Wir werfen einen Blick auf die bald erscheinenden Ryzen 9000-CPUs und bieten eine aktuelle Kaufberatung zu Gaming-CPUs mit Preis-Leistungs-Analyse.
Spieleleistung von aktuellen CPUs
Für Spielefans ist natürlich die CPU-Leistung bei Spielen wichtig. An dieser Stelle möchten wir daher darauf hinweisen, dass es uns bei den folgenden Leistungseinstufungen und dem Preis-Leistungs-Verhältnis nur um die Spieleleistung geht. Für alltägliche Anwendungen bieten alle von uns genannten CPUs ohnehin mehr als genug Power.
Wer genau weiß, dass er für bestimmte Anwendungen besondere CPU-Fähigkeiten benötigt, die die Arbeit mit diesen Anwendungen entscheidend verbessert, sollte sich separat noch über die Anwendungs-Leistung der aktuellen CPUs informieren - denn die Rangfolge kann hier anders als bei der Spiele-Power aussehen.
Außerdem müsst ihr wissen, dass die Spiele-Leistungsvergleiche in den Tests zu CPUs, die ihr im Internet oder Magazinen findet, in aller Regel bei niedrigen Details und Auflösungen durchgeführt werden. Bei hohen Details schrumpfen die Abstände oftmals stark, und manch eine Top-CPU für über 250 bis 300 Euro kommt mit einer Mittelklasse-Grafikkarte ohnehin nur gebremst zur Geltung, sodass eine Mittelklasse-CPU bis maximal 250 Euro völlig ausreicht und keine merkbaren Nachteile hat.
Am Ende ihr dann selbst entscheiden, wie stark die CPU sein soll und ob Gaming plus 0815-Alltag oder (auch) professionelle Einsatzzwecke wichtig für euch sind. Für die reine Spieleleistung zeigen wir euch folgende Grafik mit 24 CPUs - beachtet, dass die x-Achse bei 40 startet, was die Abstände der CPU-Leistungen ein wenig überbetont:
Quelle: Antonio Funes
CPU Leistung
CPUs: Preis-Leistungs-Verhältnis mit Sonderfall AM5
Um das Preis-Leistungs-Verhältnis zu berechnen, teilen wir den aktuellen Preis jeder CPU durch ihren Leistungswert aus unserer vorigen Grafik. Damit die Ergebnisse grafisch zu den Leistungsbalken passen, die wir weiterhin in der Grafik einblenden wollen, haben wir sie mit 20 multipliziert und erhalten das von uns PL-Wert benannte Produkt - an den Verhältnissen zwischen den CPUs ändert diese Umrechnung nichts.
Es gilt stets, dass ein kleinerer PL-Wert besser ist. Wir haben bis 240 Euro nur die CPUs mit gutem PL-Wert in der Grafik belassen, im Segment über 240 Euro sind auch zum besseren Vergleich einige nicht empfehlenswerte CPUs mit dabei:
Quelle: Antonio Funes
Preis-Leistung CPUs 5. Juli 2024
Zusammenfassend können wir viele CPUs empfehlen - unsere Tipps sind derzeit je nach Budget der Core i3-12100F für den absoluten Einsteigerbereich, es folgen der Ryzen 5 5600 oder 5600X oder ein Core i5-12400F. Noch unter 200 Euro ist der Ryzen 7 5700X ein guter Tipp, für 210 Euro ist der Ryzen 7 5700X3D besonders attraktiv.
Den Ryzen 5 7600X wollen wir trotz des guten PL-Wertes nicht nennen - warum, das erfahrt ihr gleich noch. Über 200 Euro folgt als Tipp der Intel Core i5-13600KF. Wer noch mehr ausgeben kann oder will, sollte dann direkt zum Ryzen 7 7800X3D greifen oder als Intel-Fan zum Core i7-13700KF, der zwar langsamer, aber auch günstiger ist.
Es gibt zudem wegen des DDR5-RAM, das der Sockel AM5 zwingend benötigt, einen Nachteil zu bedenken: Bei 32 GB RAM macht es preislich etwa 40 bis 50 Euro Unterschied zu DDR4-RAM aus. Somit wird ein Ryzen 7 7800X3D also indirekt teurer. Das Preis-Leistungs-Verhältnis leidet dann natürlich ein wenig, so dass zum Beispiel der Intel Core i5-13600KF beim puren PL-Wert am Ende doch gewinnt, falls ihr ihn mit einem DDR4-RAM-Mainboard betreibt.
Denn beim Sockel 1700 könnt ihr durch die passende Wahl des Mainboards selbst bestimmen, ob ihr DDR4- oder DDR5-RAM verwendet, wobei es laut Test in Spielen beim Sockel 1700 nur einen minimalen Vorteil von DDR5 gibt.
Sockel 1700-Mainboards für DDR4-RAM haben oftmals den Namenszusatz D4 oder DDR4. DDR5 wird auch dem zuvor genannten Ryzen 5 7600X zum Fallstrick, der im Vergleich zum Ryzen 7 5700X3D, der DDR4-RAM benötigt, beim PL-Wert indirekt deutlich verliert, wenn man den Aufpreis für 32GB-RAM einrechnet.
