Gaming-CPUs von AMD und Intel unter 300 Euro: Kauftipps, Preis-Leistung und Übersicht
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Auch unter 300 Euro gibt es eine Menge für Spiele völlig ausreichende CPUs - wir geben Tipps zur Auswahl und eine Übersicht mit Prozessoren ab 80 Euro.
Die Top-CPUs von AMD und Intel für über 400 Euro beherrschen häufig die Empfehlungen, wenn es um einen Prozessor für einen Gaming-PC geht. Doch nicht jeder sieht ein, so viel Geld für eine CPU auszugeben - und zwingend nötig ist es auch nicht. Selbst mit deutlich günstigeren CPUs kann mit einer ausreichend starken Grafikkarte jedes Spiel auf hohen Details gespielt werden.
Wir wollen euch daher heute vor allem in den Preisbereichen bis maximal 300 Euro einige CPUs nennen, die für einen Spiele-PC eine völlig ausreichende Leistung bringen - hinzu kommen einige Basis-Tipps rund um CPUs und mehr.
Unsere späteren CPU-Tipps starten mit Modellen, die 4 Kernen haben und 8 Threads (also parallele Aufgaben) verwalten können - dies ist das Minimum für einen Budget-PC. Wir raten aber eher zu CPUs ab 6 Kernen beziehungsweise CPUs, die 12 Threads verwalten können. Je nach Bauweise hat eine CPU Kerne, die jeweils zwei Threads verwalten können, was auch als SMT (Simultaneous Multithreading) bezeichnet wird.
SMT bieten alle gängigen Ryzen-CPUs von AMD für die Sockel AM4 und AM5 - eine Achtkern-CPU wie der Ryzen 7 9700X kann also 16 Threads verwalten. Bei Intels aktuell relevanten Sockeln 1700 und 1851 ist es komplizierter: Viele moderne Intel-CPUs haben Effizienz-Kerne (e-Cores) und höher taktende Performance-Kerne (p-Cores).
Je nach CPU-Modell beherrschen aber nur einige oder teils auch gar keine dieser Kerne SMT. Was die Taktwerte von CPUs angeht, so ist ein Vergleich nur dann sinnvoll, wenn es sich um die gleiche CPU-Familie sowie zwei CPUs mit gleicher Kern- und Thread-Anzahl handelt.
Was für Sockel gibt es aktuell?
Alle paar Jahre kommt ein neuer Sockel von AMD oder Intel auf den Markt, der nötig wird, um die technischen Fortschritte der neuesten CPUs auch umsetzen zu können. Der Sockel ist an sich nur die Einbauvorrichtung für die CPU, steht aber stellvertretend jeweils für eine ganze, meist mehrere Jahre mit neuen CPU-Modellen versorgte Plattform.
Bei AMD ist seit September 2022 der Sockel AM5 für den Mainstream- und Gaming-Bereich aktuell mit Prozessoren der Ryzen 7000- und 9000-Serie. Aber auch der schon über sieben Jahre alte Sockel AMD AM4 kann für Ryzen 5000-CPUs bis etwa 200 Euro noch interessant sein.
Bei Intel sind aktuell zwei Sockel wichtig: Seit Oktober 2024 der neueste Sockel 1851 mit den Core Ultra-CPUs sowie der Sockel 1700, der im Herbst 2021 mit den Core i-12000-Prozessoren startete und mittlerweile bei den 14000er-Modellen angekommen ist. Alle vier genannten Sockel können für aktuelle Gaming-PCs je nach Budget sinnvoll sein.
Quelle: PCGH
Die Rückseite einer CPU, hier ein AMD Ryzen 7 9800X3D, stellt den Kontakt zum Sockel her.
Mainboard-Chipsätze
Im Modellnamen des Mainboards steckt stets der Name des Chipsatzes, einer Art Basis-Ausstattung des Mainboards. Jeder Chipsatz wird immer nur für einen ganz bestimmten Sockel veröffentlicht - am Chipsatznamen kann man daher eindeutig erkennen, welchen Sockel das Mainboard hat und welche CPUs somit auf das Mainboard passen.
Es kann allerdings vorkommen, dass ein alter Chipsatz trotz identischem Sockel nicht korrekt mit neueren CPUs für den Sockel zusammenarbeitet. Wir nennen euch später daher noch die empfehlenswerten Einsteiger-Chipsätze für die aktuellen CPUs der Sockel AM4, AM5, 1700 und 1851.
Ebenso kann es unter Umständen vorkommen, dass bestimmte Mainboards trotz passendem Sockel und Chipsatz nicht korrekt mit bestimmten CPU-Modellen funktionieren, zum Beispiel weil die Strom-Leistungsspitzen der CPU zu hoch sind.
Informiert euch daher genau darüber, welche Mainboard-Modelle für eure Wunsch-CPU passen. Hierbei kann es übrigens auch passieren, dass eine CPU in der Liste des Herstellers fehlt, obwohl sie sehr wohl in vollem Umfang funktioniert - in dem Fall hat der Hersteller dann Pech gehabt, wenn ihr sein Modell für einen Kauf ausklammert.
