Gothic Remake: Ich habe echtes Gameplay gesehen!

Kolumne Carlo Siebenhüner 49,99 €
Gothic Remake: Ich habe echtes Gameplay gesehen!
Quelle: THQ Nordic / pcgames

Nach dem letzten Trailer zum Gothic-Remake und der letzten Kolumne von Carlo Siebenhüner trudelte eine E-Mail im Postfach ein. Wir wollen Gameplay vom Remake? Das können wir haben! In einer ersten Präsentation durften wir uns die ersten echten Szenen der Neuauflage von Gothic anschauen.

Es gibt aber auch abseits der schicken Grafik neue Dinge zu sehen, denn das Remake erweitert die Welt durchaus, nur nicht mehr mit der Brechstange, sondern behutsam. Die windschiefen Bretterverschläge am Austauschplatz sind jetzt beispielsweise ausgebauten Hütten gewichen. Das ergibt auch viel mehr Sinn. Schließlich ist das einer der wichtigsten Außenposten des alten Lagers, der ja auch bewacht wird.

Platz zum Atmen

Es ist nur logisch, dass die Wachen auch irgendwo wohnen müssen. Dafür braucht man eben etwas mehr Platz. Wie Reinhard Pollice mir erklärte, ist die Welt im Remake wohl zehn bis 15 Prozent größer als im Original. Man merkt schon am Austauschplatz, dass ihr das guttut. Die Welt hat einfach mehr Platz zum Atmen für all die neuen Details und das ist wirklich schön anzusehen. Wenn die Macher das über das gesamte Spiel hinweg durchziehen, kann man sich auf die Welt definitiv freuen.

Dieses "mehr Platz zum Atmen", trifft auch auf die anderen Teile des Spiels zu. So sollen eher nebensächliche Charaktere ein wenig mehr Raum bekommen. Als Beispiel zeigte man Orry, die Wache, die auf dem Tor am Austauschplatz steht.

Blick auf den Austauschplatz Quelle: pcgames Im Original erzählt er einem ein paar Takte zur Kolonie und das ist auch im Remake so. Zusätzlich gibt das Remake ihm etwas mehr Backstory und man erfährt, warum er eigentlich in der Kolonie gelandet ist.

Allgemein soll mehr Lore in die Welt von Gothic eingewoben werden und vorhandener Content soll mehr Tiefe bekommen, was ich prima finde.

Das Team des Originals hatte sich natürlich bereits eine spannende Welt ausgedacht, aber die wurde erst mit den Nachfolgern ausgebaut und sinnvoll angereichert.

Hier kann die Neuauflage von vornherein aus dem Vollen schöpfen. Auch eigentlich leere Plätze sollen aufgefüllt werden und Dinge wie Banditenlager nicht mehr nur stumpfe aggressive Gegnerhorden bieten, sondern mehr Charakter bekommen. Was das schlussendlich heißt, verriet man mir jedoch bisher nicht.

Gequatscht wird viel

Ich habe bereits angesprochen, dass die Wachen jetzt auch Hütten am Austauschplatz haben - und die sollen sie auch benutzen. Das Remake soll ausgefeiltere Tagesabläufe für seine NPCs als bisher bieten. Dazu kommen mehr Atmosphäre-Events. Im Original beschränkte sich das überwiegend auf rudimentäre Sachen.

Die Leute quatschen miteinander, sie stehen am Feuer oder drehen den Grillspieß. Schon im letzten Trailer hat man gesehen, dass mehr Ereignisse in der Welt passieren, da verwickeln sich NPCs zum Beispiel spontan in eine Prügelei. Ich finde das grundsätzlich cool, hoffe aber, dass solche Dinge nicht zu oft passieren. Der Trailer war in dieser Hinsicht sehr drüber.

Rundgang altes Lager Quelle: pcgames Aber was ich schon vermutet habe, wurde mir von Reinhard Pollice bestätigt: Dieses Spielelement war in seiner Intensität nur für den Trailer hochgedreht. Gerade komplexere Zufallsereignisse werden nur selten passieren, doch sollen es niemals gescriptete Momente sein, sondern sie sollen sich dynamisch ergeben.

Wie gut das funktioniert, konnte man anhand der Demo noch nicht einschätzen. Die war einerseits zu kurz und andererseits passierte nicht sonderlich viel. Aber wir reden hier schließlich auch nur über ein kleines Camp.

Doch kommen wir mal zum richtigen Gameplay. Wie schon erwähnt, konnte man die Umgebung des Austauschplatzes erkunden. Dabei wurde in der Demo aber nicht der namenlose Held gespielt, sondern Nyras. Ja, der Nyras, den wir späterim Sumpflager wiedertreffen werden. Die Demo bildete also eine Art Vorgeschichte ab.

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