God of War-Review mit Testvideo: Open-World, RPG-Elemente, Technik, PC-Version, Wertung
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Unser God of War 4-Review ist da! Auf Seite 2 des ausführlichen Tests zum PS4-Hit gehen wir auf Spielwelt, RPG-Elemente sowie Performance des neuen Exklusivspiels von Santa Monica Studio ein und geben eine finale Wertung.
Unser God of War 4-Review geht weiter: Nach dem Testvideo und den grundsätzlichen Infos über Story und Kampfsystem widmen wir uns auf Seite 2 des Artikel der Spielwelt, den Sammelgegenständen und den neuen RPG-Elementen wie Loot und Skills. Ist God of War im Jahr 2018 gar ein Action-Rollenspiel nach Open-World-Muster geworden? Die Antwort - zusammen mit einem Technik-Test auf der PS4 (Pro) und natürlich unserer God of War-Wertung - gibt's unten!
God of War 4-Review: Fast ein Open-World-Spiel
Während die ersten Stunden von God of War 4 noch wie ein lineares Spiel anmuteten, zeigt sich im Test der Vollversion, dass Santa Monica Studio tatsächlich auf eine Hub-Struktur setzt. Von einem zentralen See aus bereist ihr zu Fuß und im Ruderboot in die verschiedenen Regionen der nordisch angehauchten Spielwelt rund um das sagenumwobene Midgard
Abseits des klar gekennzeichneten Wegs zur Hauptstory wimmelt es nur so vor optionalen Herausforderungen und Sammelgegenständen. Etliche Truhen laden zu Umwegen ein; wie in einem Metroidvania sind manche so verschlossen, dass ihr sie erst Stunden später mit der richtigen Fähigkeit öffnen könnt.
Das so entstehende Backtracking ist glücklicherweise nicht allzu nervig, denn erstens schaltet ihr nach und nach Portale zur Schnellreise frei und zweitens sind die meisten Belohnungen hochwertig, erweitern etwa Kratos' Lebensenergieanzeige. Lediglich die Suche nach dem haufenweise vorhanden Hacksilber, der Währung im Spiel, gerät nach einer Weile zur schnöden Routine.
In diesem Artikel
Sehr gelungen ist dagegen, wie Santa Monica Studio die besonders wertvollen Items versteckt, die Hörner und Äpfel, die in serientypischen Dreier-Sets Kratos' Lebensenergie und Wutanzeige permanent erhöhen - das sind die God of War 4-Äquivalente der Gorgonenaugen, Phönixfedern und Minotaurenhörnern aus Teil 3.
Quelle: PC Games
Zwar bietet God of War (2018) keine echte Open-World, doch es gibt dennoch genug Pfade abseits des Story-Weges, die ihr teils per Boot bereist.
Um solche nützlichen Schätze zu finden, muss man besonders aufmerksam sein: Manch eine versiegelte Tür lässt sich nur über Umwege und durch Einsatz von Gehirnschmalz öffnen, andere erfordern das Ausfindigmachen und die Zerstörung dreier Runensteine in der Umgebung. Auch im Rahmen der Story müsst ihr immer wieder kleine und größere Rätsel lösen, die clever designt sind und sich wunderbar in den Spielfluss einfügen.
Auf der Übersichtskarte schlüsselt God of War 2018 fein säuberlich auf, wie viele Artefakte ihr in jedem Gebiet gefunden habt und wie nahe ihr euch an der 100%-Marke befindet - aber einen Icon-Wust wie in Ubisoft-Spielen braucht ihr nicht zu befürchten.
Wer God of War komplett ausreizen und bis zu 40 Stunden im Spiel verbringen will, der erfüllt Herausforderungen der Marke "Pariere 25 Angriffe", "Greife 50 brennende Gegner an" oder "Erledige 100 Wölfe". Es gibt versteckte Geisterraben, die ihr wie die Tauben aus GTA 4 um die Ecke bringt, und sogar zwei Endgame-Gebiete. Eines davon setzt auf zufällig zusammengesetzte, mit Giftgas gefüllte Levels, aus denen es in kurzer Zeit mit möglichst großer Beute zu entkommen gilt. Das andere wirft euch immer stärkere Gegnerhorden entgegen.
