Konsole vs. PC: Leistungseinschätzung, Vorteile von Konsolen
Special
In unserem Special gehen wir die Vor- und Nachteile von Spielekonsolen und Gaming-PCs durch und bieten drei Mini-Gaming-PC-Vorschläge von 660 bis 1470 Euro
Konsole vs. PC: Leistungs-Einschätzung
Wer wirklich ganz genau wissen will, welche Grafikkarten-Power bei einem PC man benötigt, um eine Grafik wie bei der Playstation 5 oder Xbox Series X zu erreichen, muss sich durch zahlreiche Test-Artikel und Nutzererfahrungen arbeiten, in denen Grafikvergleiche geboten werden. Es hängt zudem auch noch in vielen Fällen vom Spiel selbst ab, und zwar bezüglich zweiter Punkte: den Grafikoptions-Umfang am PC sowie einer ge- oder misslungenen Optimierung auf die Hardware.
Kommen wir zuerst zum Grafikoptionen-Umfang bei der PC-Version: Es gibt Spiele, bei denen entsprechen die maximalen Details auf dem PC der Grafik auf den modernen Konsolen - auf dem PC benötigt man dann für diesen Grafikmodus keine High-End-Grafikkarten, aber mit starker Hardware können deutlich mehr FPS (Bilder pro Sekunde) als auf Konsolen drin sein, sofern die Entwickler keine FPS-Grenze einbauen. Vor allem bei aufwendigen 3D-Games gibt es aber für den PC so gut wie immer Grafikoptionen, die qualitativ über das hinausgehen, was die Konsolen bieten. Das heißt: Entspricht die Power eueres PC relativ genau der Konsolenleistung, dann laufen mit diesem PC die höheren Detailstufen vielleicht nicht mehr ruckelfrei.
Ein zweiter Faktor ist eine schlechte Optimierung. Wenn das Spiel schlecht für den PC umgesetzt wurde, braucht ihr ungewöhnlich starke Hardware, um eine Optik wie bei der Konsolenversion zu erreichen.
Umgekehrt kann es vorkommen, dass die Konsolenversion nicht gut optimiert wurde und trotz einer Grafik, die auf dem PC selbst mit einer 200-Euro-Grafikkarte bei 60 FPS flutscht, nur mit Ach und Krach die 30 FPS-Grenze erreicht.
Aus diesen Gründen kann man von außen nicht genau bewerten, welche Grafikkarten-CPU-Kombination für einen PC ausreicht, um die Grafik auf Konsolen-Niveau zu erleben.
Quelle: Microsoft
Xbox Series X in schwarz sowie Xbox Series S in weiß jeweils mit Controller
Spielekonsolen: Vorteile gegenüber PCs
Die Spielekonsolen Playstation 5 und Xbox Series X sind äußerst beliebt, denn sie haben einige Vorteile im Vergleich zu einem Gaming-PC. Zum einen sind sie klein und bieten trotzdem eine starke Spieleleistung, ohne dabei störend laut zu arbeiten. Einen ähnlich kompakten Spiele-PC zusammenzubauen, ist kaum möglich respektive kostspielig.
Ein Vorteil von Spielekonsolen ist auch, dass man sich keine Gedanken über die Hardware-Kompatibilität machen. Eine Spielekonsole packt man aus und schließt sie an - alle nötigen Updates kommen nach der Ersteinrichtung automatisch via Internet. Für Entwickler gibt es daher den großen Vorteil, dass sie sich auf eine bestimmte Hardwarekonfiguration konzentrieren können.
Technische Fehler sind bei Spielen deshalb bei Konsolenversionen seltener als bei den entsprechenden PC-Versionen, da man für den PC eine enorme Vielfalt an CPUs, Grafikchips, Mainboards und sonstigen Komponenten sowie Softwarekonfigurationen beachten muss und nie alle Kombinationen testen kann.
Der Preis der beiden aktuellen Spielekonsolen ist ebenfalls attraktiv, obgleich die aktuell 400 bis 550 Euro nicht wenig Geld sind. Bei einem PC wären für 500 bis 550 Euro ein Core i3-12100F kombiniert mit einer AMD Radeon 6600 XT drin, also klare Einsteiger-Gaming-Hardware.
Die Preise der Spielekonsolen sind dabei im Vergleich zur vorigen Generation übrigens nur moderat oder gar nicht gestiegen: Die Playstation 5 hat zwar eine UVP von knapp 500 Euro, der Vorgänger Playstation 4 kam für nur knappe 400 Euro im November 2013 in den Handel. Mit eingerechneter Inflation von im Schnitt zwei Prozent sind dies aber dann doch etwa 488 Euro.
Die Xbox One erschien ebenfalls im November 2013 und hatte als Preisempfehlung knappe 500 Euro. Die UVP der Xbox Series X liegt bei knapp 550 Euro. Einen weiteren, für manche Spieler nicht unwichtigen Vorteil, haben Konsolen ebenfalls: Spiele auf Disc sind nicht an einen Account gebunden und können gebraucht weiterverkauft werden. Am PC gibt es praktisch nur noch Account-gebundene Spiele.
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