30 Jahre Batman in Videospielen - Seite 2
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Von der Pixel-Fledermaus zum Open-World-Ritter: Steigt ins Batmobil und reist mit uns durch die Geschichte von Batman in Computer- und Videospielen!
Diesem durchaus gelungenen Abenteuer folgte die nächste Filmumsetzung: Batman Returns von 1992. In dem Hollywood-Blockbuster spielten Michael Keaton, Danny DeVito und Michelle Pfeiffer die Hauptrollen. Für Batman Returns gab es acht verschiedene Versionen mit teils unterschiedlichen Herstellern und Publishern. Die erfolgreichste Version stammte von Konami und erschien für 1993 NES und Super Nintendo sowie für Amiga und MS-DOS. Doch selbst diese Versionen unterschieden sich technisch und spielerisch stark voneinander. Waren die Nintendo-Varianten noch 2D-Brawler, erwies sich die Amiga-Umsetzung als katastrophal mies umgesetzter Sidescroller, wohingegen die DOS-Version eher einem Plattformer glich.
Konami blieb der Lizenz ebenfalls treu und lieferte 1993 mit Batman: The Animated Series einen weiteren guten Sidescroller ab. Hier konnte man nicht nur die Fledermaus, sondern auch Robin in zwei der fünf Levels übernehmen. 1994/1995 folgte The Adventures of Batman & Robin, dessen SNES-Version ebenfalls von Konami stammte, während die Version für Sega CD und Genesis von Clockwork Tortoise und die Game-Gear-Versoftung von Novotrade entwickelt wurde.
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Quelle: Moby Games
Oceans Batman: The Video Game basierte auf dem Tim-Burton-Film von 1989. Bei den Fahrten durch Gotham City (hier in der Amiga-Version) musste man im richtigen Moment per Tastendruck einen Enterhaken auswerfen, um sich an Laternen um die Ecken zu ziehen.
Als Vertrieb der Sega-Umsetzungen fungierten die Sonic-Macher selbst. Wenig überraschend unterschieden sich die Spiel abhängig von den Plattformen: Die SNES-Variante ging in Richtung Action-Adventure, während die Sega-Adaption stärker auf den Einsatz von Schusswaffen setzte.
Richtig spannend wurde es dann wieder mit der nächste Filmadaption. 1995 kam Batman Forever unter der Regie von Joel Schumacher in die Kinos. Val Kilmer übernahm die Rolle des Batman, dazu waren unter anderem Jim Carrey als Riddler und Tommy Lee Jones als Two-Face zu sehen. Das gleichnamige Spiel drängte im gleichen Jahr für SNES, Game Boy, Sega Genesis und Game Gear auf den Markt.
Quelle: Moby Games
Kein Flop, aber auch kein Überflieger: Das Action-Adventure Batman: Vengeance basierte auf der TV-Serie The New Batman Adventures und bot solide Comic-Kost inklusive Ausflügen im Batwing.
1996 folgte die Windows-Umsetzung. Entsprechend unterschiedlich fielen einmal mehr die Fassungen aus. Am interessantesten ist hier sicher die Genesis-Variante, die auf der umgebauten Mortal-Kombat-Technologie basierte und in der Darstellung des Beat'em-Ups auf digitalisierte und in Sprites umgewandelte Schauspieler setzte.
Dadurch unterschied sich der Look des Spiels signifikant von früheren Adaptionen. Acclaim brachte 1996 beziehungsweise 1997 auch noch Batman Forever: The Arcade Game in die Spielhallen - ein angepasstes Prügelspiel für ein bis zwei Teilnehmer. Hier konntet ihr als dynamisches Duo Riddler, Two-Face und deren Kumpanen verhauen.
Quelle: Warner Bros. Games
Lego Batman war seinerzeit das erste Superhelden-Spiel von Traveller’s Tales. Der Mix aus Action, Plattformer und Rätseln in Verbindung mit reichlich Humor amüsiert bis heute Jung und Alt.
Das Batman-Jahrzehnt der 90er endete mit einer weiteren Umsetzung zu einem alles andere als herausragenden Film. Nach Batman Forever kam bekanntermaßen Batman & Robin: Der 1997 angelaufene Kinofilm mit George Clooney als Batman, Arnold Schwarzenegger als Mr. Freeze, Alicia Silverstone als Batgirl und Uma Thurman als Poison Ivy ist bis heute ein misslungener Superhelden-Fiebertraum.
1998 erschien das gleichnamige Spiel für die erste PlayStation-Generation. Ihr hattet die Wahl zwischen Batman, Robin und Batgirl als spielbarem Charakter.
In puncto Levelstruktur nahm das Spiel erste Open-World-Anleihen, auch, wenn Schauplätze wie etwa das Museum durch Ladebildschirme von Gotham abgetrennt waren. Ansonsten bot Batman & Robin einen wilden Genre-Mix aus Action, Plattformer, Puzzles und Fahrsequenzen. Klingt interessant, war aber etwas überambitioniert und erwies sich eher als Flop.
Die 2000er: Erst der Rückzug, dann der Arkham-Asylum-Hit!
In den kommenden Jahren wurde es ruhiger um Gothams dunklen Ritter, was sicherlich auch an der kurzen Hollywood-Verschnaufpause bis zur 2005 startenden Dark-Knight-Trilogie lag.
Kleinere Titel wie das 2000 von Kemco entwickelte und von Ubisoft vertriebene Batman Beyond: Return of the Joker übernahmen das Ruder. Hier dienten eine TV-Zeichentrickserie und im Speziellen der gleichnamige Film als Grundlage. Sonderlich gut kam das Actionspiel auf PlayStation und Nintendo 64 allerdings nicht weg; es gilt gemeinhin als ziemlich schlecht.
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