Router: WLAN und Power-LAN bzw. dLAN

Special Antonio Funes
Router: WLAN und Power-LAN bzw. dLAN
Quelle: PC Games Hardware

Ein Router steht heutzutage in so gut wie jedem Haushalt mit Internetzugang. Doch was genau macht ein Router, und kann man den vorhandenen mit jedem anderen Router ersetzen? Was muss man beim WLAN beachten? Gibt es Alternativen zu WLAN und Kabelverbindungen? Diese Fragen und mehr klären wir in unserem Special, zudem bieten wir eine Marktübersicht mit 40 WLAN-Routern.

WLAN

Das WLAN eines Routers sollte man nicht unterschätzen, vor allem wenn man nicht in einem Single-Haushalt lebt. Denn wenn beispielsweise die Mutter per Fernseher oder über ein Media-Gadget wie Amazons Fire Stick oder Google Chrome kabellos eine Serie streamt, der Vater per Tablet Oldies über YouTube anschaut und die kleine Schwester per Smartphone im Internet unterwegs ist, kann dem WLAN schon mal die Puste ausgehen, wenn es keinen modernen Standard mit hohen Übertragungsraten bietet.

Wir empfehlen mindestens WiFi 4 (802.11n) und dabei dann 600 Mbps für den 2,5GHz- und 1300 Mbps für den 5GHz-Bereich. Auch die Sicherheit ist freilich wichtig: Dem WLAN solltet ihr einen individuellen Namen geben, von dem man aber nicht auf Eure Person schließen kann. Noch wichtiger und heutzutage hoffentlich selbstverständlich ist eine Verschlüsselung des WLANs per Zugangsschlüssel, der nicht aus einem normalen Wort oder nur aus Zahlen bestehen sollte. Da man den Schlüssel pro Gerät, das sich ins WLAN einloggen darf, ohnehin nur ein einziges Mal eingeben muss, muss der Schlüssel nicht kurz und einfach sein. Sollte das WLAN Aussetzer haben, dann kann dies an einem schwachen Signal, aber auch an störenden anderen Routern in der Nachbarschaft liegen - in letzterem Falle kann es helfen, in den Optionen des Routers einen anderen Sendekanal zu wählen. Moderne Router zeigen Euch oftmals an, wie viele andere Router bereits bei bestimmten Kanälen senden und welche der Kanäle (weitestgehend) frei sind.

Sollte das WLAN in einigen Bereichen des Hauses zu schwach sein, kann ein Repeater helfen - dieser nimmt das WLAN-Signal an einer Stelle im Haus, an der es noch eine gute Qualität hat, auf und sendet es dann erneut. Einen Repeater platziert man am besten zuerst ungefähr auf halber Strecke zwischen dem Router und Ort, an dem der Empfang schlecht ist, und testet dann die WLAN-Qualität, um mögliche Anpassungen für den Standort des Repeaters vorzunehmen. Eine andere, aber auch teure Option, die höhere Datenraten verspricht, wäre ein so genanntes Mesh aus zwei oder mehr Routern. Mesh bedeutet so viel wie Geflecht, denn die WLAN-Signale verflechten sich im übertragenen Sinne.

Alternative: Power LAN

Für Gaming empfehlen wir eine Verbindung per LAN-Kabel, wobei auch gute WLAN-Router eine derart geringe Verzögerung bieten können, dass dies für die weitaus meisten Spieler kein Nachteil ist. Wenn aber keine der beiden Methoden in Frage kommt, gibt es noch die Alternative Power-LAN oder auch dLAN.

Devolo dLAN 550 Wifi mit WLAN Funktion. Quelle: Devolo Devolo dLAN 550 Wifi mit WLAN Funktion. Dabei wird Euer heimisches Stromnetz quasi als LAN-Kabel genutzt. Ein Power-LAN-Adapter (den wir der Einfachheit halber nun nur noch Adapter nennen werden) kommt an eine Steckdose nahe des Routers, von dort aus geht ein LAN-Kabel zum Router. In dem Zimmer, in dem beispielsweise Euer PC steht, kommt ein weiterer Adapter in eine dort vorhandene Steckdose, von dort aus geht dann ein LAN-Kabel zum PC. Inzwischen gibt es auch Adapter mit mehreren LAN-Ports, falls es um mehr als ein Ziel-Gerät geht, sowie Adapter, die WLAN bieten und somit zu einer Alternative für einen WLAN-Repeater werden. Power-LAN kann allerdings je nach dem, wie Euer Stromnetz beschaffen ist, auch versagen. Bei den meisten Nutzern läuft es aber einwandfrei und ohne Einschränkungen bei der Internetbandbreite. Da ihr bei Versandbestellungen ein Rückgaberecht habt und auch viele normale Händler aus Kulanz eine Rückgabe garantieren, gibt es kein Risiko, ein Power-LAN einfach mal auszuprobieren, falls es für Euch eine Option oder gar eine einzige denkbare Alternative zu LAN oder WLAN darstellt.

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