God of War (2018)-Vorschau: Kämpfe, Gewaltgrad, Fazit

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God of War (2018)-Vorschau: Kämpfe, Gewaltgrad, Fazit
Quelle: Sony

Drei Stunden lang durften wir für unsere Hands-on-Vorschau God of War 5 vor Release spielen. Auf Seite 2 ziehen wir ein Fazit zu den Kämpfen und erklären, was uns bislang am Spiel gestört hat.

Das neue God of War-Kampfsystem: Famoses Schnetzelgefühl

Trotz dieses kleinen Ärgernisses spielen sich die Kämpfe in God of War so fantastisch, wie man es von Santa Monica Studio erwartet. Bereits in den ersten Stunden fährt das Spiel ein breit gefächertes Arsenal an Gegnertypen auf, dessen Vielfalt manch anderes Actionspiel in seiner ganzen Laufzeit nicht erreicht. Die Steuerung ist perfekt: Mit L1 faltet Kratos in Sekundenbruchteilen seinen Schild aus, der normalerweise zusammengeklappt an seinem Arm verwahrt wird. Klappt das Timing, sind so punktgenaue Konter möglich. Mit R1 und R2 kombiniert ihr leichte und schwere Schläge eurer Axt.

Atreus beschießt Gegner in Kämpfen automatisch mit Pfeilen. Ihr dürft dem Dreikäsehoch aber auch ein konkretes Ziel vorgeben. Quelle: Sony Atreus beschießt Gegner in Kämpfen automatisch mit Pfeilen. Ihr dürft dem Dreikäsehoch aber auch ein konkretes Ziel vorgeben. Jeder Hieb wirkt wuchtig, Kratos balanciert Gegner schon mal in der Luft, setzt zu Wirbelangriffen an oder haut auf den Boden, um eine Druckwelle auszulösen, die nahe Feinde betäubt. Das Treffer-Feedback ist hervorragend und jeder Feind nutzt unterschiedliche Angriffstaktiken. Der eine ist resistent gegen den Eisschaden der Leviathan-Axt, der andere führt selbst überraschende Konterangriffe aus, der nächste macht sich unsichtbar und teleportiert sich. Selbst auf dem zweiten von insgesamt vier Schwierigkeitsgraden (inklusive besonders harter Kriegsgott-Stufe) reicht tumbes Buttonmashing nicht aus.
Die Kämpfe im God of War-Reboot von 2018 sind taktischer als in den Vorgängern. Kratos’ Ausweichschritt ist enorm hilfreich. Quelle: Sony Die Kämpfe im God of War-Reboot von 2018 sind taktischer als in den Vorgängern. Kratos’ Ausweichschritt ist enorm hilfreich. Die X-Taste und der damit verbundene Ausweichschritt sind essenziell, Feuerball werfende Gegner in der Entfernung müssen mit einem Axtwurf kaltgestellt werden. Das Beil lässt sich per Knopfdruck zurück in Kratos' Hand rufen, aber auch ohne Waffe ist der Gott des Krieges eine Tötungsmaschine. Seine Fäuste teilen massiven Schaden aus und lassen sich ebenso wie Schild und Axt mit neuen Fähigkeiten aufrüsten.

Die Skills schaltet ihr frei, indem ihr verdiente Erfahrungspunkte im Menü ausgebt, Sohn Atreus lässt sich so vom unerfahrenen Bogenschützen zum Gegner lähmenden Sniper hochstufen. Und dann ist da noch der Wutmodus; Kratos' Rage wird durch Exekutionen aufgebaut, die erst dann möglich sind, wenn ihr viele Schläge in schneller Folge auf einen Feind niederprasseln lasst. Atreus' Pfeile eignen sich ebenfalls wunderbar, um einen Takedown vorzubereiten. Die God of War-Reihe steht seit jeher für brutale Finishing-Moves. Auch im neuen Teil werden Monster von Kratos zerrissen, Blut fließt aber nur spärlich. Quelle: Sony Die God of War-Reihe steht seit jeher für brutale Finishing-Moves. Auch im neuen Teil werden Monster von Kratos zerrissen, Blut fließt aber nur spärlich. Ungewöhnlich für God of War-Verhältnisse: Zwar zerreißt Kratos bei solchen Finisher-Moves auch schon mal Gegner oder dreht Feinden den Hals um, aber so explizit wie in God of War 3 und Ascension wird die Gewaltdarstellung zumindest in den ersten Spielstunden nie. Auch in Sachen abgetrennte Gliedmaßen und spritzendes Blut hält sich der neueste Serienteil entgegen anders lautender Aussagen der Entwickler vergleichsweise stark zurück; eine USK-Altersfreigabe ab 18 Jahren dürfte dennoch garantiert sein.

