Konsolen-Ersatz: Tipps und Vorschläge zu Mini-PCs statt PS5 und Xbox Series X

Special Antonio Funes
Konsolen-Ersatz: Tipps und Vorschläge zu Mini-PCs statt PS5 und Xbox Series X
Quelle: SilverStone

Die Xbox Series X und Playstation 5 sind, was die Vorbestellungen angeht, ausverkauft. Wann sie nach ihrem offiziellen Release (10. respektive 19. November) wieder verfügbar sein werden, ist unklar. Eine sinnvolle Alternative zu den Konsolen kann ein Mini-PC fürs Wohnzimmer sein. Wir geben Tipps zu solchen PCs, machen vier Konfigurations-Vorschläge und erklären auch, warum Konsolen relativ günstig sind.

Mini-PCs als Konsolenersatz

In weniger als vier Wochen kommen die beiden neuen Spielekonsolen von Sony und Microsoft in den Handel: die Playstation 5 und Xbox Series X. Bei der Vorbestellerphase war die Nachfrage allerdings so hoch, dass es vermutlich nach Release für eine Weile keine frei erhältlichen Exemplare der neuen Konsolen geben wird, mit Ausnahme der Xbox Series S, einer Art Light-Version der Series X.

Die Knappheit an Konsolen zum Release wurde unter anderem auch verschuldet durch Händler und Privatleute, die bei der Vorbestellung nur zugriffen, da sie auf hohe Weiterverkaufspreise spekulierten.

Ein Foto einer Playstation 5 ist das, was viele Gamer auch nach Relase vorerst als einziges zu Gesicht bekommen werden. Quelle: Sony Ein Foto einer Playstation 5 ist das, was viele Gamer auch nach Relase vorerst als einziges zu Gesicht bekommen werden. Damit schnappten sie Gamern, die gerne zum Release direkt losgelegt hätten, die Konsolen vor der Nase weg, und zwar häufig auch mit Hilfe von Bots, die den Kauf automatisch erledigten. Zu diesem Themenkomplex verweisen wir auch auf die Kolumne unseres Autors, die wir vor zwei Wochen veröffentlichten. Eine Alternative zu einer Spielekonsole kann ein kompakter PC sein - genau dies ist unser heutiges Thema. Denn wir machen Vorschläge für vier Mini-PCs, die eine Konsole im Wohnzimmer "ersetzen" können. Dabei stellen wir zwei PCs zusammen, die eine sehr starke Leistung haben und mit der mutmaßlichen Power der neuen Spielekonsolen mithalten könnten - dies hat allerdings auch seinen Preis, nämlich mehr als 1200 Euro. Die anderen zwei PCs sind Mini-PCs, die nur etwa halb so teuer sind. Beginnen wollen wir aber mit einer Erklärung, warum die Preise zwischen PCs und Konsolen so stark differieren.

Spielekonsolen - vergleichsweise günstig

Ein PC ist in aller Regel deutlich teurer als eine Spielekonsole, die eine ähnliche Leistung liefert, was die Qualität und FPS (Bilder pro Sekunde) bei Spielen angeht. Doch warum ist das so? Dies hat mehrere Gründe:

  • Es ist in der Regel weniger Leistung nötig als bei PCs, um das gleiche Ergebnis bei Games zu erzielen. Denn Konsolen sind fast ausschließlich auf Gaming ausgerichtet. Zudem gibt es innerhalb der gleichen Plattform und Generation (aktuell noch: Playstation 4 und Xbox One) nur zwei bis drei Konsolen, die sich technisch auch noch sehr ähneln. Dies macht es Entwicklern viel einfacher, Games zu programmieren, da die Voraussetzungen klar und eindeutig sind. Bei PCs müssen die Entwickler aber auf eine Unmenge von verschiedenen Konfigurationen sowie ständig neu erscheinende CPUs, Mainboards und Grafikkarten Rücksicht nehmen.
  • Die Konsolen von Sony und Microsoft sind vor allem zum Release stark subventioniert, damit möglichst viele Gamer sich die neue Konsole überhaupt leisten können (oder wollen). Gewinne entstehen zunächst nur durch die Spieleverkäufe, Abos und Zubehörverkäufe. Nach einer Weile wird auch durch die Konsolenverkäufe Gewinn gemacht, denn die Produktion der Konsolen wird, genau wie bei PC-Hardware, natürlich immer günstiger. Die Preise im Handel aber sinken aber nur sehr langsam, so dass irgendwann der Punkt erreicht ist, an dem aus der Subvention dann doch ein Gewinn pro neu verkaufter Konsole wird. Die sehr moderate Preissenkung fängt also die anfängliche Subvention etwas auf. PCs und PC-Hardware ist aber nicht an Spieleumsätze gekoppelt - die Hersteller müssen mit dem Verkauf der Hardware ihr Geld verdienen, es nutzt ihnen nichts, wenn ein Nutzer sich Spiele kauft oder ein Abo wie den Game Pass von Microsoft eingeht.
  • Bei der Produktion gehen Sony und Microsoft langfristige Verträge mit den Zulieferern ein und bekommen daher sehr günstige Konditionen. Denn die Verträge sind für die Zulieferer eine Sicherheit und gewähren eine gute Planbarkeit der Bauteile, auch der Aufwand für einen Vertrieb der Komponenten fällt weg. Selbst wenn man die Konsolenbauteile auch einzeln im Handel bekommen könnte, ist der Herstellungspreis einer Konsole für Sony und Microsoft deutlich günstiger, als wenn man sich die einzelnen Bauteile als eigenständige Firma oder Nutzer separat kaufen und eine Konsole zusammenbauen würde.

Alle diese Punkte sorgen dafür, dass die Konsolen im Vergleich zu dem, was sie leisten können, vor allem in der ersten Phase nach Release deutlich günstiger als ein vergleichbarer Spiele-PC sind.

  1. Seite 1 Mini-PCs: Einleitung; Warum sind Konsolen günstig?
  2. Seite 2 Mini-PCs: Mainboards und Gehäusegrößen
  3. Seite 3 Mini-PCs: Maße PS5 und Xbox Series X; PC-Mini-Gehäue
  4. Seite 4 Mini-PCs: Rechenpower von Konsolen; Zwei starke Mini-PCs
  5. Seite 5 Mini-PCs: Zwei günstige Mini-PCs unter 700 Euro
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