Rund um Mainboards für euren Gaming-PC haben wir einiges an Basiswissen parat. Zudem gibt es für die Sockel AM4, AM5, 1700 und 1851 Modell-Empfehlungen.
Austattung und Größe von Mainboards
PCIe-Slots für die Grafikkarte bietet jedes moderne Mainboard, ebenso Audioausgänge und einen LAN-Anschluss sowie externe und interne USB-Anschlüsse. Achtet aber darauf, dass es genügend USB-Buchsen sowie SATA-Anschlüsse für eure Ansprüche gibt. Was M.2-Steckplätze für entsprechende SSDs angeht sollten es am besten zwei oder mehr sein. Für Gehäuse- und CPU-Lüfter sollte es am besten mindestens vier PWM-Anschlüsse geben.
Ebenso können für den ein oder anderen Gamer Header für RGB-Zubehör wichtig sein - hier gibt es mit drei Pins den 5V- sowie mit vier Pins den 12V-Standard, den ihr beachten müsst. WLAN und Bluetooth könnte noch ein weiterer Punkt sein, den manch ein Nutzer ab Werk vom Mainboard erwartet. Speziell beim Sockel 1700 von Intel könnt ihr zudem durch die Mainboardwahl entscheiden, ob ihr DDR4- oder DDR5-RAM verwenden wollt - leistungsseitig gibt es einen minimalen Vorteil für DDR5-RAM, das aber etwa 50 Prozent teurer als DDR4-RAM ist. Bei Sockel 1700-Mainboards für DDR4-RAM steht oft der Zusatz D4 oder DDR4 im Namen dabei.
Die letzte kaufrelevante Eigenschaft, die wir nennen wollen, ist die Größe des Mainboards. Besonders klein, aber mau ausgestattet und trotzdem teuer sind Mini-ITX-Mainboards, die ihr nur kaufen solltet, wenn ihr unbedingt ein extrem kleines Gehäuse nutzen sollt. Die meisten von euch werden aber ein ATX-Gehäuse nutzen und somit ein ATX-Mainboard nehmen, wobei auch die µATX-Modelle hereinpassen und ein guter Kauftipp sein können. Falls das Gehäuse sowieso nur den µATX-Standard hat, muss es ohnehin ein µATX-Mainboard sein. Den großen E-ATX-Standard solltet ihr nur nehmen, wenn ihr unbedingt ein besonders großes Gehäuse haben wollt, das ebenfalls E-ATX als Baugröße hat.
12 vergleichsweise günstige Beispiel-Mainboards
Zum Abschluss haben wir nun noch 12 eher günstige, nicht zum Übertakten gedachte Mainboards für euch herausgesucht und zu unseren Partnershops verlinkt. Es sind jeweils drei Modelle für jeden der vier Mainstreamsockel AM4, AM5, 1700 und 1851. Wir haben dabei auf einige Dinge geachtet: PCIe 4.0 oder 5.0 für Grafikkarten, mindestens zwei M.2-Slots und vier Lüfteranschlüsse sowie als Bauformat µATX oder ATX. Die µATX-Mainboards gibt es in aller Regel auch als ATX-Variante, bei der das kleine M hinter dem Chipsatznamen fehlt. In der Regel bieten die ATX-Versionen mehr PCIe-Slots und zum Teil auch ein Plus an anderen Onboard-Anschlüssen.
Quelle: Asus
Asus Prime B760M A D4 CSM
Wir starten mit dem Sockel AM AM4, der eine gute Wahl für einen Budget-PC sein kann, wenn ihr eine CPU bis maximal etwa 150 Euro verwenden wollt. Dementsprechend haben wir bewusst Mainboards für unter 100 Euro herausgesucht. Das Asus Prime B550M-A gibt es derzeit bei Amazon für knappe 84 Euro. ARLT hat das ASRock B550 Phantom Gaming 4 für 90,99 Euro ab Lager lieferbar. Das bewährte MSI B550M Pro-VDH bekommt ihr bei Amazon für 91,74 Euro. Was haben wir für AMDs Sockel AM5 für euch herausgesucht? Das Gigabyte B850M D3HP gibt es bei Amazon oder auch bei Cyberport für knappe 123 Euro. Etwa 10 Euro mehr kostet das Asus Prime B850M-K bei Amazon oder Alternate. Ein klein wenig günstiger ist das ASRock B850M pro-A bei Jacob Elektronik.
Wir schwenken nun zu Intel um - für den Sockel 1700, bei dem vor allem CPUs unter 200 Euro interessant sind, gibt es beispielsweise das ASRock B760M-HDV/M.2 D4 bei Amazon für 79,62 Euro. Das Gigabyte B760M D3HP DDR4 bekommt ihr bei Amazon oder auch Cyberport für knappe 86 Euro. Für etwas mehr als 100 Euro bei Amazon wollen noch das Asus Prime B760M-A D4-CSM nennen. Für den Sockel 1851 bietet Alternate zu einem Preis von knapp 102 Euro das ASRock B860M-H2 an. Etwa 20 Euro teurer ist das Gigabyte B860M D3HP bei Amazon oder auch Cyberport. Ein weiteres ASRock-Modell ist das ASRock B860M-X Wifi, das - wie der Name es zeigt - WLAN bietet und bei Alternate oder Jacob Elektronik etwa 127 Euro kostet.
