Kürzlich kamen die lange erwarteten neuen Intel-Prozessoren der Haswell-Familie in die Läden - sind die CPUs ihren Preis wert? Dabei untersuchen wir den Strombedarf, prüfen die Leistung der neuen CPUs und geben euch konkrete Kaufempfehlungen.
Kaufempfehlungen
Unsere allgemeine Kaufempfehlung ist, wie schon auf der vorigen Seite erwähnt, dass bei einem PC-Neukauf oder einer Aufrüstung von einem älteren Sockel als dem Sockel 1155 die Anschaffung eines Sockel 1150-Mainboards und einer Haswell-CPU die derzeit beste Wahl für Gamer ist. In Preis-Leistung steht der Sockel 1150 dem Erfolgssockel 1155 in nichts nach. Doch welches der zahlreichen Modelle sollte man nehmen? Dies kann man nur schwer beantworten, doch bei den derzeitigen Preisen bieten alle Core i5-Haswell-CPUs eine dem Preis entsprechende Leistung. Hier entscheidet also euer Geldbeutel. Zwischen 160 und 200 Euro finden sich die drei Standard-Modelle 4430, 4570 und 4670. Jede der CPUs ist dem Takt entsprechend ein wenig stärker als das jeweils günstigere Modell. Als Mainboard bieten die Platinen mit dem H87-Chipsatz ein gutes Preis-Leistungs-Angebot. Ausnahme: wer übertakten will, der muss ein Übertakter-Mainboard mit dem Chipsatz Z87 anzuschaffen und bei der CPU zum Core i5-4670K greifen, da nur dieser einen frei verstellbaren Multiplikator besitzt. Die abweichenden stromsparenderen S- und T-Prozessoren bringen für den durchschnittlichen User keine nennenswerten Vorteile und haben durch den niedrigeren Takt in Spielen sogar eher eine negative Auswirkung.
Doch was ist mit den Core i7-Prozessoren? Der große Unterschied zu den Core i5-Modellen ist wie schon bei den Sandy- und
Quelle: Gigabyte
Gigabyte Z87-HD3 - 105 Euro
Ivy-Bridge-Modellen, dass beim Core i7 nicht wie beim Core i5 vier, sondern acht "Threads" genutzt werden können. Ein "Thread" ist vereinfach gesagt ein Rechenpfad, der eigenständig angesteuert werden kann, als sei er quasi ein separater CPU-Kern. Die Core i7-CPUs haben nun technisch gesehen wie die Core i5 nur vier Kerne, lassen aber pro Kern zwei Threads zu - so gesehen arbeiten die Core i7 also wie ein Achtkern-Prozessor, denn man nutzt pro echtem Kern ja zwei Threads, also sozusagen zwei "virtuelle" Kerne. Allerdings sind die Vorteile vor allem in Spielen nicht groß, der Preis der Prozessoren aber um 80 bis 100 Euro teurer. Das sind um die 50 Prozent Aufpreis. Bis auf einige User, die neben Games auch besondere auf mehr als vier Kerne abgestimmte andere Anwendungen nutzen, lohnt sich der Kauf eines Core i7 also nicht. Wer sich trotzdem einen Core i7 anschaffen möchte, bekommt für 270 Euro den normalen Core i7-4770, für 20 Euro mehr den übertaktbaren Core i7-4770K.
