Hardware-Jahresrückblick - Diese Themen bestimmten 2016

Special Antonio Funes
Hardware-Jahresrückblick - Diese Themen bestimmten 2016
Quelle: MSI

2016 war vor allem ein Jahr für Grafikkarten-Fans. Doch auch andere Entwicklungen und Neuheiten waren interessant - wir blicken zurück und listen euch außerdem unsere wichtigsten Hardware-Specials der letzten 12 Monate auf.

Jahresrückblick 2016

Das Jahr 2016 neigt sich dem Ende zu. Doch welche Neuheiten und Trends aus dem Hardwarebereich gab es in den 12 Monaten? Nicht jeder hat alles Wissenswerte mitbekommen, so dass wir in unserem heutigen Special genauer zurückblicken. Zu den meisten Themen, zum Beispiel zu allen 2016 neu herausgekommenen Grafikkarten, hatten wir auch entsprechende Specials veröffentlicht. Diese und auch andere zu unserem Rückblick passende Specials haben wir natürlich auch im Text verlinkt.

Einen Überblick über alle unseren wöchentlichen Hardwarespecials des letzten Jahres findet ihr zudem auch in diesem Forenthread. Doch nun zu unserem Rückblick - wir beginnen mit Grafikkarten, denn hier hat sich 2016 besonders viel getan.

Grafikkarten

Im Sommer 2016 gab es eine massive Veränderung auf dem Hardwaremarkt. Lange Zeit, um genau zu sein seit Oktober 2014, dominierte die Nvidia GTX 970 den Grafikkartenmarkt, was die Verkäufe angeht. Denn sie kann alle Spiele auf hohen Details darstellen und steht in Sachen Preis-Leistung sehr gut da. Beim Release kostete sie 300 Euro, danach und bis zum Sommer dieses Jahres eher 320 Euro und mehr. AMD hatte als Konkurrenz die etwas schwächere, aber auch günstigere R9 290 zu bieten. Abgelöst wurde sie von der R9 390, die wiederum etwas mehr als eine Nvidia GTX 970 leistet bei einem vergleichbaren Preis, aber auch deutlich mehr Strom verbraucht. Im Bereich der High-End-Grafikkarten war AMD wiederum nicht mehr vertreten, da die GTX 980 Ti von Nvidia die beste AMD-Grafikkarte (R9 Fury X) eindeutig übertreffen konnte, ohne dabei nennenswert teurer zu sein.

Die GTX 1070 löste im Sommer vom Preis her die GTX 980 ab, leistet aber so viel wie die damals 200 Euro teurere Nvidia GTX 980 Ti. Quelle: Asus Die GTX 1070 löste im Sommer vom Preis her die GTX 980 ab, leistet aber so viel wie die damals 200 Euro teurere Nvidia GTX 980 Ti. Trotzdem waren die über 650 Euro Kaufpreis für eine GTX 980 Ti nur etwas für Hardcore-Zocker. Die GTX 980 wiederum liegt bei der Leistung nicht sehr weit von der GTX 970 entfernt, so dass ihr Preis von mindestens 450 Euro zu hoch angesetzt war. Doch der Sommer 2016 brachte einen Umschwung, und zwar in allen Preisklassen zwischen 200 und 700 Euro. Wir blicken zunächst auf Nvidia und danach auf AMD.

Grafikkarten 2016: Nvidia

Nvidia veröffentlichte im Sommer gleich drei neue Grafikkarten der neuen Pascal-Familie: zunächst kamen Anfang Juni innerhalb von wenigen Tagen die GTX 1070 und GTX 1080 heraus, etwa Mitte Juli rückte die GTX 1060 nach. Die vorletzte Ziffer im Namen verrät: innerhalb der 1000er-Generation sieht Nvidia die GTX 1060 als Mittelklasse-Karte, die GTX 1070 besetzt die Oberklasse, und mit der GTX 1080 steht die neue High-End-Karte in den Läden. Was den Grafikkartenmarkt nun kräftig durcheinanderwirbelte: das Preis-Leistungs-Verhältnis. Denn Nvidias GTX 1070 leistet für etwa 450 Euro sogar ein wenig mehr als eine GTX 980 Ti, die bis zum Release der GTX 1070 im Preis nicht nachgab und folglich über lange Zeit hinweg deutlich über 600 Euro kostete.

Preislich den Platz der GTX 980 Ti belegt seit diesem Sommer wiederum die GTX 1080 - sie leistet aber mindestens 20 Prozent, in hohen Auflösungen sogar 25 bis 35 Prozent mehr als die GTX 980 Ti. Durch die beiden neuen Top-Boliden GTX 1070 und 1080 musste in diesem Sommer also freilich die GTX 980 Ti im Preis auf 400 bis 450 Euro gesenkt werden, um als Restposten noch an den Mann gebracht werden zu können. In genau diesem Preisbereich lag aber über viele Monate hinweg die Nvidia GTX 980, die der GTX 980 Ti bei der Leistung deutlich unterlegen ist. Also war auch die GTX 980 fällig für eine Preissenkung und fiel auf etwa 350 Euro - dort war aber eigentlich die GTX 970 beheimatet. Eine Preissenkung der Nvidia GTX 970 war also ebenfalls unausweichlich, die Preise sanken innerhalb von wenigen Tagen von über 300 Euro auf etwa 250 Euro. Im Nachhinein ist klar: nicht allein die Preissenkung der Nvidia GTX 980 ist dafür verantwortlich, denn die Mitte Juli veröffentlichte Nvidia die nächste Pascal-Grafikkarte: die GTX 1060. Diese leistet in etwa so viel wie die Nvidia GTX 980, verbraucht zudem weniger Strom und bietet zwei Gigabyte mehr Videospeicher - das Ganze für einen Preis von nur 270 bis 300 Euro.