Wie viele Angriffe noch nötig sind, bevor eine Exkution freigeschaltet wird, seht ihr an einem roten Balken über dem Gegner parallel zu dessen Lebensenergie und seiner Stufe. Auch Kratos besitzt ein Level, mit zunehmender Erfahrung steigen seine sechs Charakterwerte. Darüber hinaus hängt seine Stärke vor allem von den Attrbuten der verwendeten Ausrüstung ab. So findet ihr im Spielverlauf Gürtel, Armschienen, Schulterstücke und Talismane, die allesamt abhängig von ihrem Seltenheitswert kleine oder größere Boni auf Abwehr, Glück oder die Abklingzeit für Fähigkeiten verleihen. Zudem lassen sich alle Gegenstände mit seltenen Ressourcen wie Juwelen verbessern; fünf solcher Upgrades stehen auch für die Axt zur Verfügung. Bislang ist unklar, ob Kratos im Spielverlauf noch eine weitere Waffe erhält, wir rechnen aber fest damit. Upgrades kann man sich übrigens ausschließlich erspielen und nicht mit Echtgeld kaufen; God of War wird nämlich keine Mikrotransaktionen beinhalten.

Wer ist hier der Boss?

Das Gegner-Design von God of War (2018) ist wunderbar abwechslungsreich. Die Kreaturen zwingen Kratos immer wieder dazu, seine Taktik anzupassen Quelle: Sony Das Gegner-Design von God of War (2018) ist wunderbar abwechslungsreich. Die Kreaturen zwingen Kratos immer wieder dazu, seine Taktik anzupassen So viel Spaß wir beim Probespiel mit den intensiven und ungemein befriedigenden Kämpfen auch hatten: In einem Punkt hat God of War bisher nicht an die Vorgänger anknüpfen können. Und zwar bei den Bossgegnern. Insgesamt drei Auseinandersetzungen mit sehr starken, teils haushohen Widersachern hatten wir in den Anfangsstunden. Aber keiner davon hat uns so mitgenommen, wie man das von der Serie kennt. Mehr noch, beim Duell mit einem Troll (bekannt aus dem allerersten E3-Trailer) waren wir schon bald eher genervt als von einer wohl­tuenden Anspannung erfasst.

Denn erstens variierte der dicke Obermotz seine Angriffe kaum, zweitens brachte das Bearbeiten seiner vermeintlich verwundbaren Stellen kein messbares Ergebnis und drittens zog sich der Kampf einen Tick zu lang hin. Genau wie das andere große Duell in der Vorschauversion, das trotz cooler Inszenierung an zu vielen Wiederholungen litt - kein Vergleich zu den bombastischen Götterkämpfen gegen das griechische Pantheon in God of War 3! Auch wenn wir die im neuen Teil komplett gestrichenen Quick-Time-Events wahrlich nicht vermissen: Der Rest des Spiels darf ruhig noch ein bisschen mehr Bombast liefern!

God of War hat inzwischen einen Releasetermin, das neue Spiel der Serie erscheint am 20. April 2018 exklusiv für Playstation 4.

God of War 5-Hands-on: Fazit und Meinung

Meinung

  1. Seite 1 God of War (2018)-Vorschau: Story, Rätsel, Sammelgegenstände
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