Jahresvorschau 2022: Mögliche neue Trends
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Was erwartet uns im Jahr 2022 in Sachen Hardware? Welche Trends könnte es geben? Wir schauen in unserer Jahresvorschau vor allem auf die CPUs von AMD und Intel sowie Grafikkarten von AMD und Nvidia, die wir im Laufe der nächsten 12 Monate erwarten. Außerdem thematisieren wir mögliche Trends zu Monitoren, Laptops und Cloudgaming.
Mögliche Trends für das Jahr 2022
Gibt es neben CPUs sowie Grafikkarten und deren Preisentwicklung überhaupt noch andere Dinge rund um Hardware, die zu erwarten sind und etwas relevantes Neues bringen? Diese Frage kann man aus unserer Sicht eher mit einem Nein beantworten. Selbstverständlich wird es zahlreiche neue Produkte aus den Bereichen Mainboards, SSDs, PC-Gehäusen, Kühlern, Monitoren, Mäusen, Tastaturen und mehr geben. Aber die eine große Besonderheit sehen wir für die nächsten 12 Monate nicht. Allerdings könnte es den ein oder anderen Trend geben, der durchaus den Bereich der PC-Hardware ein wenig verändern könnte, obgleich hier zuerst nur die sehr technikinteressierten Nutzer zugreifen dürften. So sehen wir die Möglichkeit, dass OLED bei Gaming-Monitoren so langsam in Schwung kommt - damit meinen wir allerdings lediglich, dass einige neue Modelle auf den Markt kommen könnten, und das dann auch erst eher in der zweiten Jahreshälfte. Denn aktuell listen Preisvergleich-Websites gerade einmal drei OLED-Monitore, von denen der größte mit 48 Zoll eher einem Fernseher gleicht und 1500 Euro kostet.
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Kurioserweise ist er damit auch der günstigste OLED-Monitor, denn die beiden anderen kommen von LG mit 31,5 Zoll für knapp 3000 Euro und Asus mit 22 Zoll für schlappe 4500 Euro.
Quelle: MSI
4K und gleichzeitig 144 Hertz sind aktuell noch sehr teuer, nämlich fast drei mal so teuer wie bei einem WQHD-Monitor - wird sich dies 2022 ändern?
Da aber OLED-Fernseher ab 40 Zoll vor zwei Jahren noch über 1000 Euro kosteten und im Laufe des Jahres 2021 eher auf Preise ab 700 Euro sanken, könnte die Zeit gekommen sein, mehr OLED-Monitore anzubieten und dabei auch erschwinglichere Preise zu verlangen. In jedem Falle werden sich aber 4K-Monitore weiter verbreiten. Obwohl die Gamergemeinde kaum an starke Grafikkarten herankommt, kann ein 4K-Monitor durchaus Sinn machen, sofern man ohnehin ein neues Display braucht. Denn viele Spiele sind so optimiert, auch wegen der Eignung für 4K bei Spielekonsolen, dass 4K bei niedrigen Details auch mit nicht ganz so starker Hardware möglich sein kann. Ebenso ist es stets eine Option, trotz 4K-Monitor nur in WQHD zu spielen. Wir halten zwar noch immer einen guten WQHD-Monitor für die bessere Wahl - aber da immer mehr 4K-Modelle inklusive Gaming-Features erschwinglicher werden, würde uns ein Trend zu einer Verbreitung von 4K-Monitoren nicht überraschen, wenn die Preise dabei mitspielen. Denn aktuell kostet ein 27-28 Zoll-Monitor mit 4K und mindestens 144 Hertz nicht weniger als 700 Euro. Bei WQHD geht es (inklusive den guten Panel-Techniken VA oder IPS) bei 240 Euro los.
