Konsole vs. PC: Fazit, Mini-Gaming-PC-Vorschläge
Special
In unserem Special gehen wir die Vor- und Nachteile von Spielekonsolen und Gaming-PCs durch und bieten drei Mini-Gaming-PC-Vorschläge von 660 bis 1470 Euro
Fazit: Kein eindeutiger Sieger
Ob es besser oder lohnenswerter ist, einen PC oder eine Spielekonsole für Gaming zu verwenden, ist also am Ende nicht zweifelsfrei zu bewerten. Es gibt für beide Konzepte Vor- und Nachteile, und einige Dinge sind auch eher Geschmackssache. Manch einer schwört allein schon deswegen auf einen PC, da er es liebt, den PC immer wieder einmal aufzurüsten oder sich einen neuen PC selbst zusammenzubauen. Andere wiederum sind heilfroh, dass sie bei einer Spielekonsole im Grunde nur den Stromstecker und ein HDMI-Kabel korrekt verbinden sowie den Spiele-Controller synchronisieren müssen und an dann einfach den Anweisungen auf dem Monitor oder Fernseher folgen.
Was die Spielekonsolen angeht, so empfehlen wir die jeweilige Standard-Konsole, also die Playstation 5 oder Xbox Series X. Die Series S oder rein digitale Playstation 5 solltet ihr nur wählen, wenn euch die Ersparnis wirklich enorm weiterhilft, wobei die digitale PS5 ja derzeit noch nicht einmal günstiger als die normale Version ist.
Für die, die lieber einen PC kaufen oder als Konsolero gerne zusätzlich auch noch einen PC anschaffen möchten, haben wir nun drei PCs zusammengestellt, deren Gehäusemaße relativ kompakt sind.
Hinweise zu unseren PC-Vorschlägen
Wir haben die PCs quasi am Reißbrett erstellt, aber nicht eigenhändig zusammengebaut. Informiert euch also zur Sicherheit, ob wirklich alle unsere Ideen funktionieren - auch wenn man alle technischen Angaben der Hersteller genau überprüft, kann es gibt in Einzelfällen kleine Fallstricke bei der Frage, welche Komponenten wirklich passen.
Zum Beispiel kann es passieren, dass eine Grafikkarte doch nicht ganz passt, weil sie bezüglich ihrer Höhe mit einem Gehäuselüfter kollidiert. Wir haben für unsere drei PCs die technischen Daten sowie Einbauanleitungen beim jeweiligen Gehäuse-Hersteller und auch einige Nutzererfahrungen recherchiert.
Generell gilt für Mini-PCs, dass manche Bauteile teurer sein können als die für ein normal großes Gehäuse, wobei wir durchaus auch viele µATX-Gehäuse noch zu den "normalen" Größen zählen. Sollte es euch nicht so wichtig sein, dass der PC möglichst klein ist, könnt ihr zum Teil also Geld sparen, und zwar je nach Einzelfall beim Mainboard oder der Grafikkarte sowie natürlich beim Gehäuse selbst.
Quelle: Jonsbo
Jonsbo C6 mit Hardware
Einsteiger-Mini-PC für 660 Euro
Wir nehmen eine Sapphire Pulse Radeon RX 7600 OC und ein µATX-Mainboard für unser Cube-artiges Jonsbo C6-Gehäuse. Dessen 16 Liter Volumen sind zwar gut 9 Liter mehr als bei einer Xbox Series X, aber für ein PC-Gehäuse trotzdem sehr klein. Es ist das nur eines von zwei lieferbaren Gehäuse mit einem Volumen von unter 20 Litern, in das ein µATX-Mainboard sowie eine spielegeeignete Grafikkarte hineinpassen.
In einige weitere Gehäuse passen zwar Low-Profile-Grafikkarten hinein - hierbei gibt es aber maximal eine Nvidia GeForce GTX 1650, mal abgesehen von einem extrem überteuerten Modell der Nvidia GeForce RTX 4060.
Beim CPU-Kühler für den Core i3-12100F nehmen wir einen flachen Kühler, da das Gehäuse hier nur wenig Spielraum lässt. Um warme Luft hinauszubefördern, wählen wir einen 140mm-Lüfter, den wir oben platzieren. So sieht das gesamte Set-up aus:
| Komponente | Auswahl | Preis ab |
|---|---|---|
| Gehäuse | Jonsbo C6 (202 x 295 x 266 mm, 16 Liter Volumen) | 45 Euro |
| Grafikkarte | Sapphire Pulse Radeon RX 7600 OC (24cm Länge) | 270 Euro |
| CPU | Core i3-12300F (4 Kerne, 8 Threads, Boxed mit Kühler) | 100 Euro |
| CPU-Kühler | Thermaltake Gravity i3,, Höhe knapp 6,6cm | 15 Euro |
| Mainbaord | Biostar H610MHP | 80 Euro |
| RAM | 16GB (2x8GB) G.Skill Aegis, DDR4-3200 CL16 | 40 Euro |
| SSD | Lexar NM620, 1000GB, M.2-SSD 3500 MB/s lesen | 40 Euro |
| Netzteil | be quiet! System Power 9 CM 500 Watt (teilmodular) | 60 Euro |
| Gehäuselüfter | Arctic P14 PWM PST, 140mm Rahmenbreite | 10 Euro |
| Gesamtpreis | 660 Euro |
Tipps zum Sparen: Eine AMD Radeon RX 6600 reicht für Full-HD-Gaming noch aus - die PowerColor Fighter Radeon RX 6600 kostet 210 Euro und passt mit ihren 20 cm problemlos in das Gehäuse. Mit dem ASRock H610 HDV könnt ihr 10 Euro sparen, müsst aber dann eine SATA-SSD verwenden. Ein nicht modulares Netzteil ist günstiger, kann aber beim Kabelmanagement problematisch werden.
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