Ryzen 7 9800X3D: Spieleleistung und Strombedarf

Special Antonio Funes
Ryzen 7 9800X3D: Spieleleistung und Strombedarf
Quelle: AMD

Wir haben die Gaming-Leistung des neuen 530 Euro teuren AMD Ryzen 7 9800X3D unter die Lupe genommen und bewerten auch das Preis-Leistungs-Verhältnis.

Spieleleistung Ryzen 7 9800X3D

Wir haben etliche Benchmark-Werte anhand mehrerer Tests von diversen Redaktionen zusammengetragen und statistisch zusammengefasst, um einen Durchschnittswert für die Leistung der neuen AMD-CPU und ihrer Konkurrenten zu berechnen. Auch der Test unseres Schwestermagazins PC Games Hardware war natürlich mit dabei.

Vor den Ergebnissen weisen wir euch noch darauf hin, wie ihr die Testergebnisse korrekt einordnet. Denn CPU-Tests für Spiele werden bei niedrigen Details und geringer Auflösung getestet, um den Einfluss der Grafikkarte zu minimieren. Denn falls die Grafikkarte auf beispielsweise 50 FPS begrenzt, aber selbst Mittelklasse-CPUs mindestens 60 FPS liefern könnten, wird man kaum einen Unterschied zu CPUs sehen, die vielleicht sogar für 150 FPS gut wären.

Hat eine von euch ausgesuchte CPU in Tests einen Vorsprung von 30 Prozent zu eurer aktuellen CPU, kann das Leistungsplus bei euren gewünschten Gaming-Einstellungen, zum Beispiel WQHD und hohe Details, stark schrumpfen.

Bei der folgenden Leistungseinschätzung solltet ihr also bedenken, dass die Abstände zwischen den CPUs in der Praxis sehr wahrscheinlich weniger groß ausfallen als in unserer Grafik. Außerdem können die Ergebnisse je nach Test anders ausfallen - dazu erfahrt ihr mehr unter der Übersichtsgrafik:

CPU Leistungsindex mit 9800X3D Quelle: Antonio Funes CPU Leistungsindex mit 9800X3D Die bisherige Top-Spiele-CPU Ryzen 7 7800X3D hat in unserer Grafik seit seinem Release einen Indexwert von 100, was wir auch beibehalten. Der neue AMD Ryzen 7 9800X3D setzt, wie ihr seht, neue Maßstäbe im Hinblick auf Gaming-Leistung. Er übertrifft den Ryzen 7 7800X3D um 12 Prozent, wobei dieser ja bisher - wenn überhaupt - nur vom viel teureren Ryzen 9 7950X3D in manchen Spielen um einen Hauch geschlagen werden konnte.

Den für Spiele stärksten Intel-Prozessor, den Core i9-14900K(F), kann der neue Ryzen 7 9800X3D um 20 Prozent schlagen, wobei Intels Top-CPU bei den niedrigsten gemessenen FPS-Werten einen kleineren Abstand hat, also vereinfacht gesagt bei den minimalen FPS-Werten pro Spiel nicht so klar unterlegen ist. Man muss die Ergebnisse aber unbedingt nur als das sehen, was sie sind: Durchschnittswerte.

Beim Test der PC Games Hardware ist der Ryzen 7 9800X3D dem Intel Core i9-14900K beispielsweise deutlich weniger stark überlegen als laut dem Test von Computerbase, und je nach Test liegt er mal um elf, mal um 14 Prozent vor dem 7800X3D.

Auch vom Spieletitel kann es abhängen, wie groß der Abstand ist: Selbst bei geringen Details und nur 1024 mal 720 Pixeln gibt es Spiele, in denen der Ryzen 7 9800X3D kaum schneller als der Ryzen 7 7800X3D ist, in anderen Games beträgt der Vorsprung der neuen CPU dafür weit mehr als 20 Prozent.

Ein kurzes Wort zur Anwendungsleistung: Die X3D-CPUs sind bei Anwendungen bislang vergleichsweise im Hintertreffen, und auch der Ryzen 7 9800X3D schneidet nicht besser als viele CPUs, die sogar günstiger sind. Vergleichbar ist seine Leistung dabei in etwa mit dem 220 Euro teuren Core i5-14600KF. Im Vergleich zum Ryzen 7 7800X3D bringt er aber bei der Multicore-Anwendungsleistung ein passables Leistungsplus.

Strombedarf bei Spielen

Die TDP von 120 Watt könnte vermuten lassen, dass der Strombedarf am Ende auch 100 Watt oder mehr beträgt - in Spielen ist der Ryzen 7 9800X3D aber recht sparsam und zieht im Schnitt nur etwa 70 Watt. Der Ryzen 7 7800X3D steht allerdings mit knapp 50 Watt besser da. Intels Modelle Core i7-14700K(F) und Core i9-14900K(F) genehmigen sich etwa 125 Watt bei Spielen, also 55 Watt mehr.

Spielt ihr im Schnitt eine Stunde pro Tag, sind dies schon 7 Euro Mehrkosten pro Jahr bei einem Strompreis von 35 Cent pro Kilowattstunde. Auf fünf Jahre gerechnet macht dies also so viel aus, als wäre der Ryzen 7 9800X3D um 35 Euro günstiger. Im Vergleich zum Ryzen 7 7800X3D ist er übrigens so gesehen wegen des Mehrverbrauchs wiederum quasi 12,50 Euro teurer.

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