Die GTX 1050 Ti bietet für 150 Euro eine gute Leistung - hier ein Modell von EVGA. Quelle: EVGA Die GTX 1050 Ti bietet für 150 Euro eine gute Leistung - hier ein Modell von EVGA. Durch den Preis von unter 300 Euro für eine Nvidia GTX 1060 fiel der Preis der Nvidia GTX 970 daher rasch sogar unter 250 Euro. Vor zwei Monaten kam dann noch der letzte Nachschlag von Nvidia: die GTX 1050 Ti für einen Preis von nur 150 bis 180 Euro übertrifft die Leistung der GTX 960, die seit Anfang 2015 für etwa 200 Euro zu haben war und im Preis bis zum Release der GTX 1050 Ti auch nicht nachgab. Um es zusammenzufassen: wenn man genauer analysiert, wie viel Leistung man bei Nvidia pro Euro in den Preisklassen von 200 bis 700 Euro bekommen konnte, kam es im Sommer durch die neuen 1000er-Grafikkarten von Nvidia innerhalb von wenigen Wochen effektiv zu einer Preissenkung um 30 bis 40 Prozent. Dies ist bemerkenswert, da normalerweise beim Release der neuen Generation für ein Budget von beispielsweise 300 Euro nicht viel mehr Leistung zu bekommen ist als kurz vor dem Release. Allerdings hat dies nicht zuletzt damit zu tun, dass die mittlerweile veralteten 900er-Modelle seit ihrer Veröffentlichung kaum günstiger geworden waren - das ist eigentlich eher unüblich. Dies waren die wichtigen Grafikkarten-Neuheiten von Nvidia in 2016 - wir hatten alle vier (beziehungsweise inklusive der GTX 1050 in der Non-Ti-Version sogar fünf) Nvidia-Modelle auch kurz nach ihrem Release genauer unter die Lupe genommen: im Juni ein Special zur Nvidia GTX 1080 sowie natürlich auch zur GTX 1070 , im Juli folgte ein Special zur GTX 1060 und im November schließlich noch eines zur GTX 1050 und GTX 1050 Ti . Doch auch AMD hat beim Preis-Leistungs-Spiel dieses Jahres mitgewirkt - dies ist unser nächstes Grafikkarten-Thema der Rückschau 2016.

Grafikkarten 2016: AMD

AMD hat 2016 ebenfalls einige neue Eisen ins Feuer geworfen. Allerdings - im Gegensatz zu Nvidia - nicht im Preisbereich über 300 Euro. Ende Juni 2016 startete AMD die neue Polaris-Reihe mit der RX 480. Zum einem ähnlichen Preis wie die Nvidia GTX 1060 bietet die AMD RX 480 zwar eine etwas schwächere Leistung, kann durch den Videospeicher (acht Gigabyte) allerdings am Ende gleichziehen, was das Preis-Leistungs-Verhältnis angeht.

Die AMD RX 480 (hier eine Sapphire Nitro) ist ein gute Konkurrenz zur Nvidia GTX 1060 Quelle: Sapphire Die AMD RX 480 (hier eine Sapphire Nitro) ist ein gute Konkurrenz zur Nvidia GTX 1060 In der Version mit halb so viel, also vier Gigabyte Videospeicher kostet die AMD RX 480 etwa 30 bis 40 Euro weniger und ist für Sparfüchse ein guter Tipp - Nvidias GTX 1060 gibt es ebenfalls mit nur halber Speichermenge, allerdings sind die daraus resultierenden nur drei Gigabyte etwas zu wenig und daher keinen Kauftipp wert. Nach der AMD RX 480 folgte dann rasch die RX 470, welche eine Leistung bietet, die mit der Nvidia GTX 970 vergleichbar ist. Auch die Distanz zur AMD RX 480 ist nicht weit, so dass die AMD RX 470 dank des Preises von 190 bis 220 Euro ein sehr guter Kauf ist. Zudem übertrifft sie bei der Leistung den preislichen Konkurrenten Nvidia GTX 960 um 30 bis 40 Prozent, teilweise in einigen Spielen sogar mehr. Zwar hat Nvidia in der Zwischenzeit die GTX 1050 Ti herausgebracht, aber trotzdem steht AMDs RX 470 sehr gut da, da sie für Preise ab 190 Euro etwa 35 bis 40 Prozent mehr leistet als Nvidias GTX 1050 Ti. Übrigens: die AMD RX 470 gibt es vereinzelt auch mit acht Gigabyte Video-RAM, allerdings ist die Ersparnis zu einer stärkeren AMD RX 480 (8GB) nicht besonders hoch - wer unbedingt auf acht Gigabyte Videospeicher setzen will, sollte also eher direkt zum großen Bruder der AMD RX 470 greifen.

Last but not Least: mit der AMD RX 460 kann AMD auch im Einsteigerbereich für manche Nutzer attraktiv sein, wobei man unbedingt zur Version mit vier Gigabyte Videospeicher greifen sollte, die es schon ab 120 Euro gibt. Die Nvidia GTX 1050 Ti liegt zwar klar vorne, aber wer partout nicht mehr als etwa 140 Euro aufbringen kann, liegt mit der AMD RX 460 nicht verkehrt. Hier die Links zu unseren drei Specials zu den AMD-Grafikkarten-Neuheiten: im Juli befassten wir uns mit der RX 480, im August war die RX 470 an der Reihe, und kurz danach im September folgte die RX 460.

  1. Seite 1 Jahresrückblick 2016: Grafikkarten von Nvidia und AMD
  2. Seite 2 Jahresrückblick 2016: CPUs, Mainboards, VR, 4K und weiteres
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