Gaming PC-Zusammenstellungen: Mainboard und SSD

Special Antonio Funes
Gaming PC-Zusammenstellungen: Mainboard und SSD
Quelle: Antec

Wir geben euch Tipps zu einigen Komponenten für eine PC-Zusammenstellung und haben zudem vier Beispiel-PCs vpn 545, 850, 1500 und 2320 Euro vorbereitet.

Welches Mainboard für welche CPU?

Je nachdem, welche CPU ihr wählt, ergibt sich automatisch, welches Mainboard infrage kommt. Dabei kann man sich den Sockel, also quasi die Halterung für die CPU, als Richtlinie nehmen. Jedes Mainboard hat ein bestimmtes Sockel-Format, in das auch nur CPUs mit demselben Sockelformat hineinpassen. Bei den AMD Ryzen 5000er-Modelle ist es der Sockel AM4, bei den Ryzen 7000ern der Sockel AM5. Für die Intel Core 12000-, 13000- und 14000-CPUs ist es der Sockel 1700, für die älteren Intel Core 10000- und 11000-CPUs der Sockel 1200.

Mainboards haben zudem noch Chipsätze, die eine Art Mindest-Basis-Ausstattung festlegen. Den Chipsatz findet ihr stets im Modellnamen des Mainboards. Für den Sockel AM4 empfehlen wir die Chipsätze B550 und X570, für den Sockel Intel 1700 spielt der Chipsatz keine große Rolle, außer ihr wollt die CPU übertakten. In dem Fall muss es ein Z690- oder Z790-Chipsatz sein, und die CPU muss ein K oder KF im Modellnamen haben. Teuer muss ein Mainboard nicht sein - in Spielen werdet ihr keinen Vorteil haben, nur weil das Mainboard 100 Euro mehr kostet.

Eine Ausnahme gibt es aber: Wer stark übertakten will und auch RAM mit einem relativ hohen Takt nutzen möchte, sollte beim Mainboard eher ab 150 oder gar ab 200 Euro zugreifen.

Ansonsten reicht ein Modell für etwa 100 Euro (beim Sockel AM5 wegen des höheren Preisniveaus eher ab 140 Euro) aus. Bei günstigen Mainboards sollte man darauf achten, dass es einen PCIe 4.0-Slot für Grafikkarten und mindestens ein M.2-Slot mit PCIe 4.0 gibt. Falls ihr die Gehäuselüfter am Mainboard anschließen und darüber ansteuern wollt, sollte das Mainboard zudem genügend Fan-Anschlüsse haben.

Für RGB-Zubehör wie LED-Leisten oder die LED-Lüfter benötigt das Mainboard zudem passende Anschlüsse, falls ihr die Dinge über die Mainboardsoftware ansteuern möchtet. Hier ist es wichtig zu wissen, ob ihr 5V- oder 12V-RGB-Zubehör nutzt und wie viele Anschlüsse ihr pro Sorte benötigt.

MSI B550 Gaming Carbon WIFI Quelle: MSI Bei Mainboards für den Sockel AM4 gibt es eine breite Auswahl mit dem Chipsatz B550, hier ein MSI B550 Gaming Carbon WIFI.

SSDs inzwischen ein Muss

SSDs sind Speicherlaufwerke, die mittlerweile weitestgehend die klassischen Festplatten abgelöst haben. Lediglich dann, wenn man enorm große Datenmengen speichern will, sind Festplatten noch eine Option, da sie pro Gigabyte merkbar günstiger als SSD sind.

SSDs sind inzwischen aber zumindest kein extrem teurer Spaß mehr: Eine SSD mit 1000GB Kapazität kostet ab etwa 40 bis 50 Euro - bei Festplatten beginnen 2TB-Modelle ab etwa 45 Euro. Eine SSD ist also in Relation gesehen teurer als eine Festplatte, aber keinesfalls mehr Luxus, was in früheren Jahren noch der Fall war.

WD Black SN750 Quelle: Western Digital WD Black SN750 M.2-SSD Bei SSDs gibt es Modelle für die SATA-Schnittstelle, die auf 600 MB/s bei der Datenrate beschränkt sind, sowie die moderneren M.2-SSDs, die einem Speicherriegel ähneln und je nach Standard auch über 6000 MB/s erreichen.

Der größte Vorteil einer SSD liegt aber bei der Tatsache, dass sie im Gegensatz zu einer Festplatte keine Verzögerung beim Zugriff auf Daten hat. Die höhere Datenrate ist ebenfalls ein Faktor, aber nicht der Entscheidende. In Tests zeigt sich immer wieder, dass Spiele mit einer SSD deutlich schneller als per Festplatte laden.

Nutzt man statt einer SATA-SSD, die auf 600 MB/s beschränkt ist, eine M.2-SSD mit 3000 MB/s, beträgt der Zusatzvorteil bei den Ladezeiten trotzdem, wenn überhaupt, nur wenige Prozent. Wir hatten zu dem Thema im Februar ein Special mit 12 getesteten Spielen veröffentlicht. Da M.2-Modelle nur unwesentlich teurer als SATA-Varianten sind, solltet ihr durchaus auf M.2 setzen. Sie sparen nämlich auch Platz und benötigen kein Kabel.

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