Preislich liefert sich die AMD Radeon RX 9060 XT ein Duell mit der Nvidia GeForce RTX 5060 - bei der Leistung entpuppt sich die RTX 5050 Ti als Konkurrent.
Leistung RX 9060 XT ohne Raytracing und KI-Features
Die Leistung der AMD Radeon RX 9060 XT haben wir durch statistische Zusammenfassungen von frei verfügbaren Tests durchgeführt. Diese von Hardware-Redaktionen durchgeführten Tests sind zum Großteil bereits seit Mittwoch online, sodass wir zwei Tage Zeit zur Analyse hatten. Wir gewichten dabei die Tests, die besonders viele Spiele verwendet haben, stärker als eher kleinere Tests.
Dadurch verhindern wir eine Verzerrung durch eher zufällige Ausreißer. Denn erfahrene Spieler wissen: Manch ein Spiel liegt einer Grafikkarte besonders gut, andere hingegen wiederum besonders schlecht.
Wenn in einem Test mit nur vier oder fünf Spielen dann ein solches Ausreißerspiel dabei ist, verzerrt dies den Gesamtschnitt viel stärker als wenn man 10, 15 oder gar 20 Spiele testet. Wir konzentrieren uns allgemein auf die Ergebnisse ohne Raytracing und ohne Hilfs-Features wie AMD FSR (oder DLLS, wenn es um die Nvidia-Vergleichs-GPU geht) für die Auflösungen Full-HD und WQHD.
Bei unserer Analyse war natürlich auch der Test unseres Schwestermagazins PC Games Hardware dabei, das für die Standardtests ohne Raytracing oder KI-Hilfen 20 Games als Bewertungsgrundlage verwendet hat.
Sowohl bei der PC Games Hardware als auch den anderen von uns in die Analyse hinein genommenen Tests wurde nur die 16-GB-Version der AMD Radeon RX 9060 XT verwendet, da Grafikkarten mit nur 8 GB Video-RAM ohnehin keine Zukunft haben. Zusammenfassend kann man zur Leistung der AMD Radeon RX 9060 XT Folgendes sagen, wobei das Kürzel 16G für die Videospeichermenge von 16 GB steht:
- Die neue AMD Radeon RX 9060 XT 16G liegt 2 Prozent hinter der Nvidia GeForce RTX 5060 Ti 16G sowie 2 Prozent vor der Radeon RX 7700 XT.
- Im Vergleich zur GeForce RXT 4060 Ti 8G und RTX 5060 ist die Radeon RX 9060 XT 22 beziehungsweise 24 Prozent schneller.
- Auf die Radeon RX 7600 XT beträgt der Vorsprung 46 Prozent, auf die RX 7600 58 Prozent.
- Zur Intel Arc B580 und B570 sind die Vorteile ähnlich (etwa 45 und 57 Prozent).
- Die GeForce RXT 4070 liegt 14 Prozent, die Radeon RX 7800 XT 16 Prozent vor der Radeon RX 9060 XT 16G.
- Die GeForce RTX 5070 ist 39 Prozent schneller, die Radeon RX 9070 wiederum 47 Prozent schneller als die Radeon RX 9060 XT.
- Die Aussagen beziehen sich auf Full-HD und WQHD, mit Ausnahme der Leistungsunterschiede zu den schwächeren Grafikkarten mit 8 GB wie der Radeon RX 7600 und GeForce RTX 4060, 4060 Ti 8G und 5060. Hier vergrößern sich die Abstände bei WQHD zugunsten der Radeon RX 9060 XT um weitere 2 bis 4 Prozentpunkte.
Damit ihr auch noch einen grafischen Eindruck der Leistungsverhältnisse bekommt, haben wir einen Leistungsindex von der AMD Radeon RX 7600 bis zur Radeon RX 9070 und GeForce RTX 5070 erstellt.
Die RX 9060 XT erhält dabei den Wert 100, sodass ihr gut ablesen könnt, wie viel Prozent schneller oder langsamer andere GPUs sind - beachtet dabei, dass ihr für den Vergleich mit langsameren Grafikkarten nicht einfach die Differenzen nehmen könnt.
Zwischen der RTX 5060 und RX 9060 XT liegen beispielsweise 19 Prozentpunkte Unterschied, die RX 9060 XT ist aber etwa 23 Prozent schneller, da ihr Leistungswert von 100 geteilt durch den der RTX 5060 (81) etwa 1,2345 ergibt, gerundet also je nach Lesart ein Plus von 23,5 oder 24 Prozent:
Quelle: Antonio Funes
Leistung RX 9060 XT
Verwunderlich ist der sehr große Leistungsabstand zur Radeon RX 9070 von 47 Prozent, da an sich keine AMD-Grafikkarte mehr absehbar ist, die sich zwischen die beiden GPUs setzen könnte.
Aber selbst, falls es doch noch eine Radeon RX 9060 XTX geben wird, würde sie - wenn sie genau zwischen der 9060 XT und 9070 rangieren würde - jeweils über 20 Prozent Abstand haben, was ein enormer Wert ist. Was die Leistung der Radeon RX 9060 XT aber allgemein angeht, so ist sie bezogen auf ihren Preis ein Knaller, wie wir auf der nächsten Seite noch genauer aufzeigen werden, wo wir auch kurz auf Raytracing, FSR und den Strombedarf eingehen.