Die meisten derer, die beim zweiten von uns für 2022 erwarteten Trend mitmachen, werden vermutlich wiederum den Monitor-Trend nicht mitmachen. Denn wir vermuten als Trend Nummer 2, dass immer mehr Gamer auf einen Laptop setzen werden. Zum einen spielt das Thema Homeoffice und die Verbindung zwischen Arbeit, Mobilität und Privatleben eine immer größere Rolle, so dass ohnehin immer mehr Nutzer einen Laptop benötigen. Und wenn dies der Fall ist, geben einige Gamer gerne mehr aus, um auch eine spielefähige GPU im Notebook zu haben. Zum anderen kann die Grafikkarten-Krise Gamer zu einem Notebook-Kauf nötigen. Aus eigener Erfahrung kann unser Autor beispielsweise berichten, dass er im Sommer 2021 ein Notebook mit einer mobilen Nvidia GeForce RTX 2070 zu einem Preis bekommen konnte, der zu dem Zeitpunkt sogar günstiger als ein vergleichbar starker Desktop-PC mit einer Nvidia GeForce RTX 2060 (Super) war. Gerade wenn man sowieso einen kompletten PC neu kaufen wollte, kann ein Notebook in Zeiten der Grafikkarten-Preiskrise also eine Option sein, und wenn die Preiskrise anhält, wird dies auch so bleiben. Zumindest sofern Notebooks nicht ihrerseits im Preis noch deutlicher steigen, denn natürlich sind auch Notebooks derzeit teurer als in einem Szenario, bei dem es keine Produktionsengpässe gibt.
Quelle: HP
Notebooks wie die HP Omen 15-Serie gibt es immer wieder mal zu attraktiven Preisen mit ordentlicher GPU.
Last but not least könnte auch Cloudgaming ein Thema für 2022 werden. Schon 2021 hat es an Bedeutung gewonnen, obwohl ein Konzept wie Googles Stadia, bei dem Gameskäufe an Stadia gebunden sind, wohl nicht besonders gut ankam. Aber andere Cloudgaming-Services können durchaus den Kauf teurer PC-Hardware ersetzen, sofern man eine halbwegs ordentliche Internetleitung hat und es nicht um kompetitive Multiplayer-Games geht. Mit Nvidias GeForce Now kann man beispielsweise viele Spiele, für die man eine Lizenz bei Plattformen wie Steam oder Origin besitzt, kostenfrei in einer geringen Qualität für eine Stunde pro Session per Cloud spielen. Per Abo sind dann auch eine stärkere Hardwareleistung, bessere Qualität und bis zu acht Stunden pro Session möglich. Bei Microsoft wiederum hat unser Autor bereits mit der Cloud-Funktion des Game Pass Ultimate, in dem für knapp 13 Euro pro Monat mehr als 100 Spiele (auch einige sehr aktuelle Top-Games und EA Play) mit dabei sind, gute Erfahrungen gemacht, der inzwischen einige Games regelmäßig per Cloud nutzt und sich somit Speicherplatz auf PC und Konsole sowie Ladezeiten spart. Doch nehmen wir als Rechenbeispiel das Top-Rig von Nvidia, das für knappe 200 Euro pro Jahr die Leistung eines modernen PCs mit einer GeForce RTX 3080 bietet: Würde man sich aktuell eine GeForce RTX 3080 oder die etwas bessere AMD Radeon RX 6800 XT kaufen, wäre man mindestens 1400 bis 1500 Euro los. Selbst eine GeForce RTX 3070 kostet nicht unter 1000 Euro. Selbst wenn wir unterstellen, dass wir beim Verkauf einer Nvidia GeForce RTX 3080 nach vier Jahren Nutzungszeit noch 300 oder gar 500 Euro bekommen, kostet uns die Grafikkarte (wobei wir noch nicht mal die Stromkosten beachten) über die vier Jahre gesehen mehr pro Jahr mehr als das RTX 3080-Rig von GeForce Now. Je nach dem, wie sich der Grafikartenmarkt entwickelt, kann Cloudgaming also 2022 ein durchaus wichtiger Faktor für Gamer werden.
Dies war unsere Vorschau für das Jahr 2022 - wir wünschen euch ein gutes neues Jahr und hoffen, dass die Pandemie endlich so weit im Griff sein wird, dass ein normales Leben wieder möglich sein wird. Bleibt gesund!
