Gaming-Gehäuse: Grafikkarten, CPU-Kühler und Radiatoren

Special Antonio Funes
Gaming-Gehäuse: Grafikkarten, CPU-Kühler und Radiatoren
Quelle: Deepcool 

In unserem Feature bieten wir 50 Modelle in einer Marktübersicht und erklären, was ihr bei der Auswahl eines Gehäuses für einen Gaming-PC beachten solltet.

Grafikkarten-Länge

Atuelle Top-Grafikkarten sind oft länger als 30 Zentimeter, einige wenige messen dabei 33 Zentimeter und mehr. Bei den stärkeren Grafikkarten gibt es zum Beispiel auf Seinen von Nvidia vereinzelt auch eine GeForce RTX 4070 Ti Super oder RTX 4080 unter 29 Zentimeter Länge, bei AMD trifft dies auf einige RX 7800 XT oder 7900 XT-Modelle zu.

Kurzum: Selbst falls euere Hardware (zunächst) eher zur Mittelklasse zählt, solltet ihr lieber ein Gehäuse nehmen, das mindestens 30 Zentimeter Platz für Grafikkarten lässt. Die Auswahl ist dabei aber mehr als groß: Von den mehr als 800 Gehäusen mit ATX-Standard bieten über 750 mindestens 30 Zentimeter Platz für Grafikkarten. Wichtig: Manchmal verringert sich die Herstellerangabe, wenn ihr vorne Lüfter oder einen Radiator einbaut. In einigen wenigen Fällen verlangen besonders schmale Gehäuse (meist aus dem Mini-ITX-Bereich) Low-profile für Grafikkarten, also eine besonders schmale Grafikkarte. Sinn für Gaming-PCs macht dies aber nicht - die einzige aktuelle Grafikkarte mit Low-profile, die leistungsmäßig nicht zu schwach für Full-HD-Gaming ist, ist eine Nvidia GeForce RTX 4060 von Gigabyte, die 350 Euro kostet. Eine gleichstarke AMD Radeon RX 7600 im normalen Format bekommt ihr ab 270 Euro.

Sharkoon TG4M RGB Seitenansicht ohne Fenster Quelle: Sharkoon  Bei vielen Gehäusen wie diesem Sharkoon TGM4 ist Grafikkarten von der Vorder- bis Rückseite nichts im Weg außer den vorderen Lüftern.

CPU-Kühler und Radiatoren

Für eine gute Kühlung des Prozessors ist ein CPU-Kühler nötig - mit Modellen zwischen 14 und 17 Zentimetern ab 20 Euro geht dies effizienter und somit auch leiser als mit kleineren Kühlern. Dafür muss das Gehäuse aber breit genug sein, da ansonsten der Kühler mit dem (von vorne gesehen) linken Seitenteil kollidiert. Die maximal zulässige Kühlerhöhe findet ihr bei den technischen Daten von Gehäusen. Dabei ist die Gesamtbreite des Gehäuses kein guter Indikator: Es gibt zum Beispiel Gehäuse, die 20 Zentimeter breit sind und trotzdem nur maximal einen 15 Zentimeter hohen CPU-Kühler zulassen, andere 20 Zentimeter breite Gehäuse hingegen können sogar 17 Zentimeter hohe Kühler aufnehmen. Diese Unterschiede liegen daran, dass je nach Gehäuse unterschiedlich viel Raum zwischen der Mainboard-Ebene und dem rechten Seitenteil freigelassen wird, um dort zu Kabel verlegen. Wenn dieser Raum recht großzügig bemessen wird, ist natürlich weniger Platz von der Mainboard-Ebene bis zum linken Seitenteil übrig.

Arctic Liquid Freezer II 280 ARGB Quelle: Arctic AiO-Wasserkühlung Arctic Liquid Freezer 280 ARGB Ein weiteres Thema sind Radiatoren. Ein Radiator ist Kühlelement, das bei Wasserkühlungen die Wärme aufnimmt, die durch Wasser vom eigentlichen Kühlkörper über Schläuche zum Radiator gelangt. Der Radiator erwärmt sich und entnimmt dem Wasser Wärmenergie, Lüfter führen die Wärme des Radiators dann ab. Radiatoren werden an der Innenseite des Gehäuses befestigt - bei Längen von 240mm (für zwei 120mm-Lüfter) oder größer kommen sie meist vorne oder oben ins Gehäuse. Achtet also darauf, welche Einbauplätze für Radiatoren euer neues Gehäuse bietet, falls ihr eine All-in-One-Wasserkühlung einbauen wollt. Die Anzahl an 120- oder 140mm-Lüftern, die ihr oben oder vorne einbauen könnt, sind meist ein Indiz dafür, welche Radiatoren passen. Aber Achtung: Durch Streben oder auch den Abstand der Gehäuse-Decke zum Mainboard kann es sein, dass der Radiator inklusive Lüftern zu dick wird und doch nicht hineinpasst. Zum Teil sind Slim-Lüfter, also besonders dünne Lüfter die Lösung, damit es gerade so hinhaut. Falls ihr keine All-In-One-Wasserkühlung einbauen wollt, sondern eine klassische Wasserkühlung aus selbst zusammengestellten Komponenten mit separater Pumpe und Wasserbehälter, müsst ihr genau beachten, ob und wo vor allem die beiden letztgenannten Bauteile Platz finden.

  1. Seite 1 Gaming-Gehäuse: Größe und Formfaktoren
  2. Seite 2 Gaming-Gehäuse: Anschlüsse, Steuerungen und Lüfter
  3. Seite 3 Gaming-Gehäuse: Grafikkarten, CPU-Kühler und Radiatoren
  4. Seite 4 Gaming-Gehäuse: Kauftipps in Kurzform, Marktübersicht
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