Goat Simulator 3 im Test - Seite 3
Test
Online-Koop, eine Story, eine neue Open World, noch mehr Gags und natürlich jede Menge Bugs und Glitches: Das und mehr in unserem Test zum Goat Simulator 3.
Deutlich spaßiger ist der Koop-Modus. Der funktioniert lokal und online, wobei im Splitscreen schon ordentlich die Übersicht leidet. Vier Spieler bedeuten schließlich auch vierfaches Chaos! Neben dem gemeinsamen Erledigen von Missionen stehen im Koop auch noch diverse Mini-Spiele zur Verfügung, darunter Hufball, Requsiten-Golf oder eine Art Stock-Car-Derby. Es kann aber auch jeder einfach sein eigenes Ding machen. Es gibt keine Begrenzung, wie weit ihr euch voneinander entfernen dürft. Beginnt ein Mitspieler eine beliebige Aktivität, könnt ihr euch schnell per Teleport-Funktion in seine Nähe beamen.
Einziger Wermutstropfen: Ihr braucht für ein launiges Online-Erlebnis tatsächlich Freunde, die ihr ingame in eure Session einladen könnt. Eine Art offenes Matchmaking gibt es nicht. Außerdem sammelt immer nur der Host der Session Fortschritte. Der Rest wird lediglich mit Credits abgespeist.
Quelle: Coffee Stain Studio
Goat Simulator 3 im Test (4)
Goat Glitch Simulator
Ja, und dann wäre da ja auch noch die Technik, die uns gerade im Koop öfters einen Strich durch die Rechnung gemacht hat. Klar, so ein klein wenig kaputt muss der Goat Simulator natürlich sein. Das gehört zum Charme dazu. Auch im Vorgänger war nicht alles technisch sauber. Einige der Bugs und Glitches sind auch durchaus lustig anzusehen. Wenn ihr durch die Karte fallt oder die Ingame-Physik vollkommen versagt, sodass eure Ziege plötzlich mehrere hundert Meter durch die Luft geschleudert wird, dann ist das Slapstick pur. Manche Sachen stoßen aber auch einfach nur sauer auf: kaputte Untertitel zum Beispiel, oder miese Bildwiederholraten bis hin zu kompletten Freeze-Frames.
Einmal hat uns der Koop sogar unseren kompletten Spielstand zerschossen. Wegen eines Programmfehlers ließ sich der Titel einfach nicht mehr starten. Über die gelegentlichen Verbindungsabbrüche sprechen wir am besten gar nicht erst.
Über die Optik wollen wir dagegen eher weniger meckern. Auch da fallen zwar nachladende Texturen und eine miese Sichtweite auf. Alle Nase lang ploppen neue Objekte am Horizont auf, weil sie erst verzögert gerendert werden. Aber das fällt nicht wirklich negativ ins Gewicht. Opulente Grafik ist nun wirklich nicht der Anspruch der Entwickler. Der Look ist eher zweckdienlich, trotz 4K-Support und 60 FPS. Und im Vergleich zum Vorgänger sind die satteren Farben, glatteren Kanten und verbesserten Details der Unreal Engine 4 auch definitiv ein Upgrade.
Am Ende kommt es ohnehin darauf an, ob man sich mit dem herrlich dummen Spielkonzept anfreunden kann oder nicht. Wer Bock auf eine Runde übertriebenen Blödsinn hat, mit dem man nach Feierabend mal ne Stunde lang den Kopf abschalten kann, der ist beim Goat Simulator 3 genau richtig. Wer ein Spiel mit Substanz sucht, der greift besser woanders zu. Und wer tatsächlich was über Ziegen erfahren will, der geht am besten mal aufs Dorf.
Der Goat Simulator 3 erscheint am 17. November 2022 für PlayStation 5, Xbox Series S|X und den PC. Das Spiel ist in digitaler Form exklusiv im Epic Games Store erhältlich, der Preis liegt bei knapp 30 Euro. Dazu gibt es noch die Box- und die Digital Downgrade Edition. Die enthält für den Preis von 39,99 Euro zusätzliche Bonusinhalte wie den digitalen Soundtrack oder den Oldschool-Pilgor-Skin.
