Gaming-PCs zu Weihnachten: Aufrüsten oder Neukauf

Special Antonio Funes
Gaming-PCs zu Weihnachten: Aufrüsten oder Neukauf
Quelle: PC Games Hardware

Zu Weihnachten bietet sich eine Gelegenheit, einen neuen PC für Spiele zusammenzustellen und sich vielleicht auch schon die ein oder andere Komponente zu wünschen. Wir machen sechs Vorschläge für PC-Konfigurationen, die in ihrem Preisbereich eine jeweils gute Gaming-Power bieten. Außerdem geben wir auch einige Tipps rund um das Zusammenstellen von PCs und verwandte Themen.

Aufrüsten oder Neukauf?

Wenn der PC die neusten Spiele nicht mehr zufriedenstellend packt, steht ein Einkauf beim Hardwarehändler an. Doch muss es ein komplett neuer PC sein, oder reicht eine Aufrüstung?

Bei einer Aufrüstung gibt es viele Optionen: ihr könntet Mainboard, CPU, RAM und Grafikkarte erneuern und den Rest des PCs behalten, eventuell auch eine größere Festplatte und eine SSD anschaffen, falls ihr noch keine besitzt.

Eine M.2, hier eine Samsung EVO 970 NVMe Quelle: Samsung Eine M.2, hier eine Samsung EVO 970 NVMe Es kann aber auch sein, dass ein Tausch der Grafikkarte oder der CPU schon reicht. Viele erfahre Gamer wissen: in den letzten Jahren hat sich bei den Basis-Anforderungen von PC-Spielen, also dem, was an Hardware für die niedrigen Detailstufen nötig ist, nur wenig getan. Oft reicht es daher aus, die Grafikkarte zu wechseln, um die neuesten Spiele auf hohen Detailstufen spielen zu können. Denn damit der PC hohe und nicht nur niedrig Detailstufen bewältigt, ist vor allem Grafikkarten-Power nötig. Dies hat mit den Spielekonsolen zu tun. Denn so gut wie jedes PC-Spiel wird auch für Spielekonsolen veröffentlicht, und das Grundgerüst des Spiels ist dabei sehr ähnlich - die aktuelle Xbox One nutzt schließlich nichts anderes als ein leicht modifiziertes Windows 10 als Betriebssystem.

Spielekonsolen nutzen aber keine High-End-CPUs, und die aktuellen Generationen der Playstation und Xbox haben nun auch schon fünf Jahre auf dem Buckel. Daher sind moderne Spiele auf PCs mit Prozessoren, die vielleicht schon fünf oder sechs Jahre sind und damals aber eher als obere Mittelklasse oder besser durchgingen, noch immer eine gute Basis, um zusammen mit einer modernen Grafikkarte alle Spiele auch mit hohen Details darzustellen.

ASRock X370 Taichi Quelle: ASRock ASRock X370 Taichi Denn vor allem die Grafikkartenleistung macht den Unterschied zwischen Detailstufen, die ihr von Spielekonsolen kennt, und flüssig laufenden hohen oder maximalen Detailstufen bei PC-Versionen von Spielen aus. Ein moderner Prozessor bietet aber freilich trotzdem Leistungsvorteile, so dass es sich durchaus lohnen kann, neben der Grafikkarte auch die CPU zu erneuern. Als groben Anhaltspunkt möchten wir folgende Empfehlung geben: mit einem Intel Core i5 oder Core i7 für die Sockel 1150 oder 1151 sowie auf Seiten von AMD einem FX der 8000er-Familie seid ihr eigentlich noch gut bedient, auch einige Sockel 1155-CPUs sind noch ordentlich dabei. Hier gilt es, Tests abzugrasen, um die Frage zu klären, ob ein moderner Intel Core i5 oder i7 der 8000er-Serie (Coffee Lake) oder Ryzen 5 beziehungsweise Ryzen 7 für den AMD Sockel AM4 genug Leistungsvorteile bringt, damit sich eine Aufrüstung lohnt. Beachtet bei der Überlegung auch den Gebrauchtwert der alten Bauteile, denn ein Aufrüstpaket mit CPU, Mainboard und RAM für beispielweise 400 Euro kostet euch vielleicht effektiv nur 250 bis 300 Euro, da ihr für eure alten Beuteile noch gutes Geld bekommen könntet.

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