GTA mobil, Teil zwei: Mit erstklassiger Technik und neuen Spielelementen soll Vice City Stories das hervorragende Liberty City Stories übertreffen. Geht das?
W er "Vice City (dt.)" für die PS2 kennt, erlebt bei "Vice City Stories" Déjà-vus. Das Stadtbild ist größtenteils identisch, einige Gebäude aber, die in zwei Jahren fertig sein werden, befinden sich aktuell noch im Bau.
Deutlicher Unterschied zum PS2-"Vice City (dt.)": Die Weitsicht ist nun viel besser. Selbst extrem weit entfernte Gebäude sind schemenhaft zu erkennen.
Natürlich gibt es auch triste Ecken in der Stadt, aber nur wenige Straßenzüge ähneln sich auffallend. Und mit der Zeit können Sie das Stadtbild durch den Ausbau von Betrieben sogar ein wenig mitgestalten.
Schon bei "Vice City (dt.)" kauften Sie Immobilien, von denen Ihnen manche als Unterschlupf dienten und andere sogar Gewinn abwarfen. Nun bauen Sie Betriebe auf, wählen Ihr Geschäftsfeld (z.B. Prostitution, Drogenhandel etc.) und legen die Größe des Unternehmens fest. Diese Entscheidungen beeinflussen die Höhe Ihrer Einnahmen: Je größer der Betrieb und je lukrativer das Business, desto höher Ihre jeweilige Tagesgage. Ein solides dreistöckiges Freudenhaus ist natürlich viel repräsentativer als eine schäbige verwurmte Holzhütte. Neu sind auch die mit dem Business verbundenen Imperiums-Missionen. Die verbessern Ihren Ruf und steigern damit ebenfalls Ihre Einnahmen.
Seepferdchen
Zudem haben die Jungs von Rock-star dem Protagonisten eine -- im von reichlich Wasser umgebenen Miami-Klon -- sinnvolle Fähigkeit mitgegeben: Victor Vance kann nämlich schwimmen. Juhu! Allerdings nicht besonders gut. Mist!
Erstens ist die Zeit, die Victor im Wasser verbringen kann, durch eine Ausdaueranzeige begrenzt. Ist diese leer, ertrinkt er. Zweitens kann er nicht tauchen (immerhin entfällt so die lästige "San Andreas"-Austernsucherei). Zum Freischwimmer langt's nicht, aber das Seepferdchen hat Vic in der Tasche!
Ansonsten bietet "Vice City Stories" alles, was man von einem vollwertigen "GTA" erwartet. Hunderte von Fahrzeugen sorgen für Mobilität, darunter Jet-Skis, Fahrräder und Hubschrauber. Sämtliche Fortbewegungsmittel lassen sich dank der gelungenen Steuerung gut kontrollieren. Lediglich Drive-by-Shootings gehen nicht ganz optimal von der Hand. In hektischen, beengten Situationen macht Ihnen die leicht hakelige Kamera das (Über-)Leben schwer, doch das lässt sich verschmerzen. Bei hohem Tempo zu beobachtende Pop-ups und Bildfehler (Tearing) stören ebenfalls nur geringfügig.
Abwechslungsreiche Missionen und Nebenaufgaben (Feuerwehr, Polizei, Multiplayer etc.) motivieren dauerhaft. Der Soundtrack mit über 100 Songs aus den 80ern liefert die passende Untermalung. Klarer Fall, "Liberty City Stories" war super, aber "Vice City Stories" ist besser!sa n
