In unserem Special geben wir Tipps zur Kühlung und Lüftung eures PC, gehen auf AiO-Wasserkühler ein und bieten eine Marktübersicht mit 35 CPU-Luftkühlern.
All-in-one-Wasserkühlungen
Ist euch der PC trotz unserer Tipps zu laut, dann könnte ein besserer CPU-Kühler oder gar eine AiO-Wasserkühlung helfen - natürlich aber nur, sofern nicht die Grafikkarte die Ursache für die Lautstärke ist. Zur Grafikkarte kommen wir später noch, doch zuerst ein paar Worte zu einer AiO-WaKü.
Diese Art von Kühlung hat sich in den letzten Jahren immer stärker verbreitet, da Wasserkühlungen das Image eines leisen Betriebs haben. Eventuell spielt auch die Optik eine Rolle beim Erfolg, da manch einer die kompakt wirkende Kühlung eher schätzt als einen fetten Kühlkörper in der Mitte des Gehäuses, wie er bei einer Luftkühlung der Fall ist.
Bei einer AiO-WaKü ist auf der CPU nur noch ein relativ kleiner Kühlblock, der die Wärme der CPU aufnimmt und an Wasser weitergibt, das den Kühlblock per Mini-Pumpe angetrieben durchfließt. Das Wasser gelangt über Schläuche zu dem sogenannten Radiator, den ihr an der Innenseite des PC-Gehäuses montiert.
Quelle: NZXT
NZXT Kraken RGB 240 AiO-Wasserkühlung in weißem Design
Das warme Wasser fließt durch den Radiator, der dem Wasser die Wärme entzieht und über viele kleine Lamellen an die Umgebungsluft abgibt - das Prinzip ist somit ähnlich wie bei einem Heizkörper, aber vom Grundgedanken her auch identisch zu einer klassischen Luftkühlung.
Der große Unterschied ist nur, dass bei einem Luftkühler die Wärme nicht über einen Wasserkreislauf, sondern direkt in den auf der CPU sitzenden unteren Teil des Kühlkörpers übergeht und von dort dann über rohrartige Bauteile, die Heatpipes, in den oberen Bereich Lammellenbereich des Kühlkörpers gelangt. Dort wird dann die warme Luft - genau wie bei einem Radiator - an die Umgebungsluft abgegeben.
Ein Lüfter (in seltenen Fällen auch zwei oder sogar drei) schafft die warme Luft weg, zieht gleichzeitig frischere, kühlere Luft an. Auch bei einer AiO-Wasserkühlung sind Lüfter mit im Spiel - diese sitzen am Radiator und sind in aller Regel so montiert, dass sie die warme Luft zwischen den Lamellen aus dem Gehäuse herausblasen. Aus diesem Grund ist die Annahme, dass eine Wasserkühlung automatisch leiser als eine Luftkühlung ist, nicht ganz korrekt.
Wasserkühlung: Radiatorgrößen
Es gibt AiO-Wasserkühlungen mit einem kleinen Radiator, auf dem nur ein einziger Lüfter sitzt. Diese sind daher in der Regel nicht leiser als normale Luftkühler, allerdings kann es in schmalen Gehäusen vorkommen, dass ein guter Luftkühler zu hoch wäre, sodass so ein AiO-Radiator mit einer Baugröße von 120 oder140 eine Option sein kann.
Die Zahlen stehen dabei für die Rahmenbreite der Lüfter der AiO-WaKü - eine AiO-WaKü mit 240er oder 280er-Baugröße nutzt also zwei Lüfter (2x120mm oder 2x140mm). Besonders große Modelle haben gar drei Lüfter und Baugrößen von 360 oder 420. Wichtig, falls eine AiO-Kühlung infrage kommt: Ihr müsst sicherstellen, dass der mitgelieferte Radiator einen passenden Einbauplatz im Gehäuse hat.
Theoretisch passt in ein Gehäuse, das zum Beispiel oben oder vorne zwei 140mm-Lüftern Platz bietet, an diese Stelle auch ein 280er-Radiator. Allerdings sind die eigentlichen Radiatoren oftmals ein klein wenig größer als die Summe beider Lüfter, zudem kann es wegen der Lage der Schlauchanschlüsse zu einem Konflikt mit Gehäuseteilen kommen.
Ebenso kann es ein Problem wegen der Gesamtdicke des Radiator inklusive der Lüfter geben - beispielsweise sind Konflikte mit dem RAM möglich, oder ein vorne eingeplanter Radiator passt vielleicht nur ohne Lüfter in eine dafür gedachte Aussparung.
Und so oder so kann ein vorne eingebauter Radiator inklusive Lüftern dafür sorgen, dass eine Grafikkarte nicht mehr so lang sein darf, wie der Gehäusehersteller eigentlich vorsieht. Solltet ihr eine waschechte Wasserkühlung aus separaten Komponenten individuell aus Pumpe, Radiator(en), selbst zugeschnittenen Schläuche, Wasserbehälter, CPU- und eventuell sogar GPU-Kühlkörper zusammenstellen, gilt es natürlich erst recht, gut vorauszuplanen.
