Wie installiert man eigentlich Mods in Gothic 1 und 2? Wir zeigen euch drei Möglichkeiten mit ihren Vor- und Nachteilen.
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Der Modmanager Spine
Doch wie bekommt man denn Gothic jetzt überhaupt gemoddet?
Nun, das könnt ihr auf drei verschiedene Arten erreichen. Die klassische Art ist: Ihr schaut auf worldofgothic.de oder andere Mod-Seiten im Netz, sucht euch da die entsprechenden Mods raus, zieht sie runter und installiert sie.
Das ist aber umständlich und ihr müsst das dann für jede Mod einzeln machen. Obendrauf haben zwar viele davon mittlerweile eigene Installationsprogramme. Bei manchen müsst ihr aber auch die Daten von Hand in den Installationsordner von Gothic kopieren. Da kann schnell was schiefgehen.
Quelle: pcgames.de
Der Mod-Manager Spine hat das Leben von Gothic-Spielern enorm vereinfacht.
Schon etwas komfortabler wird es mit dem Steam Workshop. Der wird von Gothic unterstützt und dort findet ihr eine Menge Modifikationen, die ihr mit einem Klick installieren könnt. Ihr müsst vorher in den Spielversionen von Steam aber die "WorkshopBeta" aktivieren. Das Praktische ist: Die Mods bleiben abonniert - auch wenn ihr Gothic mal deinstalliert. Zieht ihr es dann wieder neu runter, sind eure abonnierten Mods auch gleich wieder aktiv.
Allerdings hat der Workshop auch Probleme. Ihr findet da zum Beispiel nicht alle großen Modifikationen. Das gravierendste Problem ist aber die Art, wie der Workshop die Mods handhabt. Die Dateien dafür werden nämlich bei jedem neuen Spielstart neu installiert. Das ist bei kleinen Erweiterungen eine Frage von Sekunden. Will man aber größere Mods spielen - vielleicht sogar mit Sprachausgabe -, dann kann das länger und länger dauern. Und das nervt, wenn man einfach nur mal eine Runde Gothic spielen will oder mit dem Steam Deck unterwegs ist.
Deswegen ist unsere Empfehlung Variante 3. Und die hört auf den Namen: Spine!
Das ist ein kostenloses Tool, das vom deutschen Indie-Studio Clockwork Origins entwickelt wurde, und es macht euer Gothic-Leben um einiges angenehmer. Dabei handelt es sich nämlich um einen umfangreichen Modmanager mit vielen Komfortfunktionen. Ihr ladet euch das Programm von der Clockwork-Origins-Website und installiert es. Wichtig ist, dass ihr das Ding mit Administratorrechten startet.
Beim ersten Spielstart fragt euch Spine dann direkt, wo die Gothic-Installationen auf eurer Festplatte sind. Bei Steam wären die im Steam-Ordner, dann "SteamApps" und zuletzt "Common". Da drin sind alle installierten Spiele aus eurer Steam-Bibliothek. Ihr sucht euch den Gothic-Ordner raus und fertig. Standardmäßig findet Spine die Installation sogar von allein. Das Ganze könnt ihr übrigens auch mit Gothic 2 und 3 machen.
Habt ihr eure Installationen verknüpft, tauchen eure Spiele im Reiter "Bibliothek" auf. Dort könnt ihr die Spiele anwählen und seht sofort, welche System-Mods bereits installiert sind. In unserem Fall nur das Systempack. Sehr praktisch ist, dass ihr hier einzelne System-Mods aktivieren oder deaktivieren könnt - und das, ohne die Mods zu deinstallieren.
Das kommt vor allem dann gelegen, wenn ihr das Systempack installiert habt, aber jetzt Union nutzen wollt.
Die Mods findet ihr in der Datenbank. Die sieht erst mal super erschlagend aus. Ihr habt aber auch eine Menge Filter, mit denen ihr die Auswahl eingrenzen könnt. Und wenn ihr eh wisst, was ihr wollt, sucht einfach direkt danach.
Quelle: pcgames.de
Wir empfehlen für die sichere Grundlage die System-Mods Union, Ninja und den 4-GB-Patch.
Dann installiert ihr das Ganze mit einem Klick und das war's auch schon. Jetzt müsst ihr in der Bibliothek nur noch die richtige Mod aktivieren und los geht's! Super praktisch ist auch die automatische Update-Funktion von Spine. Startet ihr den Modmanager, checkt er alle Mods auf Aktualität und bringt sie gegebenenfalls auf den neuesten Stand.
Zusätzlich zur Union-Mod empfehlen wir übrigens auch noch Ninja - das gibt Mods noch mehr Möglichkeiten, ins Spiel einzugreifen. Und den 4GB-Patch. Der erlaubt es Gothic, mehr Arbeitsspeicher zu adressieren, als damals vorgesehen war. 4 GB RAM und mehr waren damals schließlich noch utopisch. Jetzt geht es ans Eingemachte! Auf Seite 3 starten wir mit der augenscheinlich einfachsten, aber auch beeindruckendsten Modifikation für Gothic.