Nvidia GeForce RTX 3050: Leistungsanalyse, AMD RX 6500 XT und Grafikkarten-Kaufberatung
Special
Am Donnerstag kam die neue Nvidia GeForce RTX 3050 auf den Markt. Wir haben die Leistung auf Basis von vielen verfügbaren Tests eingeordnet und dabei auch die in der letzten Woche erschienene AMD Radeon RX 6500 XT einbezogen. Außerdem haben wir eine Kaufberatung zu Grafikkarten auf Basis ihrer Preis-Leistungs-Verhältnisse vorbereitet.
Mit der GeForce RTX 3050 hat Nvidia am Donnerstag, dem 27. Januar, eine neue Grafikkarte auf den Markt gebracht. In unserem Special klären wir, wie stark die neue Nvidia-Grafikkarte ist. Ebenso ist aber auch die AMD Radeon RX 6500 XT vertreten, die in der letzten Woche auf den Markt kam. Auch die aktuellen Preise beachten wir bei unserer Analyse. Zum Abschluss werden wir dabei noch eine ausführliche allgemeine Grafikkarten-Kaufberatung mit einem genauen Blick auf die aktuellen Preis-Leistungs-Verhältnisse bieten.
RTX 3050 und RX 6500 XT: Zielgruppen
An wen die neue Nvidia GeForce RTX 3050 sich richtet, kann man in den aktuellen Zeiten nicht genau sagen. Denn wegen der seit Herbst 2020 andauernden Lieferkrise, die auf eine gestiegene Nachfrage trifft, sind die Preise für Grafikkarten deutlich gestiegen, so dass das Preisgefüge völlig außer Rand und Band geraten ist. Zwar zeigt der Trend nach unten, die Preise sinken in den letzten Wochen langsam. Für Grafikkarten der RTX 1600er-Reihe bezahlt man aktuell aber noch immer etwa 80 Prozent mehr als im Oktober 2020. Die neue Nvidia-Grafikkarte GeForce RTX 3050 hat eine Preisempfehlung von 279 Euro, war aber sofort zum Release ausverkauft und ist aktuell, einen Tag nach dem Release, für Preise ab 650 Euro gelistet
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Zur Verdeutlichung der Lage: Bei den aktuell lieferbaren Grafikkarten steht die AMD Radeon RX 6600 mit ihrem Preis von aktuell 500 Euro besonders gut in Sachen Preis-Leistungs-Verhältnis da. Sie würde aber in normalen Zeiten maximal als "untere Mittelklasse", eher als Einsteigergrafikkarte eingestuft werden, da sie ab WQHD mit einigen Games schon Probleme bekommt. Vor der Grafikkarten-Krise wäre dies ein Kandidat für einen Preis von maximal 250 Euro gewesen - und doch steht die Grafikkarte mit derzeit 500 Euro preislich gesehen in Relation sehr gut da. Dies zeigt, wie angespannt die Preislage ist. Doch wo ordnet sich die RTX 3050 am Ende ein? Hierzu werden wir uns die Leistung der Nvidia GeForce RTX 3050 genauer ansehen, gehen dabei auch noch auf die in der letzten Woche erschienenen AMD Radeon RX 6500 XT ein. In beiden Fällen haben wir dafür die Benchmarkergebnisse mehrerer bereits veröffentlichter Tests zusammengefasst, wobei wir schon aus der letzten Woche wissen, dass die AMD Radeon RX 6500 XT eine sehr schwache Performance in etwa auf dem Niveau einer Nvidia GeForce RTX 1650 (Super) zeigt. Doch am Ende kommt es auf das Preis-Leistungs-Verhältnis an - dazu kommen wir später, zuerst werfen wir einen Blick auf die Technik.
Nvidia GeForce RTX 3060: Technik
Die technische Seite der neuen Nvidia-Grafikkarte ist eher unspektakulär. Das Team Green spendiert der GeForce RTX 3050 den GA106 als GPU, der auch in der GeForce RTX 3060 arbeitet. Es sind allerdings bei der RTX 3050 nur gut 70 Prozent so viele Shadereinheiten aktiv im Vergleich zur großen Schwester. Auch bei den Raytracing-Kernen liegt die Quote bei gut 70 Prozent. Die Taktwerte wiederum sind bei der kleineren Grafikkarte sogar höher, dafür ist das RAM, auch wegen der Anbindung von nur 128 Bit statt 192 Bit, bei der Bandbreite deutlich mehr als 30 Prozent langsamer. Hier die wichtigsten Daten in der Übersicht mit der GeForce RTX 3060, 3060 Ti und der 2060 (6GB) als Vergleich:
| Grafikkarte | RTX 3050 | RTX 3060 | RTx 3060 Ti | RTX 2060 |
|---|---|---|---|---|
| Familie | Ampere | Ampere | Ampere | Turing |
| GPU | GA106 | GA106 | GA104 | TU106 |
| Transistoren | 12,0 Mrd | 12,0 Mrd | 17,4 Mrd | 10,8 Mrd |
| Chipfläche | 276 qmm | 276 qmm | 393 qmm | 445 qmm |
| Shadereinheiten | 2560 | 3584 | 4864 | 1920 |
| Takt (Basis) | 1552 MHz | 1320 MHz | 1410 MHz | 1365 MHz |
| Takt (Boost) | 1777 MHz | 1770 MHz | 1665 MHz | 1875 MHz |
| RAM | 8GB GDDR6 | 12GB GDDR6 | 8GB GDDR6 | 6GB DDR6 |
| RAM-Anbindung | 128 Bit | 192 Bit | 256 Bit | 192 Bit |
| Bandbreite | 224 GB/s | 360 GB/s | 448 GB/s | 336 GB/s |
| TDP | 130 Watt | 170 Watt | 130 Watt | 160 Watt |
| Preisempfehlung | 279 Euro | 329 Euro | 399 Euro | entfällt |
| Marktpreis | 650 Euro | 660 Euro | 790 Euro | 490 Euro |
Natürlich kann man an den technischen Daten keine klaren Rückschlüsse auf die Leistung ziehen, aber die Ähnlichkeit zur GeForce RTX 3060 ist allein durch den lediglich leicht beschnittenen GA106 gegeben. Wie viel die fehlenden Shadereinheiten und das langsamere RAM ausmachen, sehen wir gleich noch in der Leistungsanalyse. Ein Wort zur AMD Radeon RX 6500 XT: Auf eine Technikübersicht wollen wir an dieser Stelle verzichten, da sie technisch und leistungsseitig so wenig mit der nächst besseren AMD-Grafikkarte, der RX 6000, zu tun hat, dass eine technische Betrachtung wenig Sinn ergibt.
