Bereits eine Woche vor ihrem Release durften Tests zur Nvidia GeForce RTX 5090 veröffentlicht werden - wir haben mehrere davon zu einer Analyse zusammengefasst.
GeForce RTX 5090: Strombedarf
Die neue GeForce RTX 5090 leistet zwar deutlich mehr als die RTX 4090, verbraucht aber relativ gesehen entsprechend mehr Strom. Dies ist keine große Überraschung, denn Blackwell ist ja rein technisch gesehen kein großer Fortschritt zu Ada Lovelace. Die Fertigung und die für Spiele bei normaler 3D-Berechnung wichtige Architektur ist fast identisch geblieben. Das Plus an Shader-Einheiten bei ähnlicher respektive im Grunde fast identischer Fertigung kostet daher entsprechend auch mehr Strom.
Teilweise sinkt die Effizienz sogar im Vergleich zur RTX 4090: Die PC Games Hardware begrenzte beispielsweise bei einem Full-HD-Test die FPS auf 60. Die RTX 5090 zog dabei 86 Watt, die RTX 4090 aber nur 81 Watt aus der Steckdose. Sicherlich sind die Stromkosten für Gamer, die sich eine so teure Grafikkarte kaufen, eher Nebensache.
Die Daten zeigen aber, dass Blackwell zumindest bei der GeForce RTX 5090 keinen Effizienzfortschritt gebracht hat. Was die genauen Verbrauchsdaten angeht, so sind es im Schnitt natürlich weniger als die Total Graphic Power von 575 Watt, nämlich bei WQHD oder 4K etwa 450 bis 480 Watt. Es sind aber mit Raytracing je nach Titel auch über 550 Watt möglich, und wegen möglicher Leistungsspitzen ist ein Netzteil mit mehr als 800 Watt ratsam.
Quelle: Palit
Palit GeForce RTX 5090 GameRock OC
Raytracing-Leistung
Optionale Raytracing-Effekte kommen in einigen Top-Titeln vor und sorgen für physikalisch korrektere Darstellungen von Schatten, Licht und/oder Reflexionen. Allerdings brechen die FPS-Werte mit Raytracing ein, was sich bei RTX-GPUs dank spezieller Raytracing-Kerne in Grenzen hält. Trotzdem sollte man die Grafik mit und ohne Raytracing-Effekte vergleichen und sich dann entscheiden, ob man die FPS-Abzüge in Kauf nimmt.
Denn oftmals sieht die Grafik mit Raytracing nur anders, aber nicht zwingend besser aus. Doch wie schlägt sich die GeForce RTX 5090 in Sachen Raytracing? Auch hier haben wir uns die Tests angesehen: Das Leistungsplus der GeForce RTX 5090 beträgt in 4K etwa 25 Prozent und bei WQHD etwa 19 Prozent im Vergleich zur RTX 4090.
Da AMDs Grafikkarten bisher noch immer nicht besonders gut mit Raytracing klarkommen, leistet die AMD Radeon RX 7900 XTX im Schnitt über 4K und WQHD berechnet nur etwa halb so viel wie die GeForce RTX 5090 und liegt ein klein wenig unterhalb der GeForce RTX 4070 Ti Super.
Preis-Leistungs-Betrachtung
Abschließend ziehen wir nun ein Fazit und schauen uns auch das Preis-Leistungs-Verhältnis basierend auf der Preisempfehlung von 2329 Euro für die Founders Edition der GeForce RTX 5090 an. Wir teilen hierzu den jeweiligen Bestpreis jeder Grafikkartenreihe durch ihren Leistungswert, den ihr in der Grafik auf der vorigen Seite seht.
Danach multiplizieren wir das Ergebnis mit 10, da wir auf diese Weise PL-Werte (Preis-Leistungs-Werte) erhalten, die in Bereichen von 84 bis 160 liegen, so dass wir die PL-Werte als Balken recht gut passend zu den Leistungswerten in die folgende Grafik packen können:
Quelle: Antonio Funes
Preis Leistung RTX 5090
Ein kleinerer PL-Wert ist besser, denn es geht bei dem Wert im übertragenen Sinne um eine Art "Euro pro FPS"-Quotient. Wie ihr seht, stehen die beiden derzeit stärksten AMD-Grafikkarten am besten da. Die neue GeForce RTX 5090 hingegen schneidet sehr schlecht ab, hat aber trotzdem ein viel besseres Preis-Leistungs-Verhältnis als die RTX 4090.
Würde Letztere aber nur 1900 Euro kosten, was vor wenigen Wochen noch der Fall war, wäre das Preis-Leistungs-Verhältnis der beiden Nvidia-Flaggschiffe quasi identisch. Insgesamt muss man aber als Fazit ziehen, dass die RTX 5090 wenig überraschend ohnehin nur für ganz besondere Gamer oder Profi-Anwender infrage kommt. Wer eine möglichst große 3D-Power braucht und das nötige Kleingeld hat, findet in der neuen Blackwell-GPU daher ab dem kommenden Donnerstag eine Top-Grafikkarte.
