AMD Ryzen 9 7950X3D: Leistung und aktuelle Kauftipps plus Basiswissen zum CPU-Kauf

Special Antonio Funes
AMD Ryzen 9 7950X3D: Leistung und aktuelle Kauftipps plus Basiswissen zum CPU-Kauf
Quelle: AMD

Der neue Ryzen 9 7950X3D und sein kleiner Bruder Ryzen 9 7900X3D sind nun im Handel zu haben. Wir schauen uns deren Technik und Leistung genauer an - gibt es nun eine neue Top-Gaming-CPU? Diese Frage klären wir, zudem erklären wir euch viel Basiswissen, welches euch beim CPU-Kauf helfen soll, und nennen empfehlenswerte CPUs ab 110 Euro.

Seit Wochenmitte ist ein neuer AMD-Prozessor auf dem Markt, der wie schon der Ryzen 7 5800X3D einen leicht veränderten Aufbau hat, bei dem die Komponenten der CPU im wahrsten Sinne des Wortes dreidimensional kommunizieren können. Dies sorgt für einen kleinen Effizienzschub und den Namenszusatz 3D hinter dem X der Modellnummern beim schon genannten Ryzen 7 5800X3D (Sockel AM4) sowie der nun veröffentlichten neuen Sockel AM5-CPU Ryzen 9 7950X3D. Zudem gibt es auch noch den neuen Ryzen 9 7900X3D, zu dem es aber kaum Tests gibt. Zum Ryzen 9 7950X3D hingegen gibt es bereits einige Tests des Prozessors auch in Hinblick auf Games. Wir ordnen die Leistung der neuen CPU ein, versuchen dabei auch die Leistung des noch ungetesteten Ryzen 9 7900X3D herzuleiten. Natürlich empfehlen wir euch am Ende auch andere CPUs, und zwar aus allen Klassen schon ab 105 Euro. Denn wir haben alle relevanten Spiele-CPUs vom Core i3-12100F bis zum Ryzen 9 7950X3D einem aktuellen Preis-Leistung-Check unterzogen.

Sockel und CPU-Familien

Wir starten zuerst mit einigen Wissenstipps, die euch die Auswahl einer CPU erleichtern sollen. Das erste Thema sind die Sockel von oder besser gesagt für CPUs. Jede CPU hat auf der Unterseite etliche Pins zur Kommunikation mit dem Mainboard, die auch festlegen, auf welche Mainboards sie passt. Mainboards haben dazu einen Sockel als Halterung, in die die CPU eingelegt und dann fixiert wird.

Man spricht (wie auch beim Mainboard) davon, dass eine CPU einen Sockel "hat". Damit man nur CPUs einbaut, die rein technisch gesehen zum Mainboard passen, gibt es verschiedene Sockel, die gleichzeitig auch unterschiedlich viele Kontaktstellen für die CPU haben.

Rein mechanisch passen falsche CPUs nicht in ungeeignete Mainboards hinein, außer man wendet Gewalt an. Somit wäre selbst ein Fehlkauf noch kein Beinbruch.

Hier steckt ein Ryzen 7 2700X in einem Mainboard-Sockel. Quelle: Gigabyte Hier steckt ein Ryzen 7 2700X in einem Mainboard-Sockel. Hat man eine bestimmte CPU im Sinn, wählt man ein Mainboard aus, das denselben Sockeltyp hat. Auf Preisvergleich-Websites und In Shops sind CPUs und Mainboards entsprechend sortiert. Derzeit sind für Spiele-PCs die AMD-Sockel AM4 und AM5 sowie bei Intel die Sockel 1200 und 1700 das Maß aller Dinge.

Die empfehlenswerten Ryzen 5000-CPUs haben den Sockel AM4, die neueren 7000er-CPUs den Sockel AM5. Bei Intel sind die Core i-CPUs der 10000er- und 11000er-Familie für den Sockel 1200 für preisbewusste Spieler sowie die Core i-12000er- und -13000er-CPUs für den Sockel 1700 für etwas ambitioniertere Gamer geeignet.

Bei Intel gibt es wichtige Kürzel bei den CPUs: ein F steht dafür, dass die CPU keine IGP (interne Grafikeinheit) hat, zum Beispiel beim Core i5-11400F. Dies spielt bei Spiele-PCs keine Rolle, da man ja eine separate Grafikkarte verwendet. Außerdem steht K (sowie bei zwei Sondermodellen auch ein KS) für einen frei verstellbaren Multiplikator - nur diese Modelle sind sinnvoll übertaktbar.

Ein KF bedeutet also, dass es eine übertaktbare CPU ohne IGP ist. Ein Beispiel: der Core i7-12700K mit IGP und der Core i7-12700KF ohne IGP.

Mainboards und Chipsätze

Die Chipsätze von Mainboards sind Chips und Bauteile, die eine Art Basis-Ausstattung darstellen und gleichzeitig auch die Kompatibilität zu CPUs festlegen. Dabei gibt es jeden Chipsatz immer nur für einen bestimmten Sockeltyp.

Bei AMD Sockel AM4 sind dies die Chipsätze mit den Buchstaben A, B und X sowie 300er, 400er und 500er-Modellnummern wie der B550 oder X570. Der neuere Sockel AM5 hat bisher die vier Chipsätze B650, B650E, X670 und X670E. Bei Intel ist es ähnlich, weswegen Verwechslungsgefahr besteht und man umso mehr auf den Sockel achten solle.

Beim Sockel 1200 gibt es 400er- und 500er-Chipsätze, zum Beispiel B560 oder Z490. Beim Sockel 1700 sind es 600er und 700er-Chipsätze wie der H670, B660, Z690 oder Z790. Speziell bei Intel sind ausschließlich die Z-Chipsätze zum sinnvollen Übertakten von CPUs geeignet, wobei zusätzlich die CPU dann noch ein K-Modell sein muss. Generell gilt: Je höher die Modellnummern, desto neuer ist die Chipsatzfamilie.

  1. Seite 1 Prozessoren: Sockel, CPU-Familien und Mainboard-Chipsätze
  2. Seite 2 Basiswissen (Takt und Kerne) sowie Technik des 7950X3D
  3. Seite 3 AMD Ryzen 9 7950X3D: Technik und Leistung
  4. Seite 4 Gaming-CPUs: Preis-Leistung und aktuelle Kaufempfehlungen
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