In unserem Feature bieten wir 50 Modelle in einer Marktübersicht und erklären, was ihr bei der Auswahl eines Gehäuses für einen Gaming-PC beachten solltet.
Anschlüsse und Steuerungen
Wichtig bei einem Gehäuse sind vor allem die Einbauplätze für die Hardware und Lüfter. Ein ebenfalls relevantes Feature sind aber die Anschlussoptionen, die meist vorne an der Gehäusefront oder vorne oben auf dem Gehäuse vorhanden sind. In aller Regel sind dort mindestens zwei Audio-Anschlüsse für Kopfhörer und Mikrofon sowie zwei USB-Ports. Die Art der USB-Ports kann aber abweichen - in jedem Falle werden sie aber mit einem oder mehreren Kabeln, die im Gehäuse schon vorhanden sind, mit einem oder mehreren passenden Anschlüssen des Mainboards, so genannten Headern verbunden.
Ihr solltet daher durchaus genau darauf achten, welche Ports das Gehäuse bietet - es kann nämlich sehr ärgerlich sein, wenn euer Mainboard zwar Onboard-Header für USB 3.0 und höher bietet, das Gehäuse aber nur veraltete 2.0-Ports hat. Halbwegs aktuelle Mainboards sind meist unkritisch und bieten fast durch die Bank weg mindestens je einen Header für USB 2.0 und 3.0, wobei jeder Header zwei Ports versorgen kann. Ein weiteres Feature von Gehäusen können Lüfter- und/oder RGB-Steuerungen sein. Hierbei könnt ihr dann am Gehäuse oder per Fernbedienung die Geschwindigkeit der Lüfter sowie die Farbe und Effekte von RGB-LEDs ansteuern - natürlich jeweils nur dann, wenn ihr die Lüfter respektive RGB-Zubehör mit der Steuerung verbunden habt. Manch einer bevorzugt allerdings die Ansteuerung über das Mainboard - falls ihr also ein neues Gehäuse sucht und eines findet, das eine eigene Ansteuerung der Lüfter und/oder RGB-LEDs ermöglicht, dann solltet ihr dabei bedenken, dass ihr dies natürlich auch dann mitbezahlt, wenn ihr das Feature gar nicht benötigt. Bei manchen Gehäusen wird übrigens vorausgesetzt, dass ihr bestimmte Lüfter desselben Herstellers verwendet, damit die Kompatibilität zur Steuerung gewährleistet wird.
Quelle: Fractal Design
Bei vielen Gehäusen wie dem Fractal Design Focus 2 sind Schalter und USB-Ports auf der Oberseite.
Lüfter: Weniger kann mehr sein
Es ist nicht nötig, dass das Gehäuse eurer Wahl eine große Armada an Lüftern beherbergen kann. Mit der Kühlung moderner Grafikkarte sowie einem halbwegs ordentlichen CPU-Kühler reicht sogar in aller Regel ein einziger Gehäuselüfter aus, der an der Innenwand der Rückseite des Gehäuses im oberen Bereich eingebaut wird. Als Unterstützung für einen guten Luftstrom könnt ihr noch ein oder zwei Lüfter vorne unten einbauen, die frische Luft ins Gehäuse einsaugen. Zwei Lüfter sind dabei oft leiser, denn sie können gemeinsam mit nur beispielsweise 20 Prozent der maximalen Drehzahl drehen und trotzdem so viel Luft bewegen wie der einzelne Lüfter, der dafür aber schon bei 50 Prozent Drehzahl sein müsste. Ob weitere Lüfter oben in der Gehäusedecke oder unten am Boden oder sogar seitlich Sinn machen, müsst ihr testen. Zu viele Lüfter können nämlich auch das Gegenteil von dem bewirken, was ihr vorhabt: Die vielen Luftströme stören sich eventuell gegenseitig, so dass es in der Summe lauter und gleichzeitig unter Umständen sogar wärmer wird als mit insgesamt nur zwei bis drei Lüftern. Trotzdem schadet es natürlich nicht, wenn ihr beim Gehäusekauf darauf achtet, dass euer Modell der Wahl viele Optionen bei der Lüfterausstattung bietet. Viele Gehäuse haben zudem bereits einen oder mehrere Lüfter im Lieferumfang dabei - diese Lüfter können allerdings zum Teil relativ laut sein, vor allem, falls das Gehäuse keine Lüfteransteuerung bietet, sondern die Stromversorgung der Lüfter direkt über das Netzteil erfolgt. Dann laufen die Lüfter nämlich stets bei 100 Prozent ihrer Drehzahl. In der Regel könnt ihr die mitgelieferten Lüfter aber aus der vorgesehenen Stromversorgung ausklinken und auch einzeln direkt am Mainboard anschließen, um ihre Drehzahl anzusteuern.
