In unserer Kaufberatung zu Gaming-Monitoren geht es um die Panel-Arten IPS, TN, VA und OLED, Auflösungen, Technik und mehr inklusive OLED-Marktübersicht.
OLED: Vorteile zu klassischen Panels
Auch bei OLED-Panels gibt es Subpixel und das RGB-Prinzip. Der große Unterschied zu IPS, TN und VA ist aber, dass keine Hintergrundbeleuchtung vorhanden ist, sondern die (Sub-)Pixel leuchten aktiv einzeln. Dies hat mehrere Vorteile.
Zum einen sind die Kontraste sehr gut, und ein schwarzes Pixel ist wirklich schwarz - bei den anderen Panelarten kann es selbst bei geschlossener Kristallposition auch mal nur ein sehr, sehr dunkles Grau sein, da trotzdem ein wenig Licht der Hintergrundbeleuchtung durchkommt.
Außerdem kommt es bei den klassischen Panels vor, da die Hintergrundbeleuchtung nicht alles komplett gleichmäßig ausleuchtet und es auch kleine Produktions-Unfeinheiten gibt, dass sich vor allem bei der Darstellung von dunklen Flächen hellere Bereiche abzeichnen, was man auch als Clouding bezeichnet (vom Englischen "Cloud" für Wolke).
Ebenso kann an den Rändern des Panels im Übergang zum Gehäuse ein wenig Licht durchscheinen. Diese Effekte sind mit der OLED-Technik nicht möglich. Auch beim Blickwinkel sind OLED-Displays im Vorteil.
Denn das Hauptproblem beim Verblassen der Farben durch größere Blickwinkel entsteht dadurch, dass die Konstruktion pro Pixel mit ihren Kristallen relativ dick ist, sodass ein Pixel sein Nachbarpixel tendenziell anfängt zu überdecken, wenn man eher seitlich auf das Display schaut. Bei OLED aber leuchten die Pixel einfach nur heller oder weniger hell, und jedes Pixel ist zudem sehr flach - der Blickwinkel spielt daher fast keine Rolle.
Das gefürchtete Einbrennen von Bildern bei OLEDs ist übrigens nichts, was ihr fürchten müsst. Moderne Geräte haben interne Maßnahmen gegen den Effekt, der ohnehin nur früher bei extrem exzessivem Nutzen von statischen Bildinhalten auftreten konnte.
Quelle: MSI
OLED-Monitor MSI MPG 341CQPX
Angebot an OLEDs wird besser
Die Auswahl an halbwegs bezahlbaren OLED-Modellen nimmt endlich Fahrt auf. Von 24 bis 32 Zoll findet ihr aktuell 36 Monitore mit OLED-Display, die als Gaming-Features mindestens 165 Hertz Bildwiederholfrequenz und Adaptive Sync (die beiden Eigenschaften erklären wir auf der nächsten Seite genauer) bieten. Preislich sieht es besser als noch vor einigen Monaten oder gar ein bis zwei Jahren aus.
Günstig sind OLED-Modelle aber nicht: Ab 560 Euro geht es los. Ein Dutzend der Monitore kostet aber auch weniger als 700 Euro, 35 OLED-Modelle mit mindestens 165 Hz und Adaptive Sync findet ihr zudem im Bereich der Breitbild-Monitore mit 21:9- oder 32:9-Format, wobei es hier bei der Diagonale von 31,5 bis zu 49 Zoll reicht (Panelgröße ohne Standfuß: etwa 120 cm x 37 cm).
Bei den Breitbildformaten geht es ab 650 Euro los, bis 900 Euro zählen wir derzeit ein Dutzend solcher Monitore. Später bieten wir euch daher noch eine Marktübersicht mit 30 OLED-Monitoren. Zuerst gehen wir noch kurz auf das Thema 4K ein.
4K: Nur für Enthusiasten
Bei 4K-Monitoren ist es, neben dem Leistungsverlust im Vergleich zum Spielen mit Full-HD oder WQHD, wichtig, dass ihr auf die Übertragungsart des Bildes achtet. Nutzt ihr einen Anschluss mit einem Standard, der nicht neu genug ist, oder aber ein Kabel für einen der älteren Standards, kann es Probleme damit geben, mehr als 30 oder 60 Hertz als Bildfrequenz zu erhalten.
Nötig sind für hohe Wiederholraten wie 120 Hz die Standards HDMI 2.1 oder Display Port 1.4 sowohl beim Monitor als auch beim Kabel und der Grafikkarte. Es gibt aktuell fast 50 Monitore mit 4K-Auflösung, 144 Hertz Bildwiederholrate, Adaptive Sync sowie einer Diagonale von 27 Zoll.
Etwa die Hälfte davon kostet zwischen 360 und 500 Euro. Wir sehen 4K allerdings eher im Bereich von Wohnzimmer-Gaming als sinnvoll, was ihr dann in Form eines 4K-Fernsehers mit OLED-Technik umsetzen könnt. Bei Games mit DLSS oder FSR sind 4K auch noch mit einer Nvidia GeForce RTX 4070 oder AMD Radeon RX 7800 XT oftmals gut spielbar.