Quelle: PC Games
Beim Kampfsystem hat sich Entwickler Santa Monica Studio von Dark Souls inspirieren lassen - ohne den unverzeihlichen Schwierigkeitsgrad.
RPG-Elemente in God of War
Entwickler Santa Monic Studio zollt der Beliebtheit von Rollenspiel-Features sowie Handwerkssystemen Tribut: Bei God of War 4 für Playstation 4 darf Sony-Protagonist Kratos seine eigenen Rüstungen per Crafting anfertigen. Es gibt drei Item-Slots für Schulterrüstung, Armschiene und Gürtel, dazu dürft ihr noch einen magischen Talisman anlegen.
Quelle: PC Games
God of War 4 lässt euch per Crafting an der Ausrüstung von Kratos und Sohn Atreus schrauben. Sehr motivierend!
Cool: Auch Atreus wird auf diese Weise mit neuem Zeug behangen. Die Items stellt ihr entweder unter Aufwendung seltener Ressourcen und der Ingame-Währung Hacksilber selbst her, oder ihr findet sie in der Spielwelt. God of War 2018 kennt dabei unterschiedliche Loot-Qualitätsstufen wie gewöhnlich, selten oder einzigartig - die Diablo-Reihe lässt grüßen!
Die Ausrüstung gewährt kleine oder größere Boni auf die sechs Charakterwerte von Kratos. Stärke, Abwehr, Vitalität und Abklingzeit (für Spezialangriffe) sind selbsterklärend, Glück verleiht euch zusätzliche Bonus-XP und mehr Hacksilber, "Runen" verstärkt den Elementarschaden von Runenangriffen.
Das sind Axtschläge, die ihr durch das Einsetzen von Juwelen in eure Waffe freischaltet. Darüber hinaus lässt sich auch noch der Griff von Kratos Axt austauschen - genau wie Atreus Bogen. Und schließlich dürft den Waffen mit genügend Rohstoffen auch noch ein generelles Upgrade für mehr Schaden verleihen, bis zu fünf Mal geht das.
Quelle: PC Games
Die Grafik von God of War sucht ihresgleichen, die Performance könnte aber besser sein, auch auf der PS4 Pro.
In God of War 4 übernehmen verdiente XP den Platz der roten Orbs aus den Vorgängern. Eine weitere Neuerung betrifft die Skills: Für Kratos und Atreus gibt es jetzt gleich mehrere Talentbäume, aufgeteilt auf die Kategorien Axt, Schild, Bogen und Faustkampf. In jedem Teilbereich warten rund 20 Skills darauf, von euch erlernt zu werden, dazu steigt das Helden-Duo im Level auf. Sehr motivierend!
God of War 4: Performance auf normaler PS4 und der Pro im Vergleich
Quelle: PC Games
God of War webt immer wieder Umgebungsrätsel und Kopfnüsse in den Spielverlauf ein. Sehr spaßig!
Brillante Grafik erwartet man inzwischen von Santa Monica Studios und auch beim neuen God of War lässt sich Sonys Exklusiv-Entwickler nicht lumpen. Von Kratos' einzeln modellierten Barthaaren über weitläufige, farbenprächtige Vistas bis hin zum irrsinnigen Detailgrad riesenhafter Kreaturen: God of War ist optisch eine Granate und sieht zu jedem Zeitpunkt hervorragend aus.
Die Texturen sind knackscharf, die Bewegungen superflüssig, die Weitsicht erhaben und die Figuren wirken teils so lebensecht, man wäre wenig überrascht, würden sie aus dem Fernseher springen.
Zu bemängeln sind aber vereinzelte Ruckler von God of War auf der normalen Playstation 4 und im 4k-Checkerboard-Modus mit einer PS4 Pro. Ab und zu sackt die Bildwiederholrate hier unter das Maximum von 30 Fps. Wer auf die höhere Auflösung verzichten kann und auf einem 1080p-Bildschirm spielt, sollte den Performance-Modus wählen.
Dadurch ergibt sich ein deutlich flüssigeres Bild. Allerdings schwankt die Frequenz hier je nach Berechnungsaufwand der Szene zwischen 30, 40 und 60 Fps hin und her. Wer empfindlich gegenüber solchen Varianzen ist, wird mit dem neuen God of War also auch im Performance-Modus nicht 100%-ig glücklich. (God of War in der Wikipedia.)
God of War Test-Update: Wie schlägt sich die PC-Version?
Fast vier Jahre nach seinem Erstauftritt auf der PS4 beehrt Kriegsgott Kratos endlich auch den PC. Mit Unterstützung des Port-Studios Jetpack Interactive hat Entwickler Santa Monica Studio eine sehr ordentliche Portierung hinbekommen, die dank guter Skalierbarkeit auf einer großen Bandbreite an Systemen läuft.
Deutliche grafische Verbesserungen solltet ihr allerdings, insbesondere gegenüber der geupdateten Version auf der PS5, nicht erwarten. Bereits seit Februar vergangenen Jahres können PS5-Besitzer God of War in 4K-Auflösung bei gleichzeitig fast konstanten 60 Fps spielen. Der Unterschied: Die Playstation-Version von God of War setzt für ihre 4K-Darstellung auf Checkerboard-Rendering, läuft also nativ nicht in "echtem" 4K.
In der PC-Version könnt ihr das natürlich ändern, entsprechend performante Hardware vorausgesetzt. Als Upsampling-Verfahren hat das Spiel aber außerdem Nvidias DLSS und AMDs Fidelity FX Super Resolution an Bord. Einsteigen könnt ihr ins Spiel schon mit sehr moderater Hardware, natives 4K bei maximalen Details liefern aber nur High-End-Karten und -Prozessoren mit Bildraten jenseits der 60.
Das Testsystem unserer PCGH-Kollegen mit einem Ryzen 9 5950X und einer Geforce RTX 3090 spuckte im Test bei allen Einstellungen auf maximaler Stufe durchschnittlich 51,4 Fps aus, wenn wir uns in einer Umgebung mit vielen Effekten, in dem Fall dem Teleportationsraum in Tyrs Tempel, aufhielten.
Auf Wunsch dürft ihr die Detailstufe aber auch auf "Original" stellen, dann wird God of War mit den (immer noch sehr beeindruckenden) Grafikeinstellungen der PS-Version wiedergegeben. Apropos Details: Hier ergeben sich die wenigen optischen Neuerungen in der PC-Version. Am ehesten stechen euch hier noch die schärferen und zahlreicheren Schatten ins Auge. Außerdem kommt der PC-Kratos mit präziserer Umgebungsverdeckung und genauer berechnetem Nebel daher, wofür ihr aber schon genau hinschauen müsst.
Die PC-Version unterstützt bei den Bildformaten neben 16:9 auch noch 16:10-Auflösungen und sogar Ultrawide 21:9. Abschließend zur Steuerung: Auch mit Maus und Tastatur metzelt es sich erstaunlich solide, wir haben beim Test aber trotzdem instinktiv zum Controller gegriffen, für den das Spiel gemacht wurde.
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Vor allem Keyboard-Kriegsgötter profitieren aber von der unterstützten Nvidia-Reflex-Technologie, die gerade auf 60hz-Monitoren ein besseres Spielgefühl mit geringer Latenz herstellt - vor allem für den sehr knackigen, höchsten Schwierigkeitsgrad ein willkommener Bonus.
