Gaming-CPUs: CPU-Sockel, Mainboard-Kompatibilität

Special Antonio Funes
Gaming-CPUs: CPU-Sockel, Mainboard-Kompatibilität
Quelle: AMD

Wir werfen einen Blick auf die bald erscheinenden Ryzen 9000-CPUs und bieten eine aktuelle Kaufberatung zu Gaming-CPUs mit Preis-Leistungs-Analyse.

CPU-Sockel

Wir starten nun mit unserer aktuellen CPU-Kaufberatung, in der wir mit einigen allgemeinen Tipps beginnen wollen. Das erste Thema sind die Sockel - um die grundsätzlich verschiedenen CPU-Familien zu unterscheiden, ordnet man sie nach Sockeln ein. Der Sockel ist die Halterung für die CPU, und jede CPU-Familie hat eine bestimmte Anzahl an Kontaktstellen, die in genau einen bestimmten Sockel-Typ passen.

Auch bei CPUs formuliert man es umgangssprachlich so, dass eine CPU einen bestimmten Sockel "hat", womit man meint, dass sie in den entsprechenden gleichnamigen Sockel eines Mainboards hineinpasst. Damit es nicht alle naselang einen neuen Sockel-Typ gibt, nutzen AMD und Intel einen bestimmten Sockel für viele verschiedene CPUs und dabei meist für mindestens zwei oder drei CPU-Generationen.

Die aktuell für Spieler wichtigen Sockel sind die AMD-Sockel AM4 und AM5 sowie bei Intel der Sockel 1700. Der Sockel AM4 ist dabei der älteste Sockel - er startete im Herbst 2016 mit der Ryzen 1000er-CPU-Familie.

Die ersten der aktuellen Ryzen 5000er-CPUs kamen im November 2020 auf den Markt, das neueste Modell ist der Ryzen 7 5700X3D, der als Ergänzung zum Ryzen 7 5800X3D mit der für Spiele besonders gut geeigneten X3D-Technik im Januar 2024 in den Handel kam. Der neuere Sockel AM5 ging im Herbst 2022 mit der Ryzen 7000-Familie an den Start.

Den Sockel Intel 1700 gibt es wiederum seit Oktober 2021, wobei die ersten geeigneten CPUs mit dem Codenamen Alder Lake zur 12. Generation gehören und daher Modellnamen wie Core i5-12400F oder Core i7-12700K tragen. Es folgten im Oktober 2022 die 13.000er-Modelle sowie ein Jahr später die 14.000er-CPUs.

Da CPU und Mainboard-Sockel stets zusammenpassen müssen, werden diese in (halbwegs gut organisierten) Shops natürlich nach Sockeln sortiert. Denn will man eine bestimmte CPU kaufen, muss man wissen, welchen Sockel sie unterstützt, um dann ein passendes Mainboard herauszusuchen.

Sockel mit AMD-CPU Quelle: AMD Ein vermutlich gerendertes AMD-Marketingbild mit geschlossenem Sockel AM5 für eine AMD-CPU

Neukauf oder Aufrüsten: Passt das Mainboard?

Falls man schon ein Mainboard hat und nur eine stärkere CPU einbauen will, muss man den Sockel des Mainboards herausfinden, um dann zu recherchieren, welche Prozessoren passen. Allerdings kann es selbst dann, wenn CPU und Mainboard zueinander passende Sockel haben, passieren, dass eine CPU nicht erkannt wird. Dies gilt auch dann, wenn ihr ein neues Mainboard kauft, aber ein älteres Modell erwischt.

Ein Beispiel: Man besitzt noch ein Mainboard aus der Zeit der zweiten Ryzen-Generation für den Sockel AM4, da man damals einen Ryzen 5 2600X eingebaut hatte. Nun will man diesen durch einen Ryzen 7 5700X ersetzen, der ebenfalls den Sockel AM4 hat.

Allerdings kann es sein, dass das BIOS (sozusagen ein Basis-Betriebssystem zur Erkennung und Verwaltung der Komponenten) die CPU nicht erkennt, weil sie deutlich neuer als das Mainboard ist. Hier kann ein BIOS-Update helfen - für eine Aufrüstung solltet ihr daher im Voraus nachsehen, ob durch ein Update eine Kompatibilität zur Wunsch-CPU hergestellt werden kann.

Falls dies möglich ist, dann sollte man das BIOS (auch UEFI genannt) vor dem Einbau der neuen CPU updaten, da ansonsten ein schwarzer Bildschirm drohen kann.

Bei neueren Mainboards ist allerdings das sogenannte Flashback beinahe schon Standard: Damit könnt ihr mit einem korrekt vorbereiteten USB-Stick, der das neue BIOS enthält, sowie einem Schalter auf dem Mainboard und über LED-Statusanzeigen das Update ohne CPU und Monitor durchführen. Fast alle aktuellen Sockel AM5- sowie die Hälfte der Sockel 1700-Mainboards haben diese Funktion, beim Sockel AM4 sind es gut ein Drittel der lieferbaren Modelle.

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