Grounded 2 in der Early-Access-Preview: Gameplay, Spielwelt, Map-Erkundung
Special
Größer, schöner, gefährlicher: In Grounded 2 schrumpft euch Obsidian wieder auf Ameisengröße und setzt euch im Park aus. Wie sich das Survival-Abenteuer zum Early-Access-Start spielt, erfahrt ihr in unserer Vorschau!
Grundsätzlich folgt Grounded 2 also den Gameplay-Ideen seines Vorgängers. Technisch präsentiert Obsidian das Ganze aber ausgeklügelter und vor allem größer. Häufige Blicke auf die Karte sind daher ebenso Pflicht wie auf die Gesundheitsanzeige unseres Alter Egos. Hunger und Durst sind nach wie vor die beiden wichtigsten Bedürfnisse der Teenager. Wenn wir nicht für ausreichend Wasser und Nahrung sorgen, wird zunächst ein Teil unserer Lebensenergie blockiert, dann tickt ein Timer herunter und kündigt das baldige Ableben an.
Quelle: Microsoft
Nicht alle Tiere sind von Haus aus feindlich. Schnecken und Marienkäfer krabbeln beispielsweise geruhsam an euch vorbei, solange ihr sie nicht angreift.
Wasser holen wir uns zunächst als Tau von Gräsern, später bauen wir Behälter, in denen wir die Tropfen auffangen. "Ekliges Wasser" aus Tümpeln meiden wir allerdings! Es löscht zwar den Durst, hat aber den Nebeneffekt, dass der Statuseffekt "Übelkeit" auftritt, wodurch der Hunger rapide steigt. Als Nahrungsquellen dienen beispielsweise kleine Pilze, gebratene Rüsselkäfer und anderes bei der Jagd erbeutetes Fleisch. Ressourcen wie Honigtau befriedigen oftmals beide Bedürfnisse und sind entsprechend kostbar.
Die Karte selbst hat Obsidian extrem weitläufig gestaltet. Sie bietet viele, kreativ-witzige Orte und Sehenswürdigkeiten. Wir mussten grinsen, als wir etwa einen alten Donut fanden, um den herum ein halbes Dutzend Ameisen wuselten. An anderer Stelle erforschten wir das Innere einer alten Lunchdose, einen umgestürzten Kühlschrank oder sogar den abgerissenen Kopf unseres alten Roboterfreundes BURG.L.
Das Erforschen der Spielwelt ist ein wichtiger Bestandteil des Grounded-2-Erlebnisses - und setzt tatsächlich auch eine gewisse kindliche Neugier voraus. Um Tiere zu kategorisieren, verwenden wir beispielsweise die "Hand-Kamera". Wir blicken also durch die zu einem Objektiv geformten Finger der Teenager und machen uns so ein Bild von der Neuentdeckung. "Grounded 2" ist harte Survival-Kost in einer zuckersüßen Verpackung!
Quelle: Microsoft
Im Vergleich zum Vorgänger wirkt Grounded 2 deutllich detailreicher. Kein Wunder, schließlich wurde dieser Teil speziell für die leistungsfähige Xbox Series S/X und den PC konzipiert. Der Vorgänger lief dagegen noch auf der alten Konsolengeneration.
Die Natur ist der Feind
Wie für das Genre aber typisch, ist auch Grounded 2 anfangs eher mühsam, gerade im Solo-Modus. Während sich Teams gegenseitig unterstützen und die Beschaffung von Pflanzenfasern, Kieseln und anderen Ressourcen aufteilen können, haben Solisten es traditionell ein wenig schwerer. Anfangs mit einem einfachen Speer bewaffnet, werden selbst Kämpfe mit Arbeiterameisen oder kleinen Milben zur Herausforderung. Grounded 2 spielt sich dabei flotter und variabler als sein Vorgänger, trotzdem hakt es zwischendurch bei den Kämpfen. Die Kameraführung und das Trefferfeedback sind noch nicht ideal. Hier muss Obsidian in den kommenden Monaten nachbessern. Gut gefallen uns dagegen die Block-Mechanik und die Möglichkeit, Gegner mit wuchtigen Hieben oder Kombos zu betäuben.
Wer den ersten Teil nicht kennt, wird sich in den ersten Spielstunden von Grounded 2 dennoch durchbeißen müssen. Ähnlich wie der Vorgänger erklärt auch der Survival-Nachfolger zu wenig und wenn, dann nur sehr oberflächlich. Wie schalten wir die Werkbank frei? Wo finden wir Eicheln? Und wie zum Teufel bekommt unser Basislager endlich eine eigene Wegmarkierung auf der Karte? Wer Grounded 2 ausgiebig gespielt hat, kennt die Antworten auf diese Fragen und auch die Hilfsmittel, die es dafür zu verwenden gilt. Das Spiel erklärt diese jedoch nicht ausreichend. Neueinsteiger haben es daher schwer und müssen immer wieder Lehrgeld bezahlen.
Freunde auf sechs Beinen
Schließlich kann die Karte weiterhin frei erkundet werden. Es gibt also keine Warnhinweise, dass bestimmte Bereiche für uns noch zu gefährlich sind. Zum Survival-Aspekt gehört in diesem Fall auch, sich rechtzeitig zurückzuziehen oder häufige Neustarts einkalkulieren zu müssen. Wir hatten beispielsweise unglaubliche Probleme, das Ei einer Kriegerameise aus deren Bau zu entführen. Wir hatten schlicht noch nicht die richtige Ausrüstung und hingen irgendwann in den Katakomben fest, sodass wir uns durchgrinden mussten.
Quelle: Microsoft
Tag- und Nachtwechsel sehen dank spektakulärer Licht- und Schatteneffekte nicht nur toll aus, sie haben auch Einfluss auf das Gameplay. Nachts werden fast alle Krabbler aggressiv und greifen uns mit rot leuchtenden Augen an.
Das Ei wiederum benötigen wir, um damit in unserem Camp einen Buggy auszubrüten. Dabei handelt es sich um ein klassisches Mount, also ein Reittier. Im Solo-Test erweist sich die Kriegerameise als spürbare Hilfe und ersetzt dabei fast schon einen menschlichen Mitspieler.
Denn der Buggy ist nicht nur ein Reittier, sondern unterstützt uns auch im Kampf und beim Sammeln von Ressourcen. Die Kriegerameise beispielsweise schneidet mit ihren Scheren mühelos Gräser ab. Die heruntergefallenen Platten heben wir mit einem Tastendruck auf und transportieren sie schnell zurück in unser Lager.
