Von Floppy Disc bis SSD: Die Geschichte der PC-Speichermedien

Special Olaf Bleich Benedikt Plass-Fleßenkämper Lukas Schmid
Von Floppy Disc bis SSD: Die Geschichte der PC-Speichermedien
Quelle: Medienagentur plassma / Olaf Bleich

Die Entwicklung der Speichermedien wird bei der Evolution der Computer- und Videospiele oft übersehen. Dabei sind sowohl Speicherkapazität als auch Geschwindigkeit die Eckpfeiler für ein immersives Spielerlebnis.

Solid State Drives haben darüber hinaus noch weitere Vorteile: Grundsätzlich sind diese Datenträger wesentlich robuster und weniger störanfällig. Grund dafür sind unter anderem das Fehlen eines Lesekopfes und anderer mechanischer Teile.

Dadurch entfällt auch das HDD-typische Klicken bei der Benutzung der Festplatte. SSDs sind schnell, leise und weniger fehleranfällig. Für viele Nutzer war der Umstieg von HDD auf SSD daher auch ein Augenöffner, denn die Ladezeiten schrumpften selbst bei großen Spielen auf ein Minimum. Es gibt also keine langen, die Immersion brechenden Pausen mehr.

Daniel Maric beschreibt, wieso auch diese Entwicklung für einen Datenträgerhersteller wie Samsung mehr als positiv ist: "Die Spielwelten werden immer größer und die Erlebnisse immer intensiver. Die Open-World-Szenarien, die aktuell gespielt werden, erfordern einen leistungsstarken Speicher, der ohne Latenz und ohne Ruckeln sofort in dieses immersive Erlebnis führt."

Was KI auf Speichermedien macht

In Zukunft wird auch KI auf SSD verbaut werden und so das Spielerlebnis prägen. Moment mal, künstliche Intelligenz sorgt dafür, dass Daten schneller übertragen werden und damit Spiele schneller laufen? Daniel Maric erklärt im Interview, warum KI in Zukunft ein wichtiger Bestandteil der Weiterentwicklung von SSDs sein wird: "Samsung wird dank KI seine SSDs noch leistungsstärker und effizienter designen. KI kann auf den Datenträgern gewisse Datensets erkennen und diese dann so verteilen, dass die SSD bestmöglich genutzt wird."

Künstliche Intelligenz ist, grob gesagt, sehr gut darin, Muster zu erkennen und diese bestmöglich zu verwenden. Darüber hinaus kann die KI auch vorhersagen, welche Daten im Augenblick benötigt werden und auch welche in den nächsten Momenten verwendet werden müssen. Auch im Bereich der Datenspeicherung und -verwaltung hält KI daher zunehmend Einzug.

Von Floppy Disc bis SSD: Die Geschichte der PC-Speichermedien Quelle: Samsung Ganz wichtig: Die mit KI ausgestatteten SSDs müssen speziell für den Einsatz dieser Technologie konzipiert sein. Es wird also nicht möglich sein, bestehende Modelle nachträglich mit KI auszustatten.

Allerdings wird KI nicht nur die Speichermedien "sortieren", sie wird auch in den nächsten fünf bis zehn Jahren das Gaming auf den Kopf stellen. Nvidia-Boss Jen-Hsun Huang - besser bekannt als Jensen - hat bereits prognostiziert, dass wir bald Videospiele haben werden, die vollständig von künstlicher Intelligenz entwickelt wurden.

Diese Games wiederum dürften entsprechende Speicherkapazitäten von über 30 Terabyte mit Lese- und Schreibgeschwindigkeiten von 14,9 GB/s beziehungsweise bis zu 11 GB/s erfordern. Doch so weit sind wir aktuell noch nicht.

Auch für unterwegs

Ein weiterer wichtiger Punkt für die Zukunft ist neben der Speichergröße auch die Vielseitigkeit des Einsatzgebietes von SSDs. "Die Entwicklung des Storage-Marktes ist eng mit gesellschaftlichen Dynamiken und technologischen Trends verbunden.

Gleichzeitig ebnen unsere Produkte den Weg für neue Innovationen: kein AI-Durchbruch ohne genügend Speicherplatz, kein Gaming-Boom ohne schnelles Speichermanagement, keine hochauflösenden Drohnen-Aufnahmen ohne Speicher im Miniaturformat", sagt Frank Kalisch, Director Brand Memory bei Samsung Electronics GmbH, im Rahmen der Brand Memory Partner Awards 2024.

Von Floppy Disc bis SSD: Die Geschichte der PC-Speichermedien Quelle: Samsung Das Leben und vor allem auch das Gaming im Jahr 2025 ist längst nicht mehr so ortsgebunden wie noch vor 20 Jahren. Deshalb investiert Samsung auch verstärkt in die Entwicklung portabler SSDs wie die der widerstandsfähigen T7 Shield mit bis zu vier Terabyte Speicher. Dank des verstärkten Gehäuses übersteht der Datenträger Stürze aus bis zu drei Metern Höhe und trotzt auch Wasser und Schmutz.

Mit einer Lese- und Schreibgeschwindigkeit von bis zu 1.050 beziehungsweise 1.000 MB/s ist sie für Fotografen, Musiker und Laptop-Gamer gleichermaßen interessant. Mit einem Gewicht von 98 Gramm und platzsparenden Abmessungen passt die Platte bequem in jede Hosentasche. Und damit sind wir beim wichtigsten Punkt für die Zukunft der Festplatte angelangt: große Speicher, kleine Geräte.

Flash-Speicher gehört die Zukunft

Künstliche Intelligenz, immer kleiner werdende Geräte und natürlich der effektive Einsatz neuer Technologien - das sind die Bausteine für die Gaming-Speichermedien der Zukunft. Kein Wunder, denn die Spiele werden schließlich immer größer und anspruchsvoller für die Hardware.

Genügten früher wenige Kilobyte für einen unterhaltsamen Gaming-Abend, belegen Mega-Produktionen wie Grand Theft Auto 6 künftig 150 Gigabyte und mehr auf dem heimischen Speicher.

Wenig überraschend prognostiziert auch Daniel Maric von Samsung, dass Flash-Speicher auf NAND-Basis im Consumer-Bereich das Maß aller Dinge bleiben werden. "Es wird diese Technologie sein, und sie wird auch noch weiterentwickelt", prognostiziert der Experte und gibt somit optischen Datenträgern, Magnetbändern und Steckmodulen keine Chance für ein Comeback.

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