Generation vier Kerne bieten, bieten also die neuen 10000er-Modellen mindestens acht Threads. Zum ersten Mal gibt es mit den Core i9-Modellen nun auch 10 Kerne (20 Threads) für einen als Mainstream klassifizierten Sockel. Bei der Fertigung setzt Intel auf 14nm wie schon bei den Sockel 1151 v2-CPUs. Die Änderungen sind eher im Detail zu sehen, unter anderem einer interessanten Tatsache. Denn die TDP der übertaktbaren K-Modelle steigt auf 125 Watt (beim Sockel 1151 v2 waren es noch 95 Watt).

Gigabyte Z490 Aorus Elite AC Quelle: Gigabyte Gigabyte Z490 Aorus Elite AC Die TDP beschreibt allgemein gesehen die maximal zu erwartende Abwärme in Watt gemessen und dient der Abschätzung für eine gute Kühlung - sie ist aber auch ein Indiz auf den Strombedarf, obgleich die TDP normalerweise nicht exakt den Strombedarf angibt. Dies leuchtet auch ein, wenn man sich CPUs mit identischer TDP und einer gleichen Anzahl an Kernen und Threads aus der gleichen Familie anschaut, die trotzdem völlig voneinander abweichende Taktwerte bieten. Im Falle der TDP bei den neuen Comet Lake-S-CPUs gibt die TDP aber in der Tat die erlaubte Leistungsaufnahme an, die eine CPU dauerhaft haben darf. Die gewünschte Dauerlast liegt für die K-Modelle bei den genannten 125 Watt - für einen gewissen Zeitraum sind bei den K-CPUs der Core i-10000-Prozessoren aber bis zu 250 Watt erlaubt, und zwar für 56 Sekunden. Beim Core i9-9900K waren es noch 119 Watt für lediglich 28 Sekunden. Intel scheint also Leistung mit Strombedarf zu erkaufen, will die CPUs aber nicht auf Dauer überfordern. Bei hoher CPU-Last, die auch noch mehrere Kerne betrifft, kann dies also bedeuten, dass die Leistung schwankt. Da Spiele in der Regel nur wenige Kerne benötigen und das dann auch selten mit einer Dauerbelastung, fällt die Problematik für Games vermutlich nicht so hoch ins Gewicht. Gut zu wissen ist dabei trotzdem, dass man je nach verwendetem Mainboard diese Zeitsperre auch umgehen und somit mehr dauerhafte Leistung aus den CPUs herausholen kann.

  1. Seite 1 Core i-10000: Einleitung und Modelle
  2. Seite 2 Core i-10000: Technische Betrachtung
  3. Seite 3 Core i-10000: Leistungsbewertung
  4. Seite 4 Core i-10000: Mainboards für den Sockel 1200
  • Print / Abo
    Apps
    PC Games 06/2026 PCGH Magazin 06/2026 play5 06/2026 N-Zone 06/2026 Linux Magazin 06/2026 LinuxUser 06/2026 Raspberry Pi Geek 07/2026
    PC Games PC Games Hardware Linux Magazin Raspberry Pi Geek Computec Kiosk