Unsere Kaufberatung gibt euch eine Übersicht zu 23 aktuellen empfehlenswerten Soundkarten, dazu findet ihr noch einiges an Tipps und Infos.
Onboardsound oder separate Soundkarte?
Von einer Soundkarte verspricht man sich natürlich vor allem einen hochwertigen, klareren Sound, der merkbar besser ist als der Soundchip des Mainboards. Diesen Chip, den Onboardsound, besitzen Mainboards schon seit vielen Jahren standardmäßig. Auch Anschlüsse für analoge Surround-Boxensets sind schon lange üblich, oftmals bieten Mainboards auch digitale Audio-Anschlüsse. Die Soundqualität bei den meisten modernen Mainboards ist dabei auch recht passabel - es stellt sich dabei also die Frage, ob sich der Kauf einer separaten Soundkarte überhaupt lohnt. Die Frage kann man nicht pauschal beantworten, da es auch bei den Mainboards qualitative "Ausreßer" gibt. Des weiteren hängt es auch sehr davon ab, welche Qualität die Lautsprecher oder Kopfhörer bieten, die ihr nutzt.
Es macht definitiv keinen Sinn, sich für ein 30-Euro-Boxenset extra eine Soundkarte für 50 Euro zu kaufen - in diesem Fall würde ein neues Boxenset für 50 bis 60 Euro selbst in Verbindung mit einem nicht sonderlich guten Onboardsound das bessere Gesamtpaket bieten. Und selbst wenn ihr ohnehin neue Lautsprecher kaufen wolltet: ein neues Boxenset für 100 Euro am Onboardsound klingt besser als eine Kombination aus Boxenset plus Soundkarte für jeweils 50 Euro. Um es auf den Punkt zu bringen: nur wer ein halbwegs hochwertiges Boxenset oder Kopfhörer besitzt, sollte sich eine Soundkarte anschaffen. Die Grenzen, ab wann Lautsprecher oder Kopfhörer "gut genug" sind, sind natürlich fließend - wir möchten als groben Anhaltspunkt in etwa folgende Preisklassen nennen:
- Stereo-Boxenset mit oder ohne Subwoofer (2.1 oder 2.0) ab etwa 60 bis 80 Euro
- Surround-Boxenset (in der Regel 5.1) ab etwa 150 Euro
- Headsets ab etwa 80 Euro
- Kopfhörer ab etwa 60 Euro
Wichtig: eine Soundkarte, vor allem ein hochwertiges Modell, macht nur Sinn, wenn ihr den Sound analog übertragt. Denn der große Vorteil einer
Quelle: Creative
SB X Fi Titanium HD
guten Soundkarte kommt erst zur Geltung, wenn der Sound, der im PC stets zuerst nur digital berechnet oder aus einer Datei ausgelesen wird, von der Soundkarte in ein analoges Signal umgewandelt wird, welches über die Anschlussbuchsen der Soundkarte dann zu den Lautsprechern übertragen wird. Nutzt ihr aber einen digitalen Ausgang der Soundkarte (SPDIF koaxial oder optisch), dann kann der Klangvorteil nicht zur Geltung kommen Nutzt ihr gar ein Headset mit USB, dann hat dieses Headset eine eigene kleine Soundkarte - weder Onboardsound noch eine Extra-Soundkarte würden hier also eine Rolle spielen. Auch wenn ihr den HDMI-Ausgang eures Mainboards oder der Grafikkarte benutzt, zum Beispiel zur Verbindung mit dem HDMI-Eingang eines AV-Receivers, greift die Soundkarte nicht ein.
In diesem Artikel
- Seite 1 Soundkarten-Kaufberatung: 2.0, 2.1, 5.1, analog und digital
- Seite 2 Soundkarten: Onboardsound oder separate Soundkarte?
- Seite 3 Soundkarten: Surroundsound über Stereokopfhörer und digitale Anschlüsse
- Seite 4 Soundkarten: Kaufberatung - Allgemeines und Modelle unter 100 Euro
- Seite 5 Soundkarten: Kaufberatung ab 100 Euro und Übersichtstabelle
- Seite 6 Bildergalerie
Bildergalerie
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