"Aus drei mach eins und führe hin zur zwei" - so lässt sich das erste echte Guild-Wars-Add-on kurz und knapp umschreiben.
Ärgerlich nur, dass man bei Spielbeginn nicht an allen Reisepunkten erfährt, wo es in den Norden geht. Besitzer des ersten Guild Wars (Prophecies) gelangen zum Beispiel in Löwenstein an die Überführungsquest zu den neuen Gebieten. Im Verlauf der packenden Kampagne schalten Sie an spärlich gesäten Reisepunkten neue Helden (insgesamt zehn) und Fertigkeiten (insgesamt 150) frei, was motiviert.
Weniger anspornend sind die mitunter elend lang geratenen Laufwege in den neuen Gebieten. Es gibt in gewohnter Weise massig cool designte Monster, trotzdem stellt sich nach einigen Stunden ein gewisser Ermüdungseffekt ein. Vor allem dann, wenn Sie versuchen, allein mit NPCs loszuziehen. Eye of the North richtet sich klar an erfahrene Spieler(gruppen), die aufeinander abgestimmt und perfekt geskillt sind. Das ist bitter nötig, denn die Gegner (oft auf Stufe 28) patrouillieren in größeren Gruppen. Dies gilt erst recht, wenn Sie einen der 18 frisch installierten Dungeons betreten, die mit knackig schweren Widersachern und reichlich Beute bestückt sind.
Die unterirdischen Labyrinthe sind mehrstufig angelegt und verbinden verschiedene Gebiete. So gelangen Sie zum Beispiel durch die Schattentiefen vom Nordgebirge der Zittergipfel zur Dschungelregion der Asura im Westen.
