Monitore: Leistungsunterschiede, Bildwiederholfrequenz, Tearing
Special
In unserem Special sehen wir und die Leistungsverluste durch hohe Auflösungen an, erklären einige Begriffe und bieten eine Breitbild-Monitor-Martkübersicht.
Je nach Grafikkarte kann es auch beim gleichen Game starke Unterschiede geben. Wir haben uns im schon genannten Test der PC Games Hardware die Werte von mehr als 20 Grafikkarten für 4 Auflösungen bei Forza Horizon 5 sowie bei Cyberpunk 2077 angesehen. Bei Forza Horizon 5 verlieren die Grafikkarten beim Umstieg von Full-HD auf WQHD zwischen 20 und 27 Prozent, beim Umstieg auf 4K zwischen 40 und 54 Prozent an FPS. Selbst eine Nvidia GeForce RTX 3060 Ti oder AMD Radeon RX 6700 XT schaffen in 4K dabei um die 40 FPS. Vor allem schwache Grafikkarten brechen bei höheren Auflösungen natürlich eher stärker ein.
Bei Cyberpunk schafft wiederum selbst die Nvidia RTX 4070 Ti oder AMD Radeon RX 6950 XT bei 4K keine 30 FPS. Die Einbrüche von Full-HD zu 4K liegen über alle Grafikkarten gesehen bei 70 bis 80 Prozent - hier bedeutet die vierfache Auflösung also dann doch, dass nur ein Viertel der FPS übrigbleiben. Bei WQHD liegt der Leistungsverlust bei 36 bis 43 Prozent, also um etwa 15 Prozentpunkte höher als bei Forza Horizon 5. Ihr seht also, dass es enorm vom Spiel und der Grafikkarte abhängen kann, wie stark sich die Auflösung auf die FPS auswirkt.
Aber auch eure CPU kann Erkenntnisse aus Tests ad absurdum führen: Begrenzt eine relativ schwache CPU ein Spiel auf 50 FPS, obwohl die Grafikkarte in 4K mehr als 50 FPS liefern könnte, werdet ihr in Full-HD, WQHD und 4K jeweils kaum einen Leistungsunterschied haben.
Bildwiederholfrequenz
Nachdem wir uns um Auflösungen, Bildformate und die Leistung gekümmert haben, geht es nun um Display-Technologien. Wir starten mit der Bildwiederholfrequenz.
Ein Monitor updatet seine Bildinformationen, die er von der Grafikkarte erhält, in gleichen Abständen mehrfach pro Sekunde. Der Standardwert sind 60 Updates pro Sekunde, also 60 Hz. Bei einem Multiplayer-Shooter, bei dem euer PC zum Beispiel 120 FPS schafft, verpasst ihr also jedes zweite Bild.
Falls ein gerade verpasstes Bild ausgerechnet das Bild ist, bei dem ein Gegner in euer Blickfeld kommt, habt ihr einen Nachteil von gut 8 Millisekunden.
Ein Monitor mit 120 Hz würde hingegen dafür sorgen, dass ihr das Bild mitbekommt. Insofern ist es für Spieler durchaus sinnvoll, einen Monitor ab 120 Hz zu wählen. Viele Monitore für Gamer bieten heutzutage ohnehin 144 Hz und mehr. Selbst bei geringeren FPS-Werten wirken bewegte Bilder zudem etwas sanfter als mit einem 60 Hz-Monitor, so dass eine hohe Bildwiederholfrequenz nicht nur für Power-Gamer mit Top-Hardware sinnvoll ist.
Tearing
Wenn die Grafikkarte ein Bild noch nicht ganz fertig berechnet hat, zeigt der Monitor bei einem Bildupdate zum Teil noch das alte, zum Teil schon das neue Bild. Grafikkarte und Monitor sind also nicht synchron zueinander. Bei langsamen Kamerabewegungen spielt das kaum eine Rolle, ebenso bei Kamerabewegungen oder Scrolling in jeweils vertikaler Richtung.
Quelle: PC Games Hardware
Nvidia zeigt auf einer Präsentation ein krasses Beispiel für Tearing
Da Bilder aber vertikal aufgebaut werden, gibt es eventuell dann, wenn ihr die Spielkamera schnell zur Seite bewegt oder schnell zur Seite scrollt, einen horizontal verlaufenden Riss im Bild - dies nennt man Tearing.
Ein Beispiel: Ihr bewegt zum Beispiel bei Call of Duty die Kamera schnell nach rechts, da ihr dort Schüsse wahrnehmt. Es wandert all das, was zuerst noch vor euch im Blickfeld war, nach links - nehmen wir nun noch an, eure Maus-Bewegung sorgt dafür, dass sich Bild um 1800 Pixel pro Sekunde verschiebt. Pro Bildupdate sind das bei einem 60 Hz-Monitor also 1800 Pixel verteilt auf 60 Bildupdates, also 30 Pixel Differenz pro Update.
Somit kann es also beim Tearing zu einem Versatz von bis zu 30 Pixeln kommen, was deutlich sichtbar ist. Bei höheren Bildwiederholraten kommt es folglich zu einem geringeren Versatz als bei niedrigen Bildwiederholraten - bei 120 Hz sind es zum Beispiel nur noch mögliche 15 Pixel Versatz. Störend bleibt dies aber trotzdem. Dagegen gibt es aber ein Mittel - dazu mehr auf der folgenden Seite.
