Unsere Lautsprecher-Kaufberatung erklärt euch einiges zu Bauarten, Nahfeldmonitoren, Soundübertragung und mehr inklusive 32 Stereo-Sets in einer Übersicht.
Welche Konfiguration soll ich nehmen? 2.0, 2.1 oder 5.1?
Die Boxen- und Subwoofer-Konfiguration stellt man mit einem Zahlenpaar dar. Vorne steht die Anzahl der Lautsprecher, hinten die der Subwoofer. 2.0 sind also zwei Boxen ohne Subwoofer, 2.1 zwei Boxen mit Subwoofer, und bei 5.1 geht es um Surroundsound, bei dem fünf Boxen (je zwei vorne und hinten für den Sound links und rechts sowie ein Center-Lautsprecher vorne in der Mitte) und ein Subwoofer im Spiel sind.
Für Heimkino-Enthusiasten gibt es auch noch Settings wie 7.2 oder 9.2 - aber sofern es um euren PC zu Hause geht und ihr einen Schreibtisch nutzt, raten wir definitiv von mehr als Stereo ab.
Es ist nämlich sehr schwierig, auf kleinem Raum mit kurzen Abständen ein funktionierendes Surround-System zu platzieren. 4.0, 5.0, 5.1 oder mehr solltet ihr daher nur umsetzen, falls ihr beispielsweise für einen Wohnzimmer-PC vom Sofa aus zockt und Filme schaut, sodass die Boxen in den vorderen Ecken mindestens etwa zwei bis drei Meter entfernt stehen.
Sollte euch ein solches Heimkino-Setting fürs Wohnzimmer vorschweben, dann gibt es einige wenige All-in-one-Heimkino-System mit Verstärker-Einheit und 4 oder 5 Lautsprechern, optional auch mit Subwoofer.
Weiter verbreitet und in der Regel besser ist ein AV-Receiver, zu dem ihr dann die passiven Lautsprecher als Set oder einzeln separat dazukauft. Den Sound übermittelt ihr dann vom PC aus per HDMI - das Bild schleift der AV-Receiver durch und gibt es dann am Bildschirm aus.
Ihr könnt dabei auch zuerst bei Stereo bleiben, damit ihr für euer Start-Budget einen besseren Klang erhaltet, und erst nach und nach auf Surround erweitern. Beginnt ihr mit Standlautsprechern, ist auch direkt ein passabler Bass möglich, je nach Preisklasse auch so stark, dass selbst für Actionfilme kein Subwoofer mehr nötig ist.
Quelle: Denon
Denon AVC S670H - AV-Receiver für bis zu 5.2-Settings, mit HDMI 2.1, 4K-Bilddurchleitung und vielen Audio-Streaming-Funktionen ab etwa 310 Euro.
Aktives Stereo-Set meistens das Mittel der Wahl
Für ein klassisches Gaming-Setting am Schreibtisch aber solltet ihr, wie schon gesagt, auf ein Stereo-Set setzen. Für Surroundsound in Spielen könnt ihr Kopfhörer (oder natürlich auch Headsets) nutzen.
Denn dank ausgefeilter Algorithmen und der Tatsache, dass die Kopfhörer sehr nah am Ohr sitzen und es daher keine störenden Raum-Reflexionen gibt, funktionieren die Surroundsound-Simulationen für Stereo-Kopfhörer schon längst sehr gut. Daher sowie der Platzproblematik sind 5.1-Boxensets für PCs quasi ausgestorben.
Derzeit sind nur noch zwei Surround-Boxensets für PCs, die auch analog verbunden werden können, gelistet: Das GXT Tytan 5.1 von Trust Gaming für gut 100 Euro und das Logitech Z906 für 270 Euro.
Es bleibt nun also die Frage: 2.0 oder 2.1? Zum gleichen Preis bieten 2.0-Systeme in aller Regel den differenzierteren und klareren Sound, dafür fehlt es im Bassbereich etwas an Power. Grob kann man dabei sagen: Je kleiner die Boxen sind, desto schwächer fällt der Bassbereich aus. Es gibt aber auch erstaunlich bassstarke, kleine 2.0-Systeme.
Ohne Platzmangel setzt ihr lieber auf ein 2.0-Set mit relativ großen Lautsprechern für einen ausgewogenen und detaillierten Sound, trotzdem genügend Bass liefert. Ein 2.1-Set kann aber dank des Subwoofers im Vergleich zu einem ähnlich teuren 2.0-Set mehr "Wumms" liefern und geht beim Bass in der Regel auch weiter nach unten, was die Frequenzen angeht. Allerdings ist der Sound dann meist schwammiger und weniger detailliert als bei ähnlich teuren 2.0-Boxensets.
Hier müsst ihr dann überlegen, was euch wichtiger ist: viel Bassstärke oder eher mehr Details und Klangklarheit. Eine interessante Variante für ein 2.0-Set sind Nahfeldmonitore - diese richten sich eher an professionelle Anwender, können aber auch Gamer eine gute Wahl sein. Auf der nächsten Seite erklären wir euch mehr zu dem Thema.
