Nvidia GeForce RTX 4080: Leistung mit Raytracing und DLSS, Strombedarf

Special Antonio Funes
Nvidia GeForce RTX 4080: Leistung mit Raytracing und DLSS, Strombedarf
Quelle: Zotac

Wir blicken auf die Nvidia GeForce RTX 4080 und haben auf Basis einiger veröffentlichter Tests eine Leistungs- sowie Preis-Leistungs-Analyse vorgenommen.

Kurze Einschätzung zu Raytracing, DLSS und FSR

Da nicht jedes Game Raytracing bietet und auch das KI-unterstützte Upscaling der Grafik (bei Nvidia DLSS, bei AMD FSR) keine Selbstverständlichkeit in Games ist, wollen wir diese Features nicht überbewerten und gesondert behandeln. Bei Raytracing sieht die Sache bereits bei der RTX 3000-Serie im Vergleich zu AMDs 6000er-Reihe ganz klar aus: Das zusätzliche Berechnen von bestimmten noch realistischeren Reflexionen und/oder Schatten frisst bei AMDs Grafikkarten mehr Leistung als bei den RTX-Modellen von Nvidia. Die neue GeForce RTX 4080 und 4090 verlieren in der Regel noch weniger FPS im Vergleich zum Modus ohne Raytracing beim Vergleich zur 3000er-Generation.

Wer also bewusst auf Raytracing aus ist, kann bei der GeForce RTX 4080 ein Plus von satten 65 Prozent auf die RTX 3080 vermerken. Ohne Raytracing waren es, nur zur Erinnerung, lediglich 50 Prozent Leistungsplus. Im Vergleich zur RTX 3090 und 3090 Ti verändert sich der Abstand mit Raytracing allerdings kaum. Wie sieht es bei DLSS 2 aus, wenn man AMD das Pendant FSR 2.0 nutzt? Bei 4K zeigt sich eine enorme Leistungssteigerung der GeForce RTX 4080 zum Beispiel im Vergleich zur AMD Radeon RX 6900 XT - bei WQHD hingegen bleiben die Abstände erhalten.

Hier zeigt sich vor allem der Vorteil der Technologie DLSS bei 4K im Vergleich zu FSR. Der Abstand hat also weniger mit dem Leistungsabstand zwischen der RTX 4080 und AMD 6000er-Reihe zu tun, sondern mehr mit der KI-basierten Upscaling-Verfahren. Mit dem RTX 4000-exklusiven DLSS 3 dürfte das FPS-Plus noch größer ausfallen - uns fehlen allerdings ausreichend viele Test-Werte, um dies verlässlich zu beurteilen.

Gainward GeForce RTX 4080 Phantom Quelle: Gainward  Gainward GeForce RTX 4080 Phantom Ganz allgemein müssen wir noch erwähnen, dass es je nach Spieletitel extreme Abweichungen bei DLSS oder FSR geben kann. Bei Deathloop bietet die GeForce RTX 4080 mit DLSS 2 doppelt so viele FPS wie die AMD Radeon RX 6900 XT mit FSR 2.0 - ohne DLSS oder FSR beträgt der Abstand nur gut 50 Prozent.

Bei God of War wiederum liegt die GeForce RTX 4080 etwa 45 Prozent vor der RX 6900 XT, egal ob man aktiviertes DLSS und FSR vergleicht oder die beiden Karten ohne DLSS/FSR antreten lässt.

Spannend wird auch sein, wie die neuen RDNA3-Grafikkarten von AMD sich in Sachen Raytracing und FSR verhalten - derzeit wiederum kann man als Raytracing-Fan zwar für die GeForce RTX 4080 einen Pluspunkt vermerken - es bleibt aber der hohe Preis. Bevor wir auf das Preis-Leistungs-Verhältnis eingehen, blicken wir kurz auf den Strombedarf.

Strombedarf: Pro FPS sehr niedrig

Wie wir schon bei den technischen Daten erwähnt hatten, liegt die TDP der GeForce RTX 4080 auf dem Level einer GeForce RTX 3080. Die TDP von 320 Watt steht zwar nur für die zu erwartende maximale Abwärme, die beim Betrieb entsteht - sie kann aber durchaus ein Indiz für den Strombedarf sein. Im Falle der GeForce RTX 4080 ist der effektive Strombedarf sogar ein wenig niedriger als der einer GeForce RTX 3080 und liegt mit meist etwa 300 Watt (in manchen Spielen auch weniger) um 20 Watt niedriger als beim Vorgänger.

Ähnlich viel benötigt eine AMD Radeon RX 6800 XT oder RX 6900 XT. Damit ist klar, dass die Effizienz der neuen Nvidia-Grafikkarte sehr gut ist: Bei gleichem Strombedarf leistet sie 35 Prozent mehr als die RX 6900 XT und sogar 50 Prozent mehr als die stromhungrigere GeForce RTX 3080. Hinzu kommt, dass ihr die FPS ja zudem noch deckeln könnt:

Die GeForce RTX 4080 ist so stark, dass ihr - vor allem, wenn es um geringere Auflösungen als 4K geht - die FPS ruhigen Gewissens begrenzen könnt und somit Strom spart, da die Grafikkarte weniger beansprucht wird. Bei WQHD schafft die GeForce RTX 4080 beispielsweise auch ohne DLSS in aktuellen Games über 100 FPS, sofern ihr auf Raytracing verzichtet. Mit einer Begrenzung auf 60 bis 80 FPS zumindest für die Games, die nicht dem Bereich sehr schneller Multiplayer-Games zuzuordnen sind, entlastet ihr die Grafikkarte also merkbar.

  1. Seite 1 Nvidia GeForce RTX 4080: Einleitung und Technik
  2. Seite 2 Nvidia GeForce RTX 4080: Leistungsanalyse ohne Raytracing und DLSS
  3. Seite 3 Nvidia GeForce RTX 4080: Leistung mit Raytracing und DLSS, Strombedarf
  4. Seite 4 Nvidia GeForce RTX 4080: Preis-Leistungs-Analyse und Fazit
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