Unsere Kaufberatung gibt euch eine Übersicht zu 23 aktuellen empfehlenswerten Soundkarten, dazu findet ihr noch einiges an Tipps und Infos.
Surroundsound über Stereokopfhörer
Einige Soundkarten bieten softwareseitig Technologien an, die auch auf Stereokopfhörern Surroundsound ermöglichen. Vereinfacht gesagt funktioniert dies so, dass die Soundkarte den Sound zunächst in Surround (zum Beispiel 5.1) berechnet, danach aber sechs Audiokanäle mit minimalen Frequenz- und Timing-Anpassungen auf nur zwei Kanäle, also Stereo umrechnet. Durch die kleinen Änderungen ergibt sich für den Nutzer dann der Eindruck, ein Klang käme eher von "hinten rechts" und nicht einfach nur "von rechts". Dies funktioniert deswegen recht gut, da zwischen Kopfhörer und Trommelfell nur wenig Raum ist - es ist also nicht viel Platz vorhanden, um den Effekt durch Reflexionen stark zu stören. In einem normalen Zimmer hingehen reflektieren die Schallwellen völlig unberechenbar an Möbeln und Gegenständen, dazu kommt der vergleichsweise lange Weg von den Lautsprechern zu euren Ohren, so dass hier eine wirklich zuverlässige Surroundsimulation für Stereo-Boxensets nicht funktioniert. Trotzdem gilt es zu beachten: jedes Ohr ist am Ende doch ein wenig anders, auch der Sitz der Kopfhörer auf den Ohren ist bei der jeder Person ein wenig unterschiedlich.
Es kann also passieren, dass der eine User begeistert von einem Surroundsound-Feeling ist, der nächste User aber enttäuscht wird. Die Software-Technologien können je nach Hersteller unterschiedliche Namen haben. Sehr weit verbreitet ist Dolby Headphone, was unter anderem von Asus genutzt wird. Creative Labs wiederum hat eigene Entwicklungen am Start wie CMSS-3D. Doch auch immer mehr Spiele berechnen von sich aus den Sound - wenn ihr nur Stereo in den Optionen aktiviert - in Form einer Surroundsimulation. In diesem Falle muss die Soundkarte also keine besondere Technologie beherrschen. Übrigens: viele USB-Headsets, bei denen ja ein kleiner eigener Soundchip integriert ist, bieten ebenfalls eine solche Surroundsimulation und werben, obwohl die Headsets technisch gesehen nur Stereo beherrschen, mit Surroundsound. Auf echtes 5.1 bei Kopfhörern setzt kaum noch ein Hersteller.
Digitale Anschlüsse bei Soundkarten
Quelle: Creative
SB Recon3D
Wir haben ja schon zuvor erwähnt, dass eine gute Soundkarte keinen Sinn macht, wenn man den Sound digital übertragen möchte und nicht analog. Doch manche User haben auch mehrere Produkte, die sie für die Soundausgabe nutzen und von denen vielleicht nur eines digital versorgt werden soll. Beispiel: ihr habt sehr gute Kopfhörer, für die eine Soundkarte sinnvoll ist, besitzt aber zusätzlich ein Surround-Boxenset, welches digital anschließen wollt. Hier ist dann für Spiele sehr wichtig, dass die Soundkarte Dolby Digital Live oder DTS Connect beherrscht. Mit diesen Methoden wird der Sound der Spiele in Surround berechnet, dann in ein Dolby Digital- oder DTS-Signal "verpackt" und zum Boxenset gesendet, welches in der Regel Dolby Digital oder DTS erkennen kann. Das Boxenset "entpackt" das Signal dann wieder und gibt es korrekt über alle Boxen aus. Dies ist wie gesagt für Spiele wichtig - bei DVDs, BluRays oder Filmdateien mit Surroundsound hingegen nicht, denn hier ist das Dolby Digital oder DTS-Signal bereits fertig in der Datei oder als Datenspur auf der Disc.
In diesem Artikel
- Seite 1 Soundkarten-Kaufberatung: 2.0, 2.1, 5.1, analog und digital
- Seite 2 Soundkarten: Onboardsound oder separate Soundkarte?
- Seite 3 Soundkarten: Surroundsound über Stereokopfhörer und digitale Anschlüsse
- Seite 4 Soundkarten: Kaufberatung - Allgemeines und Modelle unter 100 Euro
- Seite 5 Soundkarten: Kaufberatung ab 100 Euro und Übersichtstabelle
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
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