Gotham Knights: Ausführliche Anspieleindrücke zum Superhelden-Action-RPG
Special 53,99 €
Am 21. Oktober 2022 erscheint Gotham Knights für PC, PS5 und Xbox Series bereits, doch allzu viele Infos oder gar Anspieleindrücke gab es bislang nicht. Das ändert sich jetzt, denn als einziges deutsches Magazin besuchten wir die Entwickler WB Games Montréal in ihrem Studio, plauderten mit den Verantwortlichen und spielten selbstverständlich das kommende Open-World-Action-RPG.
Schön ist zudem, dass die Helden sich auch in kleinen Dingen unterscheiden. Während Batgirl mit ihrem Cape - ganz wie Batman - durch die Stadt gleitet, nutzt Red Hood ihm von der Lazarusgrube verliehene Supersprünge und Robin kann sich über kurze Distanzen teleportieren. Wer auf all das keine Lust hat, kann aber auch fast überall per Knopfdruck das Batcycle rufen und sich damit durch Gotham bewegen. Hier sei allerdings gesagt, dass uns das fesch aussehende Motorrad bislang nicht gerade begeisterte. Es steuert sich etwas träge und allgemein fühlt es sich recht lahm an. Hier darf WB Montréal bis zum Release gerne noch an der Geschwindigkeit und dem Fahrgefühl schrauben.
Mit Stil auf die Schnauze
Überhaupt sind wir mit der Steuerung in Gotham Knights noch nicht ganz zufrieden. Nicht falsch verstehen, der Titel steuert sich nicht schwammig oder ungenau, aber irgendwie auch nicht so präzise wie die Arkham-Games. Klar, Gotham Knights hat an sich nichts mit den Arkham-Spielen zu tun, aber dennoch ist der Vergleich nicht vollkommen ungerechtfertigt, schließlich ist nicht nur das Setting gleich, sondern auch einige Heldenfähigkeiten. Glitten wir als Batman noch geschmeidig durch die Lüfte, sahen unsere ersten Gleitversuche als Batgirl in Gotham Knights aus, als wäre die Gute eine angeschossene Taube. Die Steuerung erschien uns hier ein wenig zu sensibel. Das ist aber natürlich nichts, was sich bis zum Release nicht mehr ändern lässt. Außerdem hatten wir auch nach ein bisschen Übung den Bogen raus.
Gotham Knights in der Hands-on-Vorschau
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Quelle: WB Games Montréal
Jeder der Knights verfügt über eine besondere Fortbewegungsmethode.
Ansonsten spielt sich Gotham Knights eben doch ähnlich wie die Arkham-Games. Gerade das Stealth-Gameplay könnte glatt aus den Spielen von Rocksteady stammen. Wir spähen die Gegner von Vorsprüngen aus, nutzen verschiedene Gadgets und schleichen uns von hinten an sie heran, um sie anschließend leise oder laut krachend auszuschalten. Im offenen Kampf spielt sich Gotham Knights dann aber doch etwas anders. Im Gegensatz zu den Arkham-Spielen können wir nun nämlich die Intensität unserer Schläge selbst bestimmen.
Ein normaler Druck auf die Schlagtaste und es folgt ein normaler Schlag. Halten wir die Taste hingegen gedrückt, haut unser Knight kräftiger zu. Das Gleiche gilt auch für die Fernkampftaste: kurzer Druck - leichter Angriff, längerer Druck - stärkere Attacke. Das ist einfach zu merken und lässt sich natürlich auch zu kleineren Kombos verketten. Einigen Gegnern muss man mit den stärkeren Attacken auch erstmal den Schild wegkloppen oder sie damit benommen machen, um anschließend Angriffe ins Ziel zu bringen. Eine Kontertaste gibt es nicht mehr, stattdessen weicht man feindlichen Angriffen nun aus. Das Kampfsystem ist an sich recht simpel, aber durchaus spaßig.
Quelle: WB Games Montréal
Stellen wir uns in den Schlägereien gut an, werden wir zumeist mit einem spektakulären Finishing-Move belohnt.
Die beschriebenen Aktionen bilden allerdings auch eher das Grundgerüst für die Kämpfe. Die verschiedenen Spezialattacken der Helden, die in Verbindung der rechten Schultertaste mit einer Aktionstaste aktiviert werden, machen in großen Prügeleien oder Bosskämpfen den Unterschied aus. Red Hood lädt zum Beispiel einen Superschuss auf, Robin wirbelt mit seinem Bo-Stab herum und Batgirl ruft ihre bewaffnete Drohne zu Hilfe. Natürlich gibt es noch allerhand weitere Specials, die auch jeweils unterschiedliche Abklingzeiten haben. Die können wiederum teilweise im Skill-Tree verkürzt werden. Die Spezialattacken waren in unserer Anspiel-Session allesamt hilfreich, schön in Szene gesetzt und passten zum Charakter.